Festnahme nach Waffenkontrolle mit zwei Toten in Berngau

Festnahme nach Waffenkontrolle mit zwei Toten in Berngau
Bei einer Waffenkontrolle in Berngau (Landkreis Neumarkt) sind am Donnerstag zwei Mitarbeiter des Landratsamtes erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, ein 60-jähriger Deutscher, verschanzte sich anschließend stundenlang in seinem Wohnhaus. In den frühen Morgenstunden des Freitags gelang Spezialkräften die Festnahme.
Polizeieinsatz nach Schüssen in Berngau
Wie Erster Polizeihauptkommissar Michael Graf, stellvertretender Leiter des Präsidialbüros beim Polizeipräsidium Oberpfalz, mitteilt, waren am Donnerstag, 8. Oktober, gegen 14 Uhr Schüsse in der Kirchenstraße in Berngau gemeldet worden. Ein Großaufgebot der Polizei rückte an. Vor einem Wohnhaus entdeckten die Einsatzkräfte einen leblosen Mann. Für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Die Polizei umstellte das Gebäude und sperrte den Bereich weiträumig ab. Spezialkräfte und ein Polizeihubschrauber wurden angefordert. Der mutmaßliche Schütze meldete sich unterdessen telefonisch bei der Einsatzzentrale. In den folgenden Gesprächen gab er an, dass er sich in seiner Wohnung aufhalte und Schusswaffen besitze. Er räumte ein, geschossen zu haben. Widerstandslos aufgeben wolle er nicht.
Opfer waren Mitarbeiter des Landratsamtes
Bei Sicherungsmaßnahmen im Gebäude entdeckten Spezialkräfte eine weitere Leiche. „Die Auffindesituation spricht dafür, dass die Frau bereits im Zuge der zu Einsatzbeginn gemeldeten Schussabgaben tödlich verletzt wurde“, heißt es in der Mitteilung des Polizeisprechers Michael Graf.
Bei den beiden Opfern handelt es sich um einen 45-jährigen Mitarbeiter und eine 54-jährige Mitarbeiterin des Landratsamtes Neumarkt. Sie hatten den 60-Jährigen aufgesucht, um eine Waffenkontrolle im Rahmen seines legalen Waffenbesitzes durchzuführen.
Zugriff um 2.20 Uhr
Erst in den frühen Morgenstunden des Freitags, 9. Oktober, erfolgte der Zugriff. Gegen 2.20 Uhr drangen Polizeikräfte schlagartig in das Gebäude ein. Sie konnten den 60-jährigen Deutschen überwältigen und festnehmen.
Der genaue Tathergang ist noch unklar. „Zum Tatmotiv können derzeit noch keine Angaben gemacht werden“, teilt Graf mit. Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg ermittelt in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.
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