Schumann-Quartett bei den Weidener Meisterkonzerten
Schumann-Quartett bei den Weidener Meisterkonzerten
Wie unterschiedlich vier Streichinstrumente klingen können, zeigte sich am Freitagabend in der gut gefüllten Max-Reger-Halle. Das Schumann Quartett mit den drei Brüdern Erik, Ken (Violine) und Mark Schumann (Violoncello) sowie Matthew McDowell (Viola) hatte drei Werke mitgebracht, die unterschiedlicher kaum sein konnten.
Klare Strukturen
Den Anfang machte Joseph Haydns Streichquartett F-Dur op. 77 Nr. 2, das „Lobkowitz-Quartett“. Die Musik des 1799 entstandenen Werks verbindet klare Strukturen mit spielerischer Leichtigkeit. Einen starken Kontrast dazu bildete „Pulses of Light“ von Akira Nishimura aus dem Jahr 1992. Das moderne Werk führte das Publikum in eine ungewohnte Klangwelt und zeigte, wie vielfältig die Möglichkeiten eines Streichquartetts sind.
Ein beliebter Klassiker
Nach dieser Begegnung mit zeitgenössischer Musik stand mit Antonín Dvořáks „Amerikanischem Quartett“ ein beliebter Klassiker auf dem Programm. Das 1893 entstandene Werk lebt von eingängigen Melodien, lebhaften Rhythmen und ruhigen, gefühlvollen Passagen.
Kammermusik nicht nur für Kenner
Der Abend machte deutlich, dass Kammermusik nicht nur für Kenner interessant ist. Das Schumann Quartett verband drei musikalische Welten zu einem abwechslungsreichen Konzerterlebnis und bot dem Publikum sowohl Vertrautes als auch Neues.


