Gemeinsame Übung von oberpfälzer und tschechischen Rettungskräften
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Gemeinsame Übung von oberpfälzer und tschechischen Rettungskräften
Tirschenreuth/Karlsbad. Bei einer gemeinsamen Übung trafen rettungskräfte aus der Oberpfalz auf ihre Kollegen im tschechischen Karlsbad. Insgesamgt finden während der Projektlaufdauer fünf Schulungen in der „Welt der Rettungskräfte“ in Karlsbad statt. Diese Ausbildungen sind für die Rettungsdienstmitarbeiter beider Seiten.
Organisiert werden die Schulungen von den tschechischen Projektpartnern, der Universität Pilsen und dem Rettungsdienst der Region Pilsen. Die erste Veranstaltung in der „Welt der Rettungskräfte“ war am Dienstag (Übung Salvátor). Verantwortlich für die Organisation war Mgr. Petr Kunášek vom Rettungsdienst der Region Pilsen. Neben vier tschechischen Teams waren vier Teams aus Bayern vor Ort. Die vier bayerischen Teams wurden jeweils von einer Rettungsdienststudentin oder einem Rettungsdienststudenten aus Tschechien unterstützt.
Teams aus Bayern:
- Markus Popp und Markus Kirzdörfer (BRK Kreisverband Amberg-Sulzbach)
- Richard Cruz und Daniel Herzberg (BRK Kreisverband Tirschenreuth)
- Manuel Maierhöfer und Florian Dvorak (BRK Kreisverband Tirschenreuth)
- Hans Männer, Raimund Köstler und Bastian Maurer (BRK Kreisverband Tirschenreuth)
Beobachter aus Bayern:
- Manfred Aschenbrenner, Robert Konrad, Josef Ott und Daniela Owerdieck (Team Gü-RD)
- Herbert Winkler und Erwin Steiner (BRK Kreisverband Tirschenreuth)
- Dieter Hauenstein (BRK Bezirksverband Niederbayern/ Oberpfalz)
Für jedes der acht Teams galt es insgesamt vier Stationen mit unterschiedlichen Fallbeispielen zu meistern. Darunter ein männlicher Patient, welcher in der Gefängniszelle zusammengebrochen ist und anschließend wegen einem Herzinfarkt reanimiert werden musste. Oder einen aus großer Höhe abgestürzten Feuerwehrmann. Alle Patienten wurden von einem Kollegen des Tschechischen Roten Kreuzes geschminkt. Gemimt wurden die Patienten von Studenten der Universität Pilsen. Jede der vier Stationen wurde von einem Kommissar (Schiedsrichter) betreut, welcher eine Bewertung der Maßnahmen vornahm.
Manfred Mauerer vom Kreisverband Tirschenreuth betreute die Station mit dem abgestürzten Feuerwehrmann. Das Augenmerk lag während der Übung auf der Versorgung der Notfallpatienten. Aber auch der Patiententransport, die Dokumentation und die Übergabe des Patienten in einer Notaufnahme waren Bestandteil der Übung. So mussten bayerische Teams ihre Patienten stets in der tschechischen Notaufnahme des Übungsgeländes an das tschechische Klinikpersonal übergeben. Tschechische Rettungsdienstteams brachten ihre Patienten in die bayerische Notaufnahme. Die Notaufnahme des tschechischen Krankenhauses wurde von MUDr. Jiří Růžička vom Zdravotnická záchranná služba Plzeňského kraje (Rettungsdienst der Region Pilsen) betreut. Dr. med. Andreas Dauber (Chefarzt Zentrale Notaufnahme am Klinikum Weiden) übernahm die Betreuung in der deutschen Klinik.
Zusammenarbeit schulen, voneinander lernen
Ziel des Projekts ist die Ermittlung der Rahmenbedingungen der Rettungsdienstsysteme um schließlich daraus geeignete Bedingungen für einen grenzüberschreitenden Rettungsdienst in Bayern, in der Region Pilsen, Karlsbad und Südböhmen schaffen zu können. So standen die unterschiedliche Arbeitsweisen beim Notfallpatienten, die Besonderheiten bei der Patientenübergabe im Klinikum und die Dokumentation der alltäglichen Rettungsdiensteinsätze im Fokus der Übung und der sich nun anknüpfenden Datenauswertung.
Die Übung wurde nicht als Wettbewerb durchgeführt. Es ging nicht darum, das beste Team zu ermitteln. Gewinner waren letztendlich alle Teilnehmer, die an der Übung teilnahmen. Die anfängliche Skepsis ist bei allen schnell gewichen. Die Teilnehmer haben durchweg ein positives Fazit gezogen und konnten ihre eigenen Erfahrungen weiter ausbauen und mit einem Blick über den Tellerrand auch die Versorgungsstrategien der tschechischen Kollegen kennenlernen.
Fotos: GÜ-RD




