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MSR Bertelshofer
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Marc Terenzi zurück bei Traumatica: Wo der Horror lebendig wird

Weiden. Marc Terenzi kennt nicht nur den Europa-Park und die düsteren "Traumatica"-Nächte. Auch in Weiden hat der Sänger seine Spuren hinterlassen: Mit der Stripshow "The Sixx Paxx" stand er in der Max-Reger-Halle auf der Bühne. Jetzt ist Terenzi zurück an einem anderen Ort, der eng mit seiner Karriere verbunden ist: Bei der Vorpremiere von "Traumatica" im Europa-Park in Rust tauchte er wieder in die Welt des Horrors ein, die er einst selbst mitprägte. Furchteinflößende Darsteller, beeindruckende Kulissen, modernste Technik, Laser, Irrgärten und spektakuläre Shows erwarteten die Besucher. Im Gespräch mit dem "Oberpfalzecho" erzählt Terenzi von seiner Rückkehr, seinem neuen Leben auf Mallorca.

Marc Terenzi zurück bei Traumatica: Wo der Horror lebendig wird

„Traumatica“ im Europa-Park. Foto: Helmut Kunz
Marc Terenzi mit Freundin. Foto: Helmut Kunz
Marc Terenzi fühlt sich pudelwohl im Europa-Park. Foto: Helmut Kunz
„Traumatica“ im Europa-Park. Foto: Helmut Kunz
„Traumatica“ im Europa-Park. Foto: Helmut Kunz
„Traumatica“ im Europa-Park. Foto: Helmut Kunz
„Traumatica“ im Europa-Park. Foto: Helmut Kunz

Marc Terenzi kennt große Bühnen. Seine Karriere begann mit der Boyband „Natural“, später folgte seine Solokarriere. Der US-Amerikaner war mit der deutschen Popsängerin Sarah Connor verheiratet. Fernsehen, Musik und Unterhaltung begleiteten seinen Weg. Dann kam Rust.

Horror zur Halloween-Zeit

Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter des Europa-Parks Michael Mack entwickelte Terenzi einst die „Terenzi Horror Nights“. Aus der ursprünglichen Idee entwickelte sich über die Jahre das heutige „Traumatica“. Terenzi hatte großen Anteil daran, dass sich der Horror im Europa-Park zu einem festen Bestandteil der Halloween-Zeit entwickelte.

Terenzi kennt die Arbeit

Nun ist er zurück. Nicht als Besucher, der einfach nur einmal durch die Nacht schlendert. Terenzi schaut genau hin. Er kennt die Anfänge und weiß, wie viel Arbeit hinter einem überzeugenden Horror-Erlebnis steckt.

Jede Attraktion ist einzigartig

Einige der Häuser hat er bereits selbst besucht. Sein Urteil fällt eindeutig aus. „Sehr gut gemacht“, sagt Terenzi. Und dann: „Perfekt. Jede Attraktion ist einzigartig.“

Alles Inszenierung

Was ihn besonders beeindruckt, sind die Menschen, die hinter dem Schrecken stehen. Furchteinflößende Darsteller sind überall unterwegs. Sie bewegen sich durch die Dunkelheit, lauern an den Wegen und tauchen dort auf, wo man sie am wenigsten erwartet. Jeder Blick, jede Bewegung und jeder Schrei gehört zur Inszenierung.

Monster, Zombis und andere düsteres Gestalten

„Alle Mitwirkenden verstehen ihr Handwerk“, sagt Terenzi. Auch das Make-up fällt ihm auf und die Verwandlung der Darsteller. Aus Menschen werden Monster, Zombies oder andere düstere Gestalten. Manche Gesichter wirken so realistisch, dass man zweimal hinschauen muss.

Grammer Solar
Grammer Solar

Beeindruckende Kulissen

Dazu kommen beeindruckende Kulissen. Verlassene Welten, düstere Räume, ein Maisfeld, ein Hügel, enge Gänge und labyrinthartige Wege in einem Zirkuszelt erzeugen eine Atmosphäre, in der man schnell die Orientierung verliert. Modernste Technik verstärkt den Effekt. Licht, Sound und Spezialeffekte greifen ineinander.

Tümpel aus Laserlicht

Und dann sind da diese Tümpel aus Laserlicht, die durch die Dunkelheit schneiden. Ein kurzer Moment der Ruhe und plötzlich ein Schock – auch aus der Tiefe. Eine Tür schlägt. Ein Schatten bewegt sich. Eine Kreatur steht plötzlich direkt vor einem. Schockmomente gehören bei „Traumatica“ zum Programm.

Blankes Entsetzen

Wer die Horror-Häuser betritt, kann nicht einfach nur zuschauen. Er erlebt die Geschichte. In „Wakala’s Wonderland“ wird eine bunte Welt plötzlich zum blanken Entsetzen. „Day 1“ versetzt die Besucher in eine Welt nach dem Ausbruch der Apokalypse. Dunkle Gänge, bedrohliche Geräusche und unerwartete Begegnungen sorgen für Nervenkitzel. Und in „THE HOTEL“ wird das Publikum selbst Teil der Geschichte. Dazu kommen Irrgärten, über denen vermeintliche Hubschrauber kreisen und in denen die Orientierung verloren geht. Man weiß nicht, ob der Weg tatsächlich zum Ausgang führt oder ob hinter der nächsten Ecke bereits das nächste Monster wartet.

Stroboskopblitze

Überall passiert etwas. Ein Geräusch aus der Dunkelheit. Ein Schatten. Ein Lichtblitz. Ein Schrei. Dann wieder Stille. „Traumatica“ beschränkt sich dabei nicht auf die Horror-Häuser. Spektakuläre Shows gehören ebenso zum Erlebnis. Auf dem Gelände verschmelzen Bühne, Eislauffläche, Musik, Licht, Akrobatik und düstere Inszenierungen zu einem großen Halloween-Spektakel. Laser und Stroboskopblitze schneiden durch den Nebel. Licht taucht ganze Bereiche in unheimliche Farben. Geräusche kommen aus allen Richtungen.

„Traumatica“ für den Halloween-Fan

Man weiß irgendwann nicht mehr, wo die Show endet und die nächste Überraschung beginnt. Für Halloween-Fans ist genau das der Moment, auf den sie gewartet haben. „Traumatica“ muss man nicht nur gesehen, man muss es erlebt und am eigenen Leib gespürt haben. Denn irgendwo steht schon das nächste Monster.

Aufwendige Horror-Welt

Für Marc Terenzi dürfte die Rückkehr deshalb besonders emotional sein. Er war dabei, als die „Terenzi Horror Nights“ entstanden. Er kennt die ersten Schritte des Konzepts. Jetzt steht er mitten in einer deutlich größeren und technisch aufwendigeren Horror-Welt.

Rückkehrer

Er kommt als Rückkehrer, als Gast, und sieht, wie sich das Projekt entwickelt hat. Dass er von den heutigen Attraktionen so angetan ist, dürfte deshalb besonderes Gewicht haben. „Jede Attraktion ist einzigartig“, sagt er.

Karriere begann mit Boygroup „Natural“

Terenzis eigene Karriere hat inzwischen ebenfalls viele Kapitel. Sie begann mit „Natural“, führte ihn zur Solokarriere und später in mehreren Bereiche der Unterhaltungsbranche.

Mit „Sixx Paxx“-Show 2019 in Weiden

Mit „The Sixx Paxx“ wurde er erneut zum Showman. Die Stripshow führte ihn auch nach Weiden, wo er im November 2019 in der Max-Reger-Halle auftrat. Mit „Sixx Paxx“ ist er noch immer gelegentlich unterwegs, wie er erzählt. Aber sein Leben spielt sich inzwischen vor allem an einem anderen Ort ab: auf Mallorca. Dort lebt Terenzi mit seiner neuen Partnerin Priscilla DiLaura. Und dort hat er sich ein neues Standbein aufgebaut: eine Eisdiele.

Leben auf der Ferieninsel

Sonne, Eis und das Leben auf der Insel bestimmen inzwischen seinen Alltag. Ganz verabschiedet hat er sich von der Unterhaltungswelt aber nicht. Fernsehen und Reality-TV gehören weiterhin dazu. Auch musikalisch möchte Terenzi wieder mehr machen.

Terenci im „Vampire’s Club“

Für die Jubiläumssaison ist er nun noch einmal nach Rust gekommen. Im „Vampire’s Club“ wird er an den ersten beiden Veranstaltungswochenenden auftreten. Nicht auf einer klassischen Bühne, sondern mitten in der düsteren Atmosphäre des Clubs. Marc Terenzi kennt den Horror von früher. Doch auch er muss anerkennen, was aus der Idee geworden ist. „Perfekt.“ Mehr muss man eigentlich nicht sagen.