Gegen die Trockenheit: Wassersäcke für Grafenwöhrer Bäume
Gegen die Trockenheit: Wassersäcke für Grafenwöhrer Bäume
Grafenwöhr. Mit Wassersäcken verbessert die Stadtgärtnerei die Bewässerung der Bäume im Stadtgebiet. Erste Versuche waren erfolgreich, nun hat die Stadt mehrere Hundert davon bestellt.
Von Stefan Neidl
Den Bürgern sind sie schon aufgefallen: Die grünen Säcke, die seit kurzem unten an den Bäumen entlang der Alten Amberger Straße befestigt sind. Die Säcke sorgten für einige verwunderte Blicke sowie Anrufe bei Stadt und Bauhof. Bautechniker Oliver Fehr, Bürgermeister Edgar Knobloch und Stadtgärtnermeister Alexander Eismann erklären, was es damit auf sich hat.
Die Säcke spenden dem Baum für acht bis zehn Stunden Wasser.
“Kleine Löcher im Inneren ermöglichen eine konstante Wasserabgabe, anstelle eines einmaligen starken Gießens, was die Wurzeln oft gar nicht aufnehmen können.” Gleichzeitig wird dadurch der Boden stets feucht gehalten und der Stamm am Fundament von der Sonneneinstrahlung geschützt.
Bäume sind permanent bewässert
Durch die Reißverschlüsse an den Seiten der Säcke kann man diese verbinden, damit auch dicke Stämme einfach umschlossen werden können. Sechs Bäume in der Alten Amberger Straße dienten dabei als Versuchsobjekte. Die Säcke haben sich nun bewährt und die Stadt hat mehrere hundert davon bestellt.
Eismann bekam die Idee bei einem Besuch einer Messe. Die Methode sei besser für die Bäume. “Das einmalige Gießen dringt nicht richtig in das Erdreich. So ist gewährleistet, dass das Wasser in den Boden fließt und den Baum permanent bewässert”, erklärt der Stadtgärtnermeister.




