Neubau der NEW 33 wird teurer

Pleystein. Diese Rechnung hatte der Landkreis ohne die Betreiber der Gaspipeline gemacht. Bei dem geplanten Ausbau der Kreisstraße NEW 33 zwischen Miesbrunn und Hagendorf sollte auf weiten Teilen eine komplett neue Trasse erschlossen werden. Doch dann kamen auf einmal drei Pipelines in die Quere. Jetzt wird das Tiefbauprojekt rund 300.000 Euro teurer.

Die CSU Kreistagsfraktion besichtigte die Örtlichkeit vor ihrer Sitzung zusammen mit Baudirektor Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Amberg Sulzbach. Im Jahr 1973 verlegte das damalige Unternehmen Megal mehrere Gasleitungen in den Gemeindegebieten der Stadt Pleystein und des Marktes Waidhaus. Drei dieser Leitungen kreuzen kurz vor Miesbrunn den geplanten Streckenverlauf der neuen Kreisstraße. Würde die Straße dort gebaut, müssten die Gasrohre aufwendig gesichert werden, was mit rund 600.000 Euro zu Buche schlagen würde. Normalerweise kein Problem, da die Betreiber der Gasleitungen vor deren Verlegung üblicherweise vertraglich zur Übernahme solcher Kosten verpflichtet werden.

Nachteil und Vorteil zugleich

Vor gut 40 Jahren hatte der Landkreis diese vertraglichen Regelungen aber versäumt, sodass die Bauherren die Kosten für die Sicherungsmaßnahmen tragen müssten. Die neue NEW 33 soll deshalb vor der Ortschaft Miesbrunn wieder auf die bestehende Trasse geführt werden. Nachteil: die neue Straße wird in diesem Bereich deutlich schmäler bleiben, als die ursprünglich geplanten sechs Meter. Das lässt sich aber zugleich positiv bewerten.

Mit der Anpassung der Planung bremsen wir zugleich den Verkehr vor dem Ortseingang Miesbrunn, was ein positiver Nebeneffekt ist,

sagte Landrat Andreas Meier.

Hohe Entsorgungskosten

Außerdem wird auch noch die Entsorgung der alten Teerschicht deutlich teurer kommen. Der Fahrbahnbelag ist ein gutes Stück stärker als angenommen. Die Entsorgung ist wegen der darin enthaltenen giftigen Substanzen nicht billig. Mit rund 300.000 Euro Mehrkosten wird die Gesamtsumme für den 2,21 Kilometer langen Straßenabschnitt jetzt bei 3,28 Millionen Euro liegen. „Die CSU-Kreistagsfraktion sieht in der Maßnahme eine wichtige Investition in die Infrastruktur unseres Landkreises“, betonte Fraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger.

Kreisstraße NEW 33, CSU Kreistagsfraktion
Die Kreisräte der CSU-Fraktion ließen sich die Planungen für die neue Kreisstraße NEW 33 von Baudirektor Gerhard Kederer (Siebter von links) an Ort und Stelle erklären.
Kreisstraße NEW 33
Für den neuen Trassenverlauf der Kreisstraße NEW 33 soll der Hügel im Hintergrund dieser Biogasanlage bei Fuchsmühl auf der Breite der neuen Straße abgetragen werden.

Bilder: B. Grimm

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