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Himmlische Weinprobe zum Kirchenjubiläum von St. Johannes

Weiden. Aus dem Rheinland stammt Pfarrvikar Dr. Achim Dittrich, der nicht nur Seelsorger, sondern auch Weinkenner ist.

Himmlische Weinprobe zum Kirchenjubiläum von St. Johannes

“Himmlische Weinprobe” im Pfarrheim St. Johannes. Foto: Helmut Kunz

“Der Wein erfreut des Menschen Herz”, heißt es im Psalm 104,15. Die Jubiläumsfeierlichkeiten in St. Johannes (70 Jahre) gingen am Samstagabend mit einer “Himmlischen Weinprobe” in die zweite Runde. Pfarrvikar Dr. Achim Dittrich ist neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit in der Pfarreiengemeinschaft Herz Jesu und St. Johannes, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutum Marianum Regensburg.

Er ist aber auch Rheinländer und von Geburtswegen schon Weinkenner. Bevor man Wein trinke, solle man zuerst das Glas schwenken, gab er den Weinprobierenden im vollbesetzten Pfarrsaal als guten Tipp an die Hand. “Man nehme ein Schlückchen und lasse es über die Zunge fließen.”

Der Wein verströmt Geschmacksaromen

“Riechen Sie zunächst, welche Geschmacksaromen der Wein verströmt. Bei einigen tut sich nichts. Aber es gibt welche, die haben eine prächtige Blume.” Riechen sei allerdings eine subjektive Sache und wirke nicht bei allen Menschen gleich. Deshalb komme es vor allem auf den Geschmackssinn an. “Die Zunge ist ein biologisches Wunderwerk mit Tausenden von Geschmacksknospen, verteilt in den unterschiedlichen Regionen der Zunge.” Süß, sauer, bitter. All diese könne mit der Zunge erspürt werden. “Auch Schlürfen ist erlaubt. Eine Unsitte zwar. Aber beim Weinkosten kann das ruhig auch mal ein Geräusch machen.”

Brot und Wasser zum Neutralisieren

Auf den Tischen standen Brot und Wasser. Nicht gegen Hunger und Durst, sondern um den jeweiligen Weingeschmack zwischen den einzelnen Proben zu neutralisieren. “Spätestens nach dem fünften Wein, schmeckt man sonst nichts mehr.” Überschaubare sieben Weinsorten kredenzte der Pfarrer unter Mithilfe von Pfarrgemeinderatssprecher Alois Schröpf seinen Gästen. Vorwiegend stammten die Reben aus seiner Heimat Rheinland Pfalz, wohin er sich übrigens im März nächsten Jahres verabschieden wird. Es wurde auch ein Wein aus Mähren verköstigt.

Christlicher Bezug

Alle hatten einen christlichen Bezug, mittels der Lage oder der Sorten-Bezeichnung. Weine vom “Deidesheimer Paradiesgarten”, über den “Deidesheimer Mariengarten” bis zum “Arzheimer Seligmacher”. Die Veranstaltung war kurzweilig und mit Informationen, Anekdoten und Mundart-Liedern angefüllt. Auch Liedzettel lagen auf. Gestartet wurde der Liederreigen im Rheinpfälzer Dialekt: “Der Wein geht ins Blut und das ist nicht so gut. Das kann sogar ganz g’fährlich sein.”

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