Jungen Menschen eine Stimme geben: Besuch aus Berlin
Jungen Menschen eine Stimme geben: Besuch aus Berlin
Rund 70 Schülerinnen und Schüler aus der siebten und achten Klasse der Mittelschule Pressath konnten am 5. Mai den SPD-Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch zu einer Diskussionsrunde begrüßen. Grötsch war der Einladung des Geschichts- und Politiklehrers Jan Wiltsch gefolgt, unter den Gästen befand sich auch der Pressather Bürgermeister Bernhard Stangl.
Aus der Region in den Bundestag
„Als Träger des ‚Gütesiegels Demokratie‘ legen wir besonderen Wert darauf, dass politische Bildung und das Verständnis für demokratische Entscheidungsfindungen an unserer Schule gelehrt und gelebt werden“, erläuterte Wiltsch. Uli Grötsch referierte über seine Arbeit in Berlin und erklärte, warum ihm die Termine im Wahlkreis so wichtig sind: „Als Bundestagsabgeordneter will ich immer ansprechbar sein, denn nur so kann ich die Menschen aus unserer Region in Berlin vertreten. Dazu gehört auch, den jungen Menschen eine Stimme zu geben.“
Aktuelles diskutiert
Den Krieg in der Ukraine thematisierte er dabei ebenso wie die steigenden Lebenshaltungskosten, den Klimawandel und die heftigen Diskussionen um die Aktionen der „Letzten Generation“ oder die geplante Cannabis-Legalisierung.
Anschließend ergriffen die Mittelschüler das Wort. Dabei interessierten sie sich vor allem für Fragen rund um die Freigabe von Cannabis und die Zuwanderung nach Deutschland. Diese befürworteten alle, die sich zu Wort meldeten, und betonten dabei, wie wichtig Kenntnisse der deutschen Sprache sind. „Zuwanderung finde ich völlig okay, solange die Regeln und Gesetze eingehalten werden“, fasste der 15- jährige Tamino die allgemeine Stimmung zusammen.
Mitmachen und engagieren
Grötsch ermutigte die jungen Leute, sich selbst politisch zu engagieren und mitzugestalten: „Nur wer sich einbringt, der bestimmt selbst über sein Leben mit. Das beginnt schon in der Kommunalpolitik im eigenen Heimatort.“ Auf diesem Wege sei er auch selbst „wie die Jungfrau zum Kind“ in die Politik und letztlich in den Bundestag geraten. Fragen auf seinen Social-Media-Accounts würde er selbstverständlich jederzeit beantworten.
Viele Schülerinnen und Schüler nutzten am Ende die Möglichkeit, gemeinsame „Selfies“ mit dem prominenten Besuch zu machen. „Politik zum Anfassen, das ist es, was das Demokratieverständnis unserer Schülerinnen und Schüler fördert“, fasste Jan Wiltsch den Vormittag an der Pressather Mittelschule zusammen.




