JU will „Baukindergeld“ auch für Innenstädte

Tirschenreuth. Im September kündigte Ministerpräsident Horst Seehofer an, ein „Baukindergeld“ einzuführen, mit dem Familien pro Kind bis zu 12.000 Euro Zuschuss bei der Schaffung von Wohneigentum erhalten sollten. „Die Details sind aber noch offen“, berichtet Landtagsabgeordneter Tobias Reiß.

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Kreisvorsitzender Matthias Grundler (sechster von rechts) übergibt an den JU-Landesvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Dr. Hans Reichhart (Mitte) und den Tirschenreuther Abgeordneten Tobias Reiß (siebter von links) die Forderungen seines Verbandes. Auch der Waldsassener Bürgermeister Bernd Sommer (fünfter von rechts) und JU-Bezirksvorsitzender Christian Doleschal (achter von rechts) unterstützen die Initiative. Im Hintergrund ist die erfolgreich sanierte und denkmalgeschützte „Glückvilla“ in Waldsassen (Kreis Tirschenreuth) zu sehen, in der Mietswohnungen auch für junge Menschen in bester Lage entstanden sind.

„Wir haben die Gelegenheit für unsere Belange noch Ergänzungen einzubringen“, zeigte sich JU-Kreisvorsitzender Matthias Grundler zuversichtlich, dass die neue Leistung auch im Landkreis Tirschenreuth gefragt sein wird. Dazu nutzte man den Besuch des JU-Landesvorsitzenden Dr. Hans Reichhart in Waldsassen.

„Wir fordern die Ortskerne in das Baukindergeld einzubeziehen und hier über die 12.000 Euro hinaus einen Zuschlag zu geben“, machte der Kreisvorsitzende dem JU-Chef Reichhart deutlich. „Unser Ziel ist es, das Wohnen innerorts wieder attraktiver zu machen und junge Familien zu ermuntern nicht nur auf der grünen Wiese zu bauen“, so Grundler weiter. „Zu den kommunalen Investitionen, die auch durch die neue Sonderförderung möglich werden, wollen wir uns dafür stark machen auch private Investitionen zu fördern“, sah Grundler die Bemühungen auch im Zusammenhang mit der Anhebung der Fördersätze für kommunale Städtebaumaßnahmen im Landkreis Tirschenreuth ab dem nächsten Jahr.

Vorschläge mit Ministerpräsident besprechen

Dafür sei ein großzügiger finanzieller Anreiz ein erster Schritt. Damit das Baukindergeld hier auch volle Wirkung entfaltet, fordert der JU Kreisverband darüber hinaus, es mit den bestehenden staatlichen Instrumenten (zum Beispiel der Städtebauförderung) und auch rein kommunalen Leistungen ohne Abzüge kombinierbar zu machen. Hans Reichhart sicherte zu, diese Vorschläge mit Ministerpräsident Seehofer zu besprechen.

Auch in einem eigenen Antrag zu Bezirksversammlung der JU Oberpfalz brachte der Kreisverband eine entsprechende Initiative ein. Einstimmig unterstützen die Delegierten aus den zehn oberpfälzer Kreisverbänden den Vorschlag aus Tirschenreuth. Bezirksvorsitzender Christian Doleschal war sich sicher, dass „diese Familienförderung für die gesamte Oberpfalz ein großer Gewinn ist“.

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