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Trauer um Elfriede Schopper in Pleystein

Pleystein. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen am Freitagnachmittag in der Stadtpfarrkirche St. Sigismund Abschied von Elfriede Schopper, der prägenden Frau hinter dem Kaufhaus Schopper, die am 19. Oktober 2026 verstorben ist.

Trauer um Elfriede Schopper in Pleystein

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Elfriede Schopper in ihrem Geschäft. Foto: Walter Beyerlein

Am 19. Oktober verstarb Elfriede Schopper. Die Verstorbene wurde am 24. September 1940 unter dem Mädchennamen Elfriede Nossek geboren. Am Freitagnachmittag verabschiedeten sich viele Bürgerinnen und Bürger Pleysteins, aber auch aus der Umgebung, in der Eucharistiefeier in der Stadtpfarrkirche St. Sigismund von der Verstorbenen. Pater Thomas Mühlberger sagte eingangs seiner Ansprache, dass Elfriede Schopper jetzt den letzten irdischen Weg gegangen sei, heim zum himmlischen Vater. Diese Feier solle die Trauer und den Dank anbieten und überleiten zum Begräbnis im Pleysteiner Friedhof, sagte der Geistliche.

Lebensweg und prägende Jahre

Pater Thomas Mühlberger blickte auf das Leben Elfriede Schoppers zurück, deren Weg nach dem frühen Tod der Mutter zur Tante Anna nach Pleystein geführt habe. Ihre Kindheit hat Elfriede Schopper nach ihren eigenen Worten als glücklich und sehr schön beschrieben, sagte Pater Thomas Mühlberger und berief sich dabei auf Schilderungen aus der Familie. Dies würdigte der Geistliche als sehr bemerkenswert, wenn man daran denke, dass dies die Zeit nach dem Weltkrieg gewesen sei. Ausdrücklich hob Pater Thomas Mühlberger hervor, dass Elfriede Schopper zu dieser Zeit und letztlich auch im gesamten Leben immer den Kontakt zu ihren Geschwistern und Halbgeschwistern aufrechterhalten habe. Elfriede Schopper habe in diesen Jahren gespürt und gesehen, was ihr geschenkt worden war, oftmals kleine und schöne Dinge, wobei gerade Schönheit das gesamte Leben für Elfriede Schopper eine Bedeutung hatte. Dazu habe auch gehört, dass die jetzt Verstorbene positiv ins Leben gegangen sei und gegenüber anderen Menschen stets Offenheit gezeigt habe.

Ausbildung, Ehe und Familie

Nach dem Besuch der Pleysteiner Schule machte Elfriede Schopper, natürlich unter ihrem Mädchennamen Elfriede Nossek, eine Ausbildung als Verkäuferin und kam auf diesem Weg ins Kaufhaus Schopper, wo sie nicht nur gelernt und dann die Arbeit aufgenommen hat, sondern auch ihren späteren Ehemann kennenlernte. Im Jahr 1962 schloss die damalige Elfriede Nossek den Bund fürs Leben mit Albert Schopper. In der Ehe wurden dann die Kinder Stefan, Sabine und Susanne geboren.

Engagement im Kaufhaus Schopper und Wertschätzung der Kundschaft

Elfriede Schopper sei allzeit im Laden anzutreffen gewesen, was auch als Zeichen von Verlässlichkeit zu erkennen war, sagte Pater Thomas Mühlberger. „Sie hat den Laden in Schwung gebracht und in Schwung gehalten.“ Damit stellte Elfriede Schopper die Wichtigkeit der Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt. „Und der Laden war auch ihr Hobby“, wurde Pater Thomas Mühlberger berichtet, wobei natürlich auch deutlich gemacht wurde, dass trotz allem Einsatz für das Geschäft Ausflüge mit den Kindern gemacht wurden. Und selbst da habe Elfriede Schopper immer wieder ihre Blicke schweifen lassen, ob sie etwas entdecken könne, was auch den eigenen Kundinnen und Kunden gefallen könnte. Den Menschen mit Wertschätzung und Offenheit zu begegnen, sei ein persönliches Merkmal Elfriede Schoppers gewesen. Pater Thomas Mühlberger, in den neunziger Jahren im Noviziat in Pleystein, hat nach seinen Worten die Zuvorkommendheit Elfriede Schoppers erlebt.

Schließung des Kaufhauses und Abschied vom Ehemann

Im März 2016 musste das Kaufhaus Schopper geschlossen werden. Die Marktlage und Veränderungen im Kundenverhalten ließen keine andere Entscheidung mehr zu. „Es war für sie nicht leicht, das aufzugeben.“ Im Jahr 2019 verstarb Ehemann Albert Schopper, der sich gesundheitsbedingt schon ab dem Jahr 2011 aus dem Geschäft zurückziehen musste.

Lebensabend, Nachrufe und musikalische Umrahmung

Elfriede Schopper verbrachte den Lebensabend im Pflegeheim „Wohnen am Kreuzberg“ in Pleystein, vergaß aber nie, immer wieder das Grab ihrer Familie auf dem Pleysteiner Friedhof zu besuchen. Nach der Ansprache von Pater Thomas Mühlberger sprachen Annemarie Woppmann für die Katholische Frauengruppe Pleystein und Maria Reber für den Oberpfälzer Waldverein Nachrufe. Die Musikgruppe „La Musica“ aus Waldthurn und Georg Schmidbauer, Oberbernrieth, an der Orgel, umrahmten die Eucharistiefeier.

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