Vitale Jubilarin Margit Bruckner feiert 90. Geburtstag in Etzenricht

Vitale Jubilarin Margit Bruckner feiert 90. Geburtstag in Etzenricht
Margit Bruckner feiert ihr 90. Wiegenfest. Die humorvolle und vitale Jubilarin zeichnet sich durch facettenreiche Aktivitäten aus und ist in eine große Familie eingebunden. Aufgewachsen ist sie im „Fünf-Mäderl-Haus“ im Ortsteil Radschin. Die vielseitige und humorvolle Etzenrichterin vereinte Familie und Haushalt mit Gastwirtschaft, Getränkevertrieb und Arbeit im Gymnasium.
Feier im Kreis der Familie
Treffpunkt Weiherhammerstraße war die angesagte Adresse für die große Familie, Freunde und Nachbarn am zurückliegenden Wochenende. Grund dafür war eine markante Jahreszahl, denn Margit Bruckner feierte ihren 90. Geburtstag in ihrem Haus, das sie in einer familiären Hausgemeinschaft bewohnt. Sie wird dort von ihrer Tochter Lisa umsorgt. Natürlich waren Kinder, Enkel und Urenkel präsent und beglückwünschten ihre Mutter, Oma und Uroma zum Wiegenfest. Inzwischen zählen zum Kreis ihre Kinder Lisa, Hans und Doris sowie acht Enkel und zehn Urenkel. Die geringe „Reichweite“ der Wohnorte des Nachwuchses direkt im Dorf und in den Nachbargemeinden ermöglicht häufige und regelmäßige Kontakte. Die Jubilarin ist im Ortsteil Radschin und im ganzen Dorf bekannt und genießt hohe Wertschätzung.
Aufgewachsen im „Fünf-Mäderl-Haus“ in Radschin
Der Bekanntheitsgrad ist mit ihrer Vita verbunden, denn sie wuchs zusammen mit ihren vier Schwestern in der Gaststätte „Zur Haidenaab“ auf. Das „Fünf-Mäderl-Haus“ mit der gemütlichen, holzvertäfelten Gaststube war ein außergewöhnlich beliebter Anlaufpunkt für die „Atzariade“ und für Gäste aus der Umgebung. Die Eltern, Babette und Heiner Paulus, betrieben die Wirtschaft bis in das Jahr 1965. Danach übernahm Margit zusammen mit ihrem Ehemann Fritz die Wirtschaft und führte diese bis 1970. Aus gesundheitlichen Gründen stellte das Paar den Betrieb ein. In Glanzzeiten gab es gleichzeitig sechs Gaststätten im Ort, zwei davon im Gemeindeteil Radschin.
Vom Getränkehandel bis zum Gymnasium: ein bewegtes Leben
Durch einen perfekten Um- und Ausbau ist von der einstigen Nutzung nichts mehr zu erkennen. Früher verlief dort die Route, auf der Arbeitnehmer aus Weiden und der Umgebung in Richtung Hüttenwerk oder in das angrenzende Industriegebiet unterwegs waren. Fritz Bruckner unterhielt in der Folge mit Margits Unterstützung einen gut florierenden Getränkehandel einschließlich mobilem Vertrieb an Haushalte und Verkaufsstellen mit Biersorten einer Hofer Brauerei. Zum Start nutzte er die historischen Bierkeller am Fuße des Schul- und Kirchberges als Lagerstätte. Viel zu früh, an Silvester 2001, verstarb der Ehemann. Die Mutter und Hausfrau arbeitete mit ihrer Tatkraft zudem 33 Jahre als Reinigungskraft im Weidener Augustinus-Gymnasium. „Hier war sie überaus beliebt, manchmal aber auch gefürchtet“, berichtet die Tochter und ergänzt: „Letzteres natürlich nur dann, wenn Lehrer und Schüler den noch nicht trockenen Fußboden betraten.“
Die Freizeitgestaltung dominiert aktuell das Lesen von Büchern und das tägliche Studieren der druckfrischen Tageszeitung Der Neue Tag. Hauptinteresse gilt dabei nach wie vor der Politik auf allen Ebenen und „König Fußball“, so die Information aus dem Familienkreis über die humorvolle Seniorin. Margit gilt als eine exzellente Schafkopfspielerin. Basis dafür war ihre „Lehrzeit“ in der eigenen Gaststätte. Stellvertretend für die Bürgerinnen und Bürger und den Gemeinderat überreichte Bürgermeister Martin Schregelmann die Blumengrüße und übermittelte die besten Wünsche.
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