Neue Osteoporose-Messmethode: Schonend, schnell und sicher

Mitterteich. Das Medizinische Versorgungszentrum Stiftland ist um eine Untersuchungsmethode reicher: Die Knochendichte wird jetzt mit einem hochmodernen Gerät gemessen.

Von Udo Fürst

Für viele Patienten ist das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Stiftland ein Segen. Die Ärzte des MVZ, einer Tochtergesellschaft der Kliniken Nordoberpfalz AG, gelten als Top-Experten auf den Gebieten der Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie. Ob Gelenkprobleme, Knochenbrüche oder Osteoporose – Gert Kamjunke, Torsten Friese, Robert Drechsel und Rudolf Ascherl behandeln Erkrankungen und Verletzungen sowohl konservativ als auch operativ.

Osteoporose Mitterteich
Eine Osteoporose-Patientin bei der Untersuchung mit dem neuen Knochendichtemessgerät

Dabei handelt das Ärzteteam nach dem Motto der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das da lautet: „Es ist vernünftiger die Gesundheit zu erhalten, als Krankheiten aufwendig zu therapieren.“ So bietet das MVZ in seinen Standorten Waldsassen (Hauptsitz), Tirschenreuth, Neualbenreuth, Selb und Mitterteich auch Vorsorgeuntersuchungen im Fachgebiet der Orthopädie und Chirurgie.

Einziges Gerät seiner Art in der Region

In der Mitterteicher Praxis (früher Dr. Cuk) bieten die Ärzte seit kurzem einen besonderen Service: Knochendichtemessungen mit einem brandneuen Messgerät, das mit der „Dual Energy Röntgen-Absorptiometrietechnik (DXA) arbeitet. MVZ-Geschäftsführer Manfred Tretter und Facharzt Robert Drechsel stellten das 35.000 Euro teure Gerät vor – das einzige seiner Art in einem Umkreis von etwa 50 Kilometern, betonte Tretter.

Das DXA gelte als die am höchsten entwickelte und am besten geeignete Methode für die Beurteilung der Knochenmineraldichte, erklärte Drechsel. „Es hilft, Osteoporose zu diagnostizieren, Brüche vorherzusagen und die Reaktion auf die Behandlung zu überwachen.“ Im Gegensatz zu früher, wo die Untersuchung bis zu einer Stunde gedauert habe, sei sie mit dem neuen Gerät in wenigen Minuten erledigt.

Osteoporose Mitterteich
Robert Drechsel misst die Knochendichte seiner Patienten mit dem brandneuen Gerät.

Volkskrankheit Osteoporose

Die Osteoporose gilt längst als Volkskrankheit. Jede dritte Frau und jeder fünfte Mann in Deutschland leidet an Osteoporose, auch Knochenschwund genannt. Kleinere Stürze und selbst alltägliche Handgriffe können bei Erkrankten zum Knochenbruch führen. Das Messgerät ähnelt einer großen Untersuchungsliege; die Untersuchung ist für den Patienten völlig schmerzfrei. Das Auswerteprogramm unterscheidet, wie viel Knochenmineralgehalt im Körper vorhanden ist. Dabei wird mit Hilfe einer speziellen, strahlungsarmen Röntgentechnik der Mineralgehalt der Knochen bestimmt. Mit der Messung kann der Knochenmasseverlust frühzeitig festgestellt und Brüche verhindert werden.

Obwohl Osteoporose laut Robert Drechsel frühzeitig diagnostiziert gut behandelbar wäre, bezahlen die Krankenkassen die Knochendichtemessung nur in Ausnahmefällen. „Zum Beispiel dann, wenn sich jemand bereits was gebrochen hat.“ Die Untersuchung sei aber erschwinglich, versichert Manfred Tretter.

Osteoporose Mitterteich
Manfred Tretter, Geschäftsführer des MVZ Stiftland

Fotos: Fürst

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