Einführung von Pfarrer Márcio Trentini ist ein Festtag für die evangelische Pfarrei
Einführung von Pfarrer Márcio Trentini ist ein Festtag für die evangelische Pfarrei
„Heute ist ein Festtag. Viele freuen sich, dass die evangelische Pfarrei wieder einen Pfarrer hat“, bekannte Diplom-Religionspädagogin Lydia Engelhardt. Márcio ist ein Geschenk des Himmels. Er möge sich hier bald zu Hause fühlen.
Dankesworte für die Arbeit in der Vakanzzeit
Ein „großes aufrichtiges Dankeschön“ für die vergangenen eineinhalb Jahre ging an die Sekretärin Kirstin Armann sowie an Dekan Thomas Guba, der für die Immobilien zuständig war, an Pfarrer Matthias Weih für die Pfarramtsführung, an die Pfarrer und Pfarrerinnen der Kulmregion für die Beerdigungen, an die Prädikanten und Lektorinnen, die in dieser Zeit Gottesdienste feierten und an die Kirchenvorsteher. Dadurch konnte das Gemeindeleben am Laufen gehalten werden.
Zeugnis für den Glauben
An Pfarrer Márcio Trentini und seine Frau Vivian gerichtet, sagte Dekan Thomas Guba: „Es geht nicht darum, die Strukturen künstlich zu erhalten, sondern einzig und allein um den Glauben.“ In Deutschland seien es knapp 44 Prozent, die einer christlichen Kirche angehören. Guba forderte zum Zeugnis für den Glauben auf, der Gier, Stolz und Spaltung überwindet. Pfarrer Trentini sei hier an der richtigen Stelle. „Er hat ein gewinnendes Wesen und kann zum Glauben begeistern.“ Gubas Wunsch an die Gemeindemitglieder: „Steht ihm bei“. Als Geschenk überreichte er dem neuen Pfarrer ein bayerisches beziehungsweise oberpfälzisches Wörterbuch.
Amtseinführung
Nach der Amtseinführung und Segnung durch Dekan Thomas Guba, bei der Vivian Bayer-Trentini und Pfarrer Stefan Fischer aus Hirschau dabei waren, sang der Chor „New Voices“ unter der Leitung von Walter Thurn ganz passend: „Für das Leben sei dir Dank, unser Gott, für den frischen Wind, der uns weiter trägt…“
Aus Zitronen Limonade machen
Bei der ersten Predigt des neuen Pfarrers nach 1. Mose 50 ging es um die Josefsgeschichte im Alten Testament. Josef wurde von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft. Später stieg er zum Verwalter auf. Josef hat nach der Redensart „aus Zitrone Limonade gemacht“. „Es gibt immer wieder Zitronen in unserem Leben. Wir können jammern, oder so wie Josef es gemacht hat, Gott vertrauen.“ Der Pfarrer sprach auch die Kirchenaustritte an, die immer mehr zunehmen. Zitronen können auch Kirchen sein. Aber Gott hat uns hier und heute nicht verlassen. Es gibt viele hauptamtliche und ehrenamtliche Leute. Und ich bin froh, Teil des Teams zu sein.
Willkommensgrüße
Nach dem Segen, gab es viele Willkommensgrüße. Der katholische Stadtpfarrer Daniel Fenk aus Grafenwöhr sprach diese auch im Namen von Stadtpfarrer Pater Johannes Bosco von Eschenbach und Stadtpfarrer Edmund Prechtl von Pressath aus. Als Geschenk überreichte Fenk ein kleines Wagenrad aus Holz. Es symbolisiert unterschiedliche Traditionen und verbindet dieselbe Mitte mit Jesus Christus. Bürgermeister Marcus Gradl aus Eschenbach sprach auch für den zweiten Bürgermeister aus Grafenwöhr Thomas Weiß sowie für Pressath und Kirchenthumbach und wünschte, dass Trentini hier schnell Heimat findet sowie für die wunderschöne Aufgabe eine gute Zusammenarbeit, Gottes Segen, viel Freude und Zuversicht.
Ansteckende Lebensfreude
Heidi Landgraf, Pfarrerin von Rothenstadt, Etzenricht und Wernberg, die „Seniora des Pfarrkapitels“ lobte die „ansteckende Lebensfreude“ des neuen Pfarrers. Er sieht Positives in fast allen Lebenslagen. „Sein brasilianisches Herz kann keiner übersehen. Wenn er den Raum betritt, geht die Sonne auf“, freut sich Landgraf. Ihr Geschenk für den begeisterten Grillmeister war eine Grillschürze. Das Lachen und die Gelassenheit soll Trentini nach den Worten von Pfarrer Hannes Kühn von der Mission „Eine Welt“ behalten. Glückwünsche sprachen auch die stellvertretende Landrätin Karolina Forster und Kirchenvorstand Hartmut Seidler aus, der sich auch bei Lydia Engelhardt für deren Arbeit während der Vakanz bedankte. Anschließend wurde im evangelischen Gemeindehaus noch bei einem Stehempfang gefeiert.





