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Komödie Kalter weißer Mann feiert Premiere in Oberviechtach

Oberviechtach. Das OVIGO Theater feiert am 3. Oktober und 4. Oktober im Emil-Kemmer-Haus Premiere der bitterbösen Komödie Kalter weißer Mann über Sprache, Gendern und Generationenkonflikte.

Komödie Kalter weißer Mann feiert Premiere in Oberviechtach

Foto: Freya Fehse / OVIGO Theater
Foto: Freya Fehse / OVIGO Theater
Foto: Freya Fehse / OVIGO Theater

Ab kommendem Wochenende kommt die Komödie „Kalter weißer Mann“ auf den Spielplan der Theatermacher, die seit dem laufenden Jahr vom Zweckverband „Neue Bühne Oberpfalz“ gefördert werden. „Dies ist ein weiteres Stück, das ideal zu unserem Jahresthema ‚Die Zeit, die uns bleibt‘ passt“, so OVIGO-Intendant Florian Wein.

Doch es geht vordergründig gar nicht um die Vergänglichkeit jedes Einzelnen, sondern um das hochaktuelle Thema der sich verändernden Sprache. Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob schrieben das Erfolgsstück. Das Duo landete zuvor bereits mit „Extrawurst“ einen Komödien-Hit.

Im Oktober und November wird das Stück in Oberviechtach, Ursensollen, Nabburg, Neunburg vorm Wald und Weiden gespielt. Die Premierenvorstellungen steigen am Samstag (3. Oktober) und Sonntag (4. Oktober) im Emil-Kemmer-Haus in Oberviechtach.

Zum Inhalt des Stücks

„In tiefer Trauer. Die Mitarbeiter“ – Gernot Steinfels, der 94-jährige Patriarch der Firma Feinwäsche Steinfels, einer alteingesessenen mittelständischen Firma, ist verstorben. Er ist friedlich eingeschlafen. Aber damit ist dann der Frieden auch schon vorbei. Sein designierter Nachfolger Horst Bohne (gespielt von Stefan Neubauer aus Altenstadt/Waldnaab) richtet für das Unternehmen die Beisetzung aus. Doch die Trauerfeier gerät völlig aus dem Ruder.

Das Gebäude der Firmenhierarchie wackelt gewaltig in seinen Fundamenten, und dann gerät der Text auf der Trauerschleife ins Visier der sprachreformierenden Generation: „In tiefer Trauer. Deine Mitarbeiter“. Was ist mit den Mitarbeiterinnen? Was ist mit den Personen, die sich gendermäßig nicht zuordnen können oder wollen?

Generationen, Rollenbilder und Political Correctness

Statt des würdevollen Ablaufs der Trauerfeier entbrennt eine erhitzte Debatte zwischen dem designierten Chef und den Angestellten, in der die aktuellen Fragen, Diskussionen, Polemiken und Verletzungen rund um die Themen Sexismus, Gendern, Wokeness und Political Correctness frontal aufeinanderprallen. Da hat Bohne, der „alte weiße Mann“, nicht nur Alina Bergreiter, Head of New Development (Jule Schneider, Pfreimd), gegen sich, sondern auch Kevin Packert, den Social-Media-Spezialisten (Reinhard Borchmann, Nürnberg), die dem Unternehmen treue Sekretärin Rieke Schneider (Renate Bauer, Gleiritsch) und vor allem die sehr selbstbewusste Praktikantin Kim Olkowski (Marietta König, Gebenbach).

Grammer Solar
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Nicht nur der Umgang der Geschlechter wird komplizierter, es zeigt sich, dass der Graben zwischen den Boomern und den Generationen X, Y und Z vielleicht tiefer ist, als vermutet. Statt sich mit Anstand von dem Verstorbenen zu verabschieden, zerfleischt sich die Führungsetage der Firma vor der erkalteten Asche Gernot Steinfels‘ und dem verzweifelten Pfarrer Herbert Koch (Bernhard Zellner, Regensburg), den der Zeitdruck mehr bedrängt als die fehlende Pietät.

Die Regie für „Kalter weißer Mann“ wurde von der Nürnbergerin Annika Nitsch übernommen. Freya Fehse (ebenfalls Nürnberg) und Tanja Biersl (Winklarn) fungieren als Regieassistenz. Das Bühnenbild planten und bauten Leni Wimmer (Andechs) und André Gießübl (Oberviechtach). In der laufenden Woche stehen die täglichen Endproben im Emil-Kemmer-Haus Oberviechtach an, bei denen das Stück den letzten Feinschliff bekommen soll.

Vorverkauf und weitere Spielorte

Neben den Proben läuft auch der Vorverkauf für die Tickets für „Kalter weißer Mann“ auf Hochtouren. Das Stück kommt nach den ersten Vorstellungen am Wochenende in Oberviechtach auch in den kubus Ursensollen (23./24. Oktober), in die Nordgauhalle Nabburg (30. Oktober), in die Schwarzachtalhalle Neunburg vorm Wald (31. Oktober/1. November) und in die Sünde Weiden (6./7./8. November).

Die Karten gibt es über ovigo-theater.de, OK-Ticket oder bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

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