Partnerschaft mit 15. Pionier-Bataillon in Erbendorf neu belebt

Partnerschaft mit 15. Pionier-Bataillon in Erbendorf neu belebt
Die Stadt Erbendorf und das 15th Engineer Battalion (15. Pionier-Bataillon) der US-Armee in Grafenwöhr knüpfen an ihre vor Jahren geschlossene Partnerschaft an. Bei einem Besuch im Rathaus empfing Bürgermeister Bernhard Schmidt die Führung des Bataillons, angeführt von Kommandeur Lieutenant Colonel Daniel Tabacchi und Captain Jason Green, um die langjährige Partnerschaft aktiv wiederzubeleben und mit frischem Leben zu erfüllen.
Partnerschaft zwischen Erbendorf und US-Pionieren seit 2013
Die Verbindung zwischen der Stadt Erbendorf und den US-Pionieren reicht zurück ins Jahr 2013. Damals war der Impuls direkt von der Einheit ausgegangen, die nur wenige Monate zuvor im Juli 2013 von Schweinfurt nach Grafenwöhr verlegt worden war. Dem Bataillon gehören rund 500 US-Soldaten sowie gut 1.500 Familienangehörige an.
Der damalige Bürgermeister Hans Donko und der Stadtrat hatten diesen Wunsch damals nur zu gerne aufgegriffen. Ziel der Partnerschaft war und ist es, den Kontakt zwischen den Soldaten, deren Familien und der Erbendorfer Bevölkerung nachhaltig zu fördern, einzubinden und insbesondere Begegnungen der Menschen zu ermöglichen. Im Dezember 2013 wurde die Partnerschaft im Rahmen eines feierlichen Festaktes im Kolpinghaus offiziell besiegelt.
Gelebter Austausch zwischen Erbendorfern und US-Soldaten
Wie Bürgermeister Bernhard Schmidt anmerkte, wurde diese Freundschaft auf vielfältige Weise gelebt: durch sportliche Begegnungen wie Fußballspiele im Sportzentrum Kreinzl, gegenseitige Besuche von Volksfesten wie dem Bürgerfest oder das Begehen amerikanischer Traditionen wie dem Thanksgiving Day. „Der Austausch ist seit Jahren fest im Veranstaltungskalender verankert.“
Über ein Jahrhundert Pioniergeschichte
Das 15. Pionier-Bataillon blickt als „Echelon above Brigade (EAB)“-Einheit der 18. Militärpolizei-Brigade auf eine über ein Jahrhundert umspannende Geschichte zurück. Gegründet am 3. Juni 1916 als 5. Reserve-Ingenieur-Regiment in Oakmont (Pennsylvania), wurde sie 1917 zum 15. Engineer Battalion umbenannt und war als erste US-Pioniereinheit im Ersten Weltkrieg in Frankreich im Einsatz, wo sie unter anderem Eisenbahnstrecken reparierte sowie Krankenhäuser und Versorgungslager errichtete.
Auch im Zweiten Weltkrieg spielte die Einheit eine tragende Rolle: Nach ihrer Reaktivierung im Juli 1940 kämpfte sie in Nordafrika, bei der Invasion von Sizilien, beim D-Day und war maßgeblich an der Einnahme der Ludendorff-Brücke über den Rhein bei Remagen beteiligt. Nach Einsätzen im Korea- und Vietnamkrieg sowie mehrjährigen Inaktivierungsphasen unterstützt das Bataillon seit 2008 wieder US-Einheiten in Europa, Kuwait, Afghanistan und darüber hinaus.
Blick in die Zukunft der Zusammenarbeit
An diese Geschichte und die geschlossene Partnerschaft möchten Bürgermeister Schmidt und die neue Bataillonsführung nun nahtlos anknüpfen. Schmidt betonte beim Rathaustreffen seinen großen Dank gegenüber Lieutenant Colonel Daniel Tabacchi und Captain Jason Green für den konstruktiven Austausch. Um die Integration und das gegenseitige Verständnis zwischen den US-Familien und den Bürgern weiter zu vertiefen, sind für die kommenden Monate bereits gemeinsame Veranstaltungen und Aktivitäten in Planung. „Wir freuen uns darauf, das Miteinander von amerikanischer und deutscher Kultur auch in Zukunft aktiv mitzugestalten“, so Schmidt abschließend.
Wenn Du OberpfalzECHO als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Dich auf.
Füge jetzt OberpfalzECHO Deinen Quellen hinzu!




