„E-House“ an der OTH: Ein Zentrum für digitale Kompetenz

Weiden. Man sieht, es bewegt sich etwas: Langsam aber sicher nimmt das „E-House“ auf dem Campus der OTH Amberg-Weiden Formen an. Und es wird sogar größer als ursprünglich geplant: Sechs Stockwerke wird das Zentrum für digitale Kompetenz haben. Bei einer Baustellenbesichtigung zeigten sich die Verantwortlichen begeistert vom Projekt. 

Von Kristine Mann

Die Digitalisierung ist für unsere Region eine Riesen-Chance, denn E-Commerce ist Zukunft: Bereits heute setzen viele Unternehmen – auch in der nördlichen Oberpfalz – auf elektronische Abläufe und der Online-Anteil wird auch in den kommenden Jahren weiter steigen. Entsprechend hoch ist auch die Nachfrage an digitalem „Know-How“ für elektonischen Dienstleistungs- und Handelsverkehr. In Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden und der Stadtverwaltung hat die Sparkasse Oberpfalz Nord deshalb 6,5 Millionen Euro für ein „E-House“ auf dem Campus der OTH am Hetzenrichter Weg investiert: Ein Zentrum für digitale Kompetenz – Sechs Geschosse mit 414 Quadratmetern Fläche und einem wasserdichten Kellergeschoss, das drei Meter in den Boden reicht. Bei Bedarf könne das Gebäude sogar um zusätzliche Stockwerke nach oben ausgebaut werden. Außerdem wird ein Parkplatz mit 166 Stellplätzen gebaut.

Architekt Stefan Kunnert hat hier Herkulesarbeit geleistet“,

sagt Walter Scharnagl, Geschäftsführer der Firma Scharnagl Hoch- und Tiefbau GmbH. Bei der Zusammenarbeit zwischen Baufirma, Architekt und Stadtverwaltung sei man immer auf offene Ohren gestoßen und habe gemeinsam an einem Strang gezogen. Das habe die Planungsarbeiten erleichtert.

Welche Unternehmen ziehen ins E-House?

Wolfgang Scharnagl (links), Bauunternehmer der Firma Scharnagl Hoch- und Tiefbau GmbH und Hauptmatador für das E-House lobte die gute Zusammenarbeit von Baufirma, Architekt und Stadtverwaltung.
Wolfgang Scharnagl (links), Bauunternehmer der Firma Scharnagl Hoch- und Tiefbau GmbH und Hauptmatador für das E-House lobte die gute Zusammenarbeit von Baufirma, Architekt und Stadtverwaltung.

„Wir haben jede Menge Anfragen von Unternehmen“, sagt Ludwig Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberpfalz Nord. Die endgültige Entscheidung, welche Unternehmen im „E-House“ Einzug finden, stehe aber noch nicht fest. „Wir wollen einen innovativen und digitalen Gemischtwarenladen“, sagt Scharnagl. Auch junge Start-Up Unternehmen sollen im „E-House“ die Möglichkeit bekommen sich digital einbringen zu können. Da Aufteilungs- und Kopplungsmöglichkeiten im Gebäude flexibel sind, kann der Raumbedarf individuell angepasst werden.

Wir freuen uns über das digitales Zentrum auf unserem Campus. Es greift Impulse auf, die wir an unserer Hochschule in Forschung, Ausbildung und Studium fördern.

so Prof. Dr. Andrea Klug, Präsidentin der OTH Amberg-Weiden. Auch als Mieter sei die Hochschule sehr interessiert an dem Projekt.

E-House kein Energiefresser

Eine hochmoderne und digitale Zentrale muss dieses Bild natürlich auch nach Außen repräsentieren. Die Besonderheit am Neubau sei die Bauteilaktivierung: Die Stahlbetondecken werden als Speichermedium genutzt. Somit kann die Energie sowohl im Winter zur Heizphase als auch im Sommer bei Kühlphasen optimal genutzt werden. Die hoch wärmegedämmten Fassaden- und die Dachkonstruktion minimieren den Energiebedarf.

Im „E-House“ herrschen somit optimale Arbeitsbedingungen: Entlang einem Brüstungskanal auf Tischhöhe wird die Frischluft verteilt. Dabei quillt die frische Luft – im Sommer kalte, im Winter warme – in die Arbeitsräume. Durch einen Schacht in der Mitte des Gebäudes wird die Luft abgesaugt und reguliert.

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