Blutgräfin-Krimidinner fesselt Publikum in Oberviechtach

Blutgräfin-Krimidinner fesselt Publikum in Oberviechtach
Das OVIGO Theater hat erneut ein umfassendes Jahresprogramm mit zahlreichen verschiedenen Stücken und Formaten. Die Produktionen mit der stets höchsten Auslastung sind nach wie vor die Dinner mit Killer. Diese Krimidinner überzeugen mit der besonderen Mischung aus spannendem Schauspiel mit viel Witz, unheimlichen Elementen und einem leckeren Menü in besonderer Atmosphäre immer wieder aufs Neue. Am vergangenen Freitag war das höchst erfolgreiche Dinner mit Killer „Das Geheimnis der Blutgräfin“ im Emil-Kemmer-Haus Oberviechtach zu Gast.
Publikum als Bühne – packende Inszenierung
Ein Teil der Schauspiel-Crew nahm mitten unter den Besuchern Platz und offenbarte sich erst nach und nach. Beim Dinner mit Killer gibt es keine Bühne. Die Spielfläche ist quasi das Publikum selbst, denn gespielt wird zwischen den Tischen und mitten unter den Gästen. Eröffnet wurde der Abend von János Báthory, der den Gästen erklärte, dass man sich im Jahr 1971 auf dem mythenumrankten Schloss Schächtitz in den Karpaten befinden würde, wo Ende des 16. Jahrhunderts Elisabeth Báthory ihr Unwesen getrieben hatte, die wegen 612 ermordeter jungfräulicher Dienstmädchen im Guinness-Buch der Rekorde steht. Sie bekam den Titel Blutgräfin verliehen und wurde zur Vorlage für zahlreiche Vampirgeschichten. Der Überlieferung nach soll sie die Dienstmädchen umgebracht und in ihrem Blut gebadet haben, um sich ewig jung zu halten.
Nachdem das Schloss viele Jahre unbewohnt war, leben dort heute wieder Nachfahren der Báthory, die auch Touristen willkommen heißen, hieß es zu Beginn des Stücks. Die Familie servierte das vier-Gänge-Menü, das allerdings von einem grausamen Verbrechen überschattet wurde, als der neue Graf Báthory vor den Augen aller Besucher von einem Pflock ins Herz umgebracht wurde. Für den kurzen Auftritt band das OVIGO Theater stets einen Zuschauer ein, der von seiner Einlage sichtlich selbst überrascht war, aber sein Talent in der Sterbeszene gekonnt unter Beweis stellte. Im Nachgang forderte die fassungslose Gräfin Helena Báthory das Publikum auf, das Verbrechen aufzuklären, bevor sie die Fassung verliert und ihrer Vorfahrin nacheifern würde. Dass nicht alle Charaktere heil aus diesem Stück herauskommen, kann man dann schon ahnen.
Mitreißendes Finale und Publikumsbeteiligung
„Das Geheimnis der Blutgräfin“ überzeugte als abwechslungsreicher, witziger und auch unheimlicher Abend in Oberviechtach – mit durchaus überraschendem Ende, das nicht von jedem Besucher richtig getippt wurde. Unter allen, die den Täter richtig vorhergesehen hatten, wurde im Nachgang noch ein Preis verlost. Auch der Zuschauer, der in die Rolle des Leopold Horváth schlüpfte, wurde für seine spontane Darstellung mit einem Präsent bedacht.
Ensemble des Abends
In die verschiedenen Rollen schlüpften Freya Fehse (aus Nürnberg), Erasmus Gerhards (Pettendorf), Katharina Mühln (Grafenwöhr), Max Hegner (Schmidgaden), Renate Bauer (Gleiritsch), Stefan Reiter (Tirschenreuth) und Charlotte Bielefeldt (Regensburg).
Weitere Termine im Herbst
Besucher und auch das Team zeigten sich begeistert von der erzeugten Atmosphäre und dem vier-Gänge-Menü. Aufgrund der großen Nachfrage kehrt das Krimidinner im Herbst zurück. Am 23. Oktober gibt es erneut „Das Geheimnis der Blutgräfin“ im Emil-Kemmer-Haus. Am 27. November folgt das neue Krimidinner „Tod im Beichtstuhl“. Die Tickets, die Menüs und weitere Termine gibt es unter ovigo-theater.de.




