Zehnjährige Sanierung der St.-Anna-Kirche in Vorbach abgeschlossen

Zehnjährige Sanierung der St.-Anna-Kirche in Vorbach abgeschlossen
„Mutter Anna, starke Frau, die sich neigte allen Dingen, wachend schon im Morgentau.“ Die Mutter Marias und damit die Großmutter Jesu Christi stand am Sonntag beim Patronatsfest der Pfarrei ebenso im Mittelpunkt wie der dankbare Blick auf das glückliche Ende einer zehn Jahre dauernden gründlichen Sanierung des Vorbacher Gotteshauses. Die Pfarrgemeinde hatte allen Grund zu jubilieren und den vielen Menschen zu danken, denen „St. Anna“ in Vergangenheit und Gegenwart ein Herzensanliegen war und ist. Vorbach demonstrierte am Sonntag in einer Zeit verwaister Kirchenbänke Hoffnung, Gemeinschaft und volle Herzen.
Ein Festtag voller Dankbarkeit und Gemeinschaft
Für die katholische Pfarrei und die Gemeinde war der 26. Juli ein außergewöhnlicher Festtag, beginnend mit einem farbenfrohen Kirchzug, einem leuchtenden Blumenteppich vor St. Anna und einem Festgottesdienst, bei dem Hauptzelebrant Abt em. Hermann Josef Kugler die Größe von Mutter Anna als Schutzpatronin der Frauen und Mütter in den Mittelpunkt der Predigt.
In Vertretung des Regensburger Weihbischofs Reinhard Pappenberger stellte der Abt das Bild der Heiligen Anna in einen Kontext zu den Leistungen der Frauen in Familie, Beruf und Gesellschaft. Der heutigen Kultur der Oberflächlichkeit und des Wohlstandstrebens setzte der Kirchenmann die Forderung entgegen, sich vom ökonomischen Denken zu befreien und in gesellschaftlicher Verantwortung den Hilfsbedürftigen die Hand zu reichen. „Befreien wir uns vom Wahn, perfekt zu sein, und dienen wir der Gesellschaft“, lautete das Credo des Predigers auch mit Blick auf das Beispiel der Herzenswärme von Mutter Anna.
Den Gemeinschaftsgeist stärken
Mit diesem Bild vor Augen unterstrich der Administrator des Klosters Speinshart die grundlegende Ansicht, dass die Menschen ein Band der Solidarität prägten. Ein Gemeinschaftsgefühl, das auch die Vorbacher Pfarrgemeinde prägt, wie Ortspfarrer Prior Adrian Kugler bei seinem zusammenfassenden Rückblick auf die circa 900.000 Euro teure Restaurierungsmaßnahme der St.-Anna-Kirche anerkennend feststellte. Das Lob war vielfältig und reichte von den finanziellen Hauptakteuren der Bischöflichen Finanzkammer, der politischen Gemeinde Vorbach und der Kirchenstiftung Speinshart bis zu den vielen privaten Einzelspenden und einem starken Team ehrenamtlicher Helfer.
Viele Vergelt’s Gott
Zum gelungenen Kraftakt gratulierte der Ortsgeistliche auch den beteiligten Firmen und Handwerkern. „Lasst uns diese Kirche wieder Heimat sein!“ Mit diesem Appell verband Pfarrer Adrian auch viel Lob für eine „Triebfeder“ der Kirchenrestaurierung. In Anerkennung des großen Engagements durfte sich Kirchenpfleger Robert Biersack über ein gutes schottisches „Wasser des Lebens“ freuen. Blumen gab es für Ehefrau Monika. Ein Vergelt’s Gott erhielt auch die Feuerwehr Vorbach. Der Versammlungsraum der Wehr diente während der Innenrestaurierung von St. Anna als Gottesdienstraum. „So viele Messen gab es noch nie in einem Feuerwehrhaus“, scherzte der Pfarrer, um gleichzeitig weitere Herausforderungen anzukündigen. „Auch die Expositurkirche in Oberbibrach wartet auf eine Sanierung!“
Würdigung und festlicher Ausklang
Musikalisch umrahmte die Festmesse ein Ensemble der Jugendblaskapelle der Musikschule im Vierstädtedreieck unter der Leitung von René Bauer. An der Orgel „zauberten“ Wiebke Thaller und Florian König. Dem „liturgischen Feuerwerk“ folgten Würdigungen durch den stellvertretenden Landrat Albert Nickl und Bürgermeister Alexander Goller. Die Schwerpunkte der Restaurierungsarbeiten erläuterte Architektin Helga Rembeck. Das Jubilieren der Kirchengemeinde, der Vorbacher und der Vereinswelt der Gemeinde setzte sich in Anwesenheit vieler Festgäste und von Vertretern der am Bau beteiligten Firmen und Handwerker am Gemeindezentrum fort. Bei herzhaften bayerischen Schmankerln und bei Kaffee und Kuchen umrahmten das fröhliche Feiern die Speinsharter Klosterbläser mit Verstärkung aus der Abtei.
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