Von der Fürther Kirwa direkt rauf auf die Live Stage
Von der Fürther Kirwa direkt rauf auf die Live Stage
Die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe “Live Stage” – es gab eine dreiwöchige Pause – stieß am Freitagabend im “Kulturbahnhof Parapluie” wieder auf gewaltiges Interesse. Das war aber nicht allein dem Auftritt der Nürnberger Band “BBQ Chiefs” geschuldet. Nein, man wollte einfach wieder im coolen Ambiente der Kneipe abfeiern und die gute, alte Rockmusik hören.
Die “Chiefs” hatten ihr “Summer 2023”-Programm am Bratspieß. Einen leckeren Sound, richtig rockig gespielt. Die Frage, wie sich ihr Winterprogramm wohl anhören möge, war beim Pausenbier schnell beantwortet. Keinen Deut anders. Am Donnerstag hatte das Quartett noch in Fürth im Festzelt auf der “Fädder Kerba” gespielt. Und man ahnt es schon: Mit demselben Programm.
Keine Bierzeltkapelle
BBQ Chiefs sind keine Bierzeltkapelle. Sie sind anders. Echt gut. Eine Band mit viel Herzblut, grandiosen Songs und Lebensfreude. Die singt und musiziert den Rock’n’Folk nicht nur, sie personifiziert ihn. Drei musikalische Nebenberufler und allein mit Markus Mattern ein echter Musiklehrer, der hinter der Schießbude saß. Formiert hatte sich die Combo um ihren Gitarristen und Sänger Oliver Langer.
Bei ihm im Kellerstudio wird geprobt. Dort entstehen auch die selbstgestrickten, vom Leben gezeichneten Songs. Dort werden die Melodien komponiert und die Text geschrieben. Durchgebraten und kräftig gewürzt. Jeder darf da ran. Es geht um Alltagsgeschichten. Es geht aber auch um Spaß und Augenzwinkern.
Neu arrangierte Coversongs
Mit ihrer Mucke und den zahllosen Coversongs, die allesamt neu arrangiert sind, kommt die Combo gut voran. Allein im letzten Sommer hatte die Band 30 Auftritte. Am Bass steht Andreas Müller. Hendrik Dikhoff ist der am Piano. Auch er schreibt eigene Songs. Gemeinsam entfalten sie die dann temperament- und kraftvoll. Viele Genres werden aufgebrochen, während eines Konzerts. Werden dann zu akustischen Leckerbissen vereint.
Auffallend war der mehrstimmige Gesang, die treibenden Grooves. Auch der Drummer gefiel, wenn er seine eindrucksvollen Soli einbrachte und mal so richtig draufhaute auf die Felle. Der Akustik-Blues war Balsam für die Seele. Gespielt wurde äußerst virtuos und präzise.




