Mit Martin Frank im Kurzurlaub der guten Laune
Mit Martin Frank im Kurzurlaub der guten Laune
Der Gockel krähte und Martin Frank sprang auf die Stadthallen-Bühne, um ein Feuerwerk an Gags zu zünden, die einem unweigerlich zum Lachen bringen. Zuerst klärte er aber auf, wo „Allegro Süd“ ist – eigentlich nirgends, denn „diesen Ort gibt’s ned“. Aber er war froh, in Grafenwöhr zu sein, also in Bayern. „In Preißn war ich jetzt scho dreimal…“
Der wichtigste Mensch
Es ist bereits das fünfte Soloprogramm für den 34-jährigen. Grafenwöhr ist eine der ersten Stationen, wo es „Grüße aus Allegro Süd“ gibt. Temporeich legt Martin Frank los und macht das Publikum mit seiner Mama bekannt, die für ihn der wichtigste Mensch ist. Mit ihr ging’s zum Couchkauf. Sie ist 74 und schon sieben Coutche alt. „Eine Couch kauf i mer noch“, meint die Mama. Martin lässt das nicht zu und sagt: „Jetzt hörst aber auf…“ – Welches Kind beschäftigt sich scho mit dem Ableben, wenn’s nix zum Erben gibt!
Wer ist „Frau Paula“ ?
Auch über seinem Papa spricht Martin. Der hat ganz andere Probleme, seit er nach seiner Scheidung ganz alleine ist. Er möchte zuerst einen Hund. Aber damit ist Martin absolut nicht einverstanden. Statt einem Haustier wär doch ein Rennradl gut. Beim Besuch im Tierheim macht Martin die Bekanntschaft mit „Frau Paula“. Wer das ist? Ein „Jack Russel“, der aussieht wie ein schwanzloser Mops im falschen Körper.
Norbert und die Pubertierenden
Ach ja, und da kommt noch Norbert ins Spiel, der vierjährige englisch redende Sohn von Patrick. Aber wer nennt seinen Sohn schon Norbert? Und schon ist Martin Frank beim Thema Erziehung und Frühförderung angelangt, die er nicht erhalten und auch nicht gebraucht hat. In der Pubertät sind alle „gleich greislich“, schon allein wenn man an die Haare denkt. Nach dem Styling kommen die Pubertierenden als „Alpakas“ heim.
Schoki und Krapfen
Martin gibt unumwunden zu: „Ich bin a ganz a Süaßer“. Er kann absolut nicht verstehen, dass bei manche mit dem Essen einer Schokolade so lange warten, bis das Verfallsdatum abgelaufen ist. Warum wird das erst in die Schublade gelegt? Auch die Krapfen sind seins, außer wenn diese „vergewaltigt“ werden mit Senf zum Beispiel. Weitere Themen waren die Traumreise zu den Malediven mit seinen Abenteuern und die „Wartezimmertouristen“.
Herzhaft lachen
Der Kabarettist aus Niederbayern verurteilt den Pessimismus, der verbreitet wird, denn so schlecht geht’s uns gar net. Vieles müsste nicht sein, wie die Maßnahmen im vergangenen Winter bei fünf Zentimeter Neuschnee… Aber Martin Frank hat mit seinem Programm dafür gesorgt, dass man herzhaft lachen konnte. Eigentlich sollte niemand krank aus der Vorstellung gehen, denn Lachen ist ja bekanntlich die „beste Medizin“.
„Zauberflöte“ und „Santa Lucia“
Auch das Singen kam wunderbar bei den Zuhörern an. Bei der „Zauberflöte“ assistierte Jochen aus dem Publikum, der auf der Flöte spielte. „Santa Lucia“ und ein Zugabenlied des Baritons mit den Höhepunkten von „Allegro Süd“ begeisterten. „Ich kann nicht ganz hoch und nicht ganz tief singen und bin halt der Florian Silbereisen unter den Opernsängern“, sagt er von sich selbst. Sein Publikum hat ihn als sympathischen jungen Mann kennen gelernt, der auch nach der Vorstellung die Nähe zu ihnen suchte. Es gab Autogramme und sogar Bilder mit ihm zusammen als Erinnerung.




