Lustige Konrader sind Außer Kontrolle
Lustige Konrader sind Außer Kontrolle
Das Premierenpublikum im Pfarrheim St. Johannes hatte es am Samstagabend bei den “Lustigen Konradern” mit einer ultimativen Katastrophengeschichte zu tun, die leicht hätte “Außer Kontrolle” geraten können, wäre das Ensemble nicht hoch konzentriert bei der Sache gewesen.
Kurz zum Inhalt: Es geht um den konservativen britischen Minister Richard Willy, der sich von einer Nachtsitzung im Parlament für ein Techtelmechtel mit der Sekretärin des Oppositionsführers in ein Londoner Nobelhotel abseilt. Als die beiden in ihrer Hotelsuite plötzlich eine Leiche entdecken, wird Sekretär George Pigden angefordert, um die Affäre zu regeln
Akribisch genau konstruierte Komödie
Der britische Autor Ray Cooney gilt als Meister der akribisch genau konstruierten Katastrophe und jagt seine Figuren in einem atemberaubenden Tempo von einem Unglück ins nächste. Und das musste auf der Bühne abendfüllend erst einmal umgesetzt werden. Da musste ein aufeinander abgestimmtes Spezialkommando an Schauspielern ran. Leute, die auf Fallstricke mühelos reagieren konnten.
Skurriler Plot
Regisseurin Sonja Balk nutzte den skurrilen Plot ausgiebig. Jeder einzelne Darsteller hatte eine speziell auf ihn zugeschnittene Rolle auszufüllen. Das Ensemble begeisterte und löste am Ende Jubelstürme aus. Beklatscht wurde Stefan Neubauer, der als gehörnter Ehemann im weißen Bademantel auf Nebenbuhlersuche geht.
Riesenbeifall bekam der von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpernde hochtalentierte Maximilian Hegner als Parlamentssekretär George. Besonders aber auch Andreas Magulski, der inmitten aller Liebeswirren, von den Ereignissen geplagt, für die eigentliche Ausbreitung der Katastrophe sorgte. Er ist mit allen Wassern gewaschen. Denn: “Die Wahrheit sagen? Bist du verrückt. Ich bin doch Politiker.”
Tolles Ensemble
Und dann gab es natürlich noch den geldgierigen Kellner Hans Zielbauer und die “Marionette” Christopher Kraus. Als Schauspielerinnen glänzten Elisabeth Fiebig, Brigitte Beer und Marion Helgert. Weitere Aufführungen sind an den kommenden Wochenenden geplant.




