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Jugendbeauftragte starten Netzwerk für neue Amtszeit im Landkreis Neustadt

Neustadt/WN. Die neu gewählten kommunalen Jugendbeauftragten des Landkreises trafen sich im Kreisjugendamt zum Auftakt der neuen Wahlperiode, um ein Netzwerk zu starten und erste Ideen für mehr Jugendbeteiligung zu schmieden.

Jugendbeauftragte starten Netzwerk für neue Amtszeit im Landkreis Neustadt

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Bild: Landratsamt Neustadt a. d. Waldnaab / Stefanie Sigl

Zum ersten gemeinsamen Treffen der neu gewählten kommunalen Jugendbeauftragten hatte die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises am 25. Juli 2026 in die Räume des Kreisjugendamtes eingeladen. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen standen die Aufgaben der Jugendbeauftragten, der Aufbau eines landkreisweiten Netzwerks und erste Ideen für die kommende Amtszeit im Mittelpunkt.

Ideen und Anliegen der Jugendbeauftragten

Für einen lockeren Einstieg sorgte der sogenannte „Super-Hero-Pitch“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stellten Themen vor, die ihnen in der Jugendarbeit besonders wichtig sind, und überlegten, welche „Superkraft“ ihnen bei ihrer Arbeit helfen könnte. Dabei wurden bereits zahlreiche gemeinsame Anliegen sichtbar. Genannt wurden unter anderem geeignete Treffpunkte für Jugendliche, bessere Möglichkeiten der Jugendbeteiligung sowie die Prävention und der verantwortungsvolle Umgang mit digitalen Medien.

Anschließend gab Stefanie Sigl von der Kommunalen Jugendarbeit einen Überblick über die Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten der Jugendbeauftragten. Diese vertreten auf kommunaler Ebene die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und bringen deren Perspektiven in die Arbeit der Gemeinden ein. Wichtige Voraussetzungen dafür sind ein klares Aufgabenprofil und eine gute Vernetzung mit den örtlichen Vereinen, Schulen, Jugendgruppen und weiteren Ansprechpartnern.

Aufgabenprofil und Vernetzung als Basis

Im fachlichen Austausch wurde zudem die Verantwortung der Gemeinden für die Jugendarbeit thematisiert. Nach Artikel 30 des Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze sollen die Kommunen im eigenen Wirkungskreis Angebote für junge Menschen schaffen. Dazu gehören neben der wichtigen Vereinsarbeit auch offene Angebote im Sinne des Kinder- und Jugendhilferechts. Ziel muss es sein, langfristig geeignete Strukturen und Räume für Jugendliche zu entwickeln. Eine aktive Beteiligung junger Menschen stärkt dabei nicht nur die jeweilige Kommune, sondern auch das demokratische Miteinander.

Bild: Landratsamt Neustadt a. d. Waldnaab / Stefanie Sigl

Martin Neumann, Geschäftsführer des Kreisjugendrings, stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem die Arbeit und die Unterstützungsangebote des Kreisjugendrings vor. In der anschließenden Diskussion ging es vor allem um die ersten Schritte im neuen Amt und die Frage, wie eigene Projekte vor Ort erfolgreich angestoßen werden können.

Unterstützung durch Kreisjugendring und erste Schritte vor Ort

Nach einer Pause arbeiteten die Jugendbeauftragten ihre Ideen weiter aus. Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Themen sie in ihren Gemeinden voranbringen möchten, welche Zielgruppen angesprochen werden sollen und welche Partner für die Umsetzung benötigt werden. Zudem wurde gemeinsam beraten, wie aus einer ersten Idee ein konkretes Vorhaben entstehen kann.

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Das Treffen diente zugleich dem Aufbau eines dauerhaften Netzwerks. Die Jugendbeauftragten tauschten ihre Kontaktdaten aus und signalisierten großes Interesse an gemeindeübergreifenden Projekten. Ergänzend zu den halbjährlichen Treffen auf Landkreisebene sollen künftig auch regionale Zusammenkünfte ermöglicht werden.

Blick nach vorn: Sechs Jahre Zusammenarbeit

Zum Abschluss blickten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam auf die bevorstehende sechsjährige Amtszeit. Die Kommunale Jugendarbeit zog ein positives Fazit: Das erste Treffen habe gezeigt, dass zahlreiche Ideen, Engagement und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorhanden seien. Mit einem starken Netzwerk und fachlicher Unterstützung seien gute Voraussetzungen für eine lebendige und zukunftsfähige Jugendarbeit im Landkreis geschaffen.

Vertreten waren die Gemeinden Altenstadt an der Waldnaab, Eschenbach, Eslarn, Flossenbürg, Kohlberg, Moosbach, Neustadt/WN, Pleystein, Schlammersdorf, Schwarzenbach, Störnstein, Vohenstrauß und Windischeschenbach.

Nächstes Treffen im Oktober

Das nächste landkreisweite Treffen der Jugendbeauftragten findet am Dienstag, 27. Oktober 2026, statt. Dazu ist ein Fachvortrag der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus vorgesehen.

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