Du meine Seele, singe! Musik, die zu Herzen ging
Du meine Seele, singe! Musik, die zu Herzen ging
Am Ende der musikalischen Mittagsandacht wandten sich die Besucher zur Empore und spendeten herzlichen Beifall. Der Sachausschuss für Kirchenmusik St. Josef hatte mit „Punkt 12“ erneut einen Volltreffer gelandet. Unter dem Motto „Du meine Seele, singe!“ präsentierten Mirijam Denz (Gesang) und Samuel Huhn (Gesang und Orgel) ein Programm, das bewusst zu Herzen gehen sollte.
Auch privat ein Paar
Die beiden Musiker sind auch privat ein Paar. Kennengelernt haben sie sich beim Studium. Heute leben beide in Leipzig: Huhn ist Kantor an der Erfurter Predigerkirche, Denz arbeitet an der Leipziger Oper.
Von Bach bis Cornelius
Der musikalische Bogen reichte von Johann Sebastian Bach über Felix Mendelssohn Bartholdy und Antonín Dvořák bis zu Sigfrid Karg-Elert, Peter Cornelius und Franz Liszt. Den Auftakt bildete Bachs strahlendes Es-Dur-Präludium BWV 552. Es folgten unter anderem Mendelssohns „Meine Seele dürstet nach Gott“, Dvořáks „Gott ist mein Hirte“ und Karg-Elerts „Jesu, meine Freude“. Cornelius’ „Ave Maria“ und Liszts „Gebet“ setzten innige Akzente.
Keine Schwermut
Bewusst sollte die Musik nicht schwermütig wirken. Lob und Preis Gottes standen im Vordergrund. Die von Lektorin Christa Bauer-Denz gestalteten Texte sowie Präludium und Fuge, beides in Es-Dur, gaben dem Konzert einen geistlichen und musikalisch interessanten Rahmen.
Festlich und kraftvoll
Zum Schluss erklang Mendelssohns „Lasst uns singen von der Gnade des Herrn“ aus „Paulus“. Danach kehrte Bach mit der Fuge in Es-Dur BWV 552 zurück: Festlich und kraftvoll. Der lang anhaltende Applaus zeigte, dass die einstündige musikalische Auszeit ihr Ziel erreicht hatte.


