Frank-Sinatra-Konzert: Im Kloster Speinshart ertönt die Stimme Amerikas

Frank-Sinatra-Konzert: Im Kloster Speinshart ertönt die Stimme Amerikas
Man kann Frank Sinatra nicht wie Staub von einem Denkmal wischen, um seine Genialität wieder aufblitzen zu lassen, findet Michael Ophelders. Der freie Schauspieler und Sänger porträtiert im Kloster Speinshart in einer Zeitreise einen US-Superstar.
Zeitreise zu Frank Sinatra im Kloster Speinshart
Man nannte ihn die Stimme Amerikas oder wegen seiner charakteristischen Songs einfach „The Voice“, den Mann mit den blauen Augen. Schon zu Lebzeiten war Frank Sinatra als Ol‘ Blue Eyes eine Legende. Als er 1998 starb, leuchtete das Empire State Building in New York ihm zu Ehren in blauem Licht. Wie nähert man sich so einer Persönlichkeit im Rahmen einer Lebensgeschichte – einem Weltstar, der sechs Jahrzehnte lang das Showbusiness mit seinem einzigartigen Gesangsstil und seiner herausragenden Größe als Jazz- und Popmusiker sowie als Schauspieler begeisterte?
Um dieses Leben zu erzählen, nahm sich zum Auftakt des Jahresprogramms der Internationalen Begegnungsstätte Kloster Speinshart der Schauspieler Michael Ophelders dieser Herausforderung an – in Begleitung von Ulli Forster am Steinway-Flügel. Dahinter verbarg sich im überfüllten barocken Juwel des Klosters charmant und kurzweilig ein fesselnder musikalischer Theaterabend mit einer zweistündigen Hommage an den Ausnahmekünstler.
Fesselnder Theaterabend und Sinatra-Show
Ein Soloabend aus Gesang und erzählten Passagen, eingerahmt von einer reichen Hutauswahl, Toupets und einer Flasche Whisky – kennzeichnende Requisiten für das entsprechende Ambiente der Sinatra-Show. Eine spezielle Atmosphäre mit funkelnden Frankie-Songs, eingebettet in eine Erzählform voller spannender Geschichten und humorvoller Bonmots. Eine Liebesreise ins Ungewisse, die Ophelders ankündigte; fortan schlüpfte er in die Rolle des großen Entertainers.
Doch über all diesen schauspielerischen Höhepunkten standen Sinatras große Hits und Klassiker. Der Melodienreigen reichte von der gefühlvollen Ballade „I’ll Never Smile Again“ über Songs der 1950er- und 1960er-Jahre wie „Come Fly with Me“, „All or Nothing at All“ oder „Fly Me to the Moon“ bis zu späten Hits wie „New York, New York“, „Strangers in the Night“, „My Way“ und dem großartigen Bar-Song „One for My Baby“.
Geschichten aus dem Leben des Superstars
Zudem fesselte der Künstler die Hörerschaft mit faszinierenden Geschichten aus dem reichen Leben Sinatras. Michael Ophelders erzählte von Frankie als Frauenheld und über die Beziehung zur Hollywood-Diva Ava Gardner, erinnerte an den „Gutmensch“ The Voice mit seinen zahlreichen Benefiz-Konzerten, ließ Mafia-nahe Beziehungen des Weltstars durchblicken und erzählte vom energischen Einsatz Sinatras gegen den Rassismus. Michael Ophelders wusste auch von einer FBI-Akte, so dick wie die Bibel. Eine Mischung über das Auf und Ab des turbulenten Lebens eines Superstars, die auch den Menschen Sinatra beleuchtete. Die begeisterte Hörerschaft durfte sich schließlich über einige temperamentvolle Zugaben freuen.




