Offiziere aus Weiden stärken Teamgeist im Mangfallgebirge

Offiziere aus Weiden stärken Teamgeist im Mangfallgebirge
Zwischen Berg und Fluss: Offizierskorps des Panzerartilleriebataillons 131 im Mangfallgebirge. Wasser, Fels und Geschichte: Für das Offizierskorps stand eine besondere Ausbildungswoche auf dem Programm. Statt des gewohnten Dienstalltags in der Kaserne ging es gemeinsam in die Berge. Auf der Soinhütte am Wendelstein verbanden die Offiziere des Panzerartilleriebataillons 131 und die Truppenärzte des Standortes Weiden eine militärische Ausbildung mit sportlichen Herausforderungen, Teambuilding und politischer Bildung.
Vertrauen, Kommunikation und Leistung
Beim Rafting auf der Isar am letzten Tag wurde deutlich, worauf es bei der gemeinsamen Woche ankam: Vertrauen, Kommunikation und Zusammenarbeit. Im Schlauchboot musste jeder seinen Beitrag leisten, denn gegen die Strömung kommt man nur gemeinsam an. Auch die körperliche Leistungsfähigkeit wurde in verschiedenen Aufstiegen auf die Probe gestellt. Dabei ging es nicht allein darum, individuelle Grenzen auszuloten. Vielmehr stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich eine Gruppe auch unter körperlicher Belastung gegenseitig motiviert und unterstützt.
„Führung bedeutet nicht, immer vorneweg zu gehen. Manchmal bedeutet Führung auch, dafür zu sorgen, dass alle gemeinsam das Ziel erreichen.“ So fasste einer der Offiziere einen wesentlichen Gedanken der Ausbildungswoche zusammen.
Training am Fels und Verantwortung
Besonders anspruchsvoll wurde es bei der Gebirgsausbildung. Unter Anleitung eines Heeresbergführers aus den Reihen des Bataillons ging es an den Felsen. Beim Klettern waren Konzentration, gegenseitiges Vertrauen und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein gefragt. Gerade in diesem Umfeld wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können.
Doch die Ausbildungswoche sollte nicht ausschließlich körperlich fordern. Einen wichtigen Bestandteil bildete die politische Bildung. Im Dokumentationszentrum Obersalzberg beschäftigten sich die Offiziere mit der Geschichte des Nationalsozialismus und der Bedeutung des historischen Ortes. Die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit bildet dabei einen wichtigen Bestandteil des soldatischen Selbstverständnisses und der politischen Bildung in der Bundeswehr.
Geschichte, Grundgesetz und Werte
Anschließend führte der Weg zur Herreninsel im Chiemsee. Dort stand die Entstehung des Grundgesetzes im Mittelpunkt. In den Räumen des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts erarbeiteten die Teilnehmer die historischen Hintergründe der Verfassung und setzten sich mit ihrer Bedeutung für Staat, Gesellschaft und die Bundeswehr auseinander.
„Wir wollten bewusst unterschiedliche Bereiche miteinander verbinden: körperliche Leistungsfähigkeit, gemeinsames Erleben, Gebirgsausbildung und politische Bildung. Gerade die Mischung macht eine solche Woche wertvoll“, erklärte der Kommandeur Oberstleutnant Stefan Zadlo.
Stärkung des Offizierskorps
Am Ende der Woche stand damit mehr als nur eine Reihe erfolgreich absolvierter Ausbildungsabschnitte. Die gemeinsamen Herausforderungen auf dem Wasser und am Felsen, die sportliche Belastung und die intensive Auseinandersetzung mit Geschichte und Verfassung boten Gelegenheit, das Offizierskorps auch abseits des normalen Dienstbetriebs als Team zu stärken.
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