Heiliger Franziskus: Einsatz für das Evangelium, Arme, Kranke und die Tiere
Heiliger Franziskus: Einsatz für das Evangelium, Arme, Kranke und die Tiere
„Ich bin kein Franziskaner- oder Franziskus-Kenner“, sagt Pfarrer Daniel Fenk gleich zu Beginn seines Vortrags über den heiligen Franziskus. Aber er hat sich intensiv mit seinem Leben und Wirken auseinander gesetzt. In den kleinen Saal des Jugendheims kamen viele interessierte Zuhörer. Der Referent weiß: „Franziskus hat für viele einen Zugang.“ Es gibt viel Historisches über ihn zu sagen. Manches sei aber auch eine Legende.
Betteln statt Besitz
Franziskus wurde als Sohn wohlhabender Eltern im Jahr 1181/1182 geboren und hieß eigentlich Johannes. Sein Vater war Tuchhändler. Voller Elan und Tatendrang hatte Franziskus einen großen Lebensstil sowie viele Träume und Visionen. Sein Wunsch: Er wollte Ritter werden. Doch plötzlich war sein Berufswunsch wegen eines Traumes verschwunden. Im Traum ging es um die Armut, die die schönste Braut ist, die es gibt. Mit den Kranken habe sich Franziskus schwer getan. Das änderte sich, als er einen Kranken umarmt und sogar geküsst hatte. Er hat auch den Ausgegrenzten Beachtung geschenkt und aus der anfänglichen Abscheu wurde Barmherzigkeit. In der Kapelle „San Damiano“ hat sich Franziskus mit dem Leiden Christi identifiziert und an der Kirche gebaut. Es kam zum Konflikt mit dem Vater als Franziskus seinen ganzen Besitz aufgab und bettelte. Franziskus sagte: „Mein Vater ist nur noch Gott.“
Unverständnis und Bewunderung
Diese Haltung brachte Franziskus Spott und Unverständnis ein, aber auch Bewunderung. Er wurde als „Gaukler Gottes“ bezeichnet und lebte in der Nachfolge Jesu, der zwar theologisch nicht gebildet war, aber Bußpredigten hielt. Außerdem hat er leidenschaftlich um Steine gebettelt, die er als Baumaterial für die Portiunkula-Kapelle, der Keimzelle des Franziskanerordens verwendete. Dort war auch der Sterbeort am 3. Oktober 1226. Im internationalen Orden gab es um 1221 zirka 3000 Brüder.
Stigmata und „Sonnengesang“
Franziskus der ein Lerche ähnliches Gewand trug, setzte sich besonders für den Frieden ein und litt an einer schlimmen Augenkrankheit bis er fast erblindete. Auf dem Berg „La Verna“ erschienen an seinem Körper die Wundmale Jesu. Ganz berühmt ist der „Sonnengesang“ des heiligen Franziskus, ein Gebet auf das Lob Gottes, bei dem er sogar das Feuer zu seinem Bruder gemacht hatte.
Der Ursprung unserer Krippenspiele
Im Jahr 1228, erst zwei Jahre nachdem Franziskus gestorben ist, war bereits seine Heiligsprechung und im Jahr 1230 fand die Überführung des Franz von Assisi in die Basilika San Francesco statt. „Franziskus ist radikal den Weg des Evangeliums gegangen. Für uns machte er Weihnachten mit allen Sinnen erfahrbar, denn der Ursprung der Krippenspiele stammen vom heiligen Franziskus.


