Überraschung beim Spitzenreiter Amberg siegt in Klostersee

Überraschung beim Spitzenreiter Amberg siegt in Klostersee
Zwei Tage nach der unnötigen Heimpleite gegen Buchloe hat der ERSC Amberg in der Eishockey-Bayernliga beim Spitzenreiter EHC Klostersee mit 3:2 nach Penaltyschießen gewonnen. Den entscheidenden Versuch verwandelte Roberts Baranovskis, der damit den Zusatzpunkt für die Wild Lions sicherte.
Spannender Spielverlauf in Grafing
Trainer Christian Zessack ordnete den Auswärtserfolg in der Pressekonferenz ein und sagte: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis und zufrieden mit der Leistung der Mannschaft gegenüber dem Freitagsspiel“. Er sah in den ersten beiden Dritteln leichte Vorteile bei seinem Team und im Schlussabschnitt eher bei den Gastgebern.
Die Partie nahm früh Fahrt auf. Kurz vor Ende des ersten Drittels brachte Dengl Klostersee mit 1:0 in Führung, nur 30 Sekunden später glich Brendan Walkom für Amberg aus. Chancen prägten auch das zweite Drittel, obwohl kein Tor fiel. Sowohl Klostersees Goalie Lukas Steinhauer als auch ERSC-Schlussmann Timon Bätge zeigten starke Paraden und hielten ihre Mannschaften im Spiel.
Später Ausgleich und starke Unterzahl in der Overtime
Nach der zweiten Pause drückte Klostersee auf die Entscheidung. Fünf Minuten vor dem Ende traf Patrick Quinlan zum 2:1 für die Gastgeber. Auf dieses Gegentor reagierte Zessack mutig, nahm Timon Bätge für einen sechsten Feldspieler vom Eis und setzte alles auf Offensive. Der Plan ging auf: Denis Gulda erzielte 50 Sekunden vor der Schlusssirene den 2:2-Ausgleich.
In die Verlängerung startete der ERSC in Unterzahl, weil sich Jakub Bitomsky kurz vor Ende der regulären Spielzeit eine Strafe einhandelte. Die Wild Lions verteidigten das Drei-gegen-vier entschlossen und überstanden die heikle Phase, was Zessack mit den Worten „Kompliment an die Mannschaft hierfür“ würdigte. Im anschließenden Penaltyschießen avancierten Roberts Baranovskis als sicherer Schütze und Timon Bätge mit wichtigen Paraden zu den prägenden Figuren auf Amberger Seite.
Rahmendaten und Einordnung
Vor 530 Zuschauern setzte sich Amberg nach ausgeglichenem Spielverlauf durch. Bei den Strafen summierte sich Klostersees Konto auf sechs plus fünf plus 20 Minuten, darunter eine Spieldauer gegen Baumhackl. Der ERSC verbuchte vier plus fünf plus 20 Minuten, mit einer Spieldauer gegen Schmitt.
Der Auswärtserfolg beim Tabellenführer liefert dem ERSC wichtige Stabilität nach dem Rückschlag gegen Buchloe und stärkt das Vertrauen in die eigene Defensivarbeit. Der späte Ausgleich, das bestandene Unterzahlspiel in der Overtime und die Nervenstärke im Penaltyschießen können dem Team für die kommenden Aufgaben in der Bayernliga zusätzlichen Rückenwind geben.
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