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Freisprechung in Mühlbach feiert 26 neue Kaminkehrerinnen und Kaminkehrer

Mühlbach. Mit einer Freisprechung im Ausbildungszentrum Mühlbach starten 26 neue Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger ins Berufsleben. Die Kaminkehrerinnung Oberpfalz ehrte die Prüfungsbesten und blickt nach vorn.

Mühlbach. Mit einer Freisprechung im Ausbildungszentrum Mühlbach starten 26 neue Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger ins Berufsleben. Die Kaminkehrerinnung Oberpfalz ehrte die Prüfungsbesten und blickt nach vorn.
Lehrlingswart Mario Weiß, Prüfungsbester und Somit Kammersieger Jonas Schön (Plößberg), 3. Platz Benedikt Jähring (Waldsassen), 2.Platz Jonathan Schmidt (Schnufenhofen) und Obermeister Manuel Schätzler. Foto: Schriftführer Christian Wiesinger Kaminkehrerinnung Oberpfalz

Freisprechung in Mühlbach feiert 26 neue Kaminkehrerinnen und Kaminkehrer

Mit einer feierlichen Freisprechung im Ausbildungszentrum Mühlbach endete für 26 junge Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger die Ausbildungszeit. Im Beisein zahlreicher Ehrengäste, Vertreter des Handwerks, der Berufsschule sowie der Familien wurden die Lehr- und Gesellenbriefe überreicht. Gleichzeitig zeichnete die Kaminkehrer-Innung Oberpfalz die drei Prüfungsbesten aus.

Tradition und Zukunft im Schornsteinfegerhandwerk

Das Schornsteinfegerhandwerk befindet sich seit Jahren in einem tiefgreifenden Wandel. Neben den klassischen Tätigkeiten rund um Brand- und Betriebssicherheit gehören heute moderne Heiztechnik, Energieeffizienz, Klimaschutz und Energieberatung selbstverständlich zum Berufsbild. Genau diese Verbindung von Tradition und Zukunft stand auch im Mittelpunkt der diesjährigen Freisprechungsfeier.

Ehrengäste und Grußworte

Obermeister Manuel Schätzler begrüßte unter anderem Oberstudiendirektor Wolfgang Pröbster, Schulleiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Neumarkt, Oberstudienrat Harald Meier, den stellvertretenden Landrat Dirk Lippmann sowie den zweiten Bürgermeister der Stadt Dietfurt, Konrad Leidl.

Der stellvertretende Landrat bezeichnete das Ausbildungszentrum Mühlbach als „Leuchtturm in der Bildungslandschaft des Landkreises Neumarkt“. Die Freisprechung sei ein besonderes Symbol für den Start in das Berufsleben. Gleichzeitig betonte er die hervorragenden Perspektiven für die jungen Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt.

Auch Oberstudiendirektor Wolfgang Pröbster stellte den Wandel des Berufsbildes heraus. Der Beruf gehe heute weit über das Reinigen von Schornsteinen hinaus. Die jungen Gesellinnen und Gesellen hätten sich während ihrer Ausbildung zu „Hightech-Handwerkern“ entwickelt und könnten mit Recht stolz auf ihren modernen und vielseitigen Beruf sein.

Der zweite Bürgermeister Konrad Leidl hob in seinem Grußwort die gesellschaftliche Bedeutung des Schornsteinfegerhandwerks hervor. Es verbindet Tradition, Verantwortung und Zukunft. Schornsteinfeger sorgen für Sicherheit, leisten einen wichtigen Beitrag zum Brand- und Umweltschutz und begleiten Gebäudeeigentümer bei Fragen der Energieeffizienz und der Energiewende. Das Ausbildungszentrum Mühlbach genießt dabei weit über die Region hinaus einen hervorragenden Ruf.

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Appell des Obermeisters an den Nachwuchs

„Bleibt neugierig, bleibt bodenständig und seid stolz auf unser Handwerk“

In seiner Festansprache stellte Obermeister Manuel Schätzler die enorme Bandbreite des heutigen Berufsbildes heraus. Was einst mit Schornstein, Feuer und Ruß begonnen hat, reicht heute von moderner Heiztechnik über Wärmepumpen und das Gebäudeenergiegesetz bis hin zur Energieberatung.

Dabei erinnerte Schätzler auch an die besonderen Anforderungen des Arbeitsalltags. Die angehenden Gesellen seien durch enge Dachluken geklettert, hätten bei winterlichen Temperaturen auf Leitern gearbeitet und gleichzeitig bei sommerlicher Hitze Kunden beraten, wie Heizenergie eingespart werden könne.

Von besonderer Bedeutung sei neben dem Fachwissen die persönliche Beratung vor Ort. Ein guter Kaminkehrer sagt dem Kunden nicht einfach das, was dieser hören möchte, sondern das, was fachlich richtig sei, und erklärt gleichzeitig die Hintergründe.

„Bei all der Digitalisierung, den neuen Heizsystemen und gesetzlichen Veränderungen gibt es etwas, das keine App und keine KI ersetzen kann: einen gut ausgebildeten Handwerker, der vor Ort hinschaut, sein Fach versteht und dem die Menschen vertrauen.“

Den neuen Gesellinnen und Gesellen gab Schätzler deshalb drei Dinge mit auf den weiteren Berufsweg: „Bleibt neugierig, bleibt bodenständig und seid stolz auf unser Handwerk.“

Foto: Schriftführer Christian Wiesinger Kaminkehrerinnung Oberpfalz

Außergewöhnlicher Zusammenhalt im Prüfungsjahrgang

Lehrlingswart Mario Weiß, selbst Inhaber eines Ausbildungsbetriebes, blickte auf einen besonders erfolgreichen Ausbildungsjahrgang zurück. Neben den sehr guten Prüfungsergebnissen hob er vor allem den Zusammenhalt innerhalb der Gruppe hervor.

Stärkere Auszubildende hätten schwächere unterstützt, gemeinsam seien Lerngruppen gebildet und auch nach dem Unterricht praktische Übungsstationen genutzt worden. Dabei sei es nicht allein darum gegangen, selbst eine gute Leistung zu erzielen, sondern gemeinsam das Ziel zu erreichen.

„Dies war eine der besten, wenn nicht sogar die beste Gesellenprüfung, die ich in meiner bisherigen Laufbahn erlebt habe“, sagte Weiß.

Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass neben fachlicher Leistung auch Werte wie Zusammenhalt, Respekt, Hilfsbereitschaft und Anstand innerhalb des Jahrgangs einen hohen Stellenwert gehabt hätten.

Prüfungsbeste ausgezeichnet

Im Anschluss erfolgte die offizielle Freisprechung sowie die Übergabe der Lehr- und Gesellenbriefe.

Als Prüfungsbester wurde Jonas Christian Schön aus dem Kehrbezirk Tirschenreuth ausgezeichnet. Ein besonderer Dank galt auch seinem Lehrherrn, Bezirkskaminkehrermeister Hans-Peter Schärl.

Den zweiten Platz erreichte Jonathan Schmidt aus dem Bezirk Schnufenhofen, der von Maximilian Meier ausgebildet wurde. Das drittbeste Prüfungsergebnis erzielte Benedikt Jähring aus dem Kehrbezirk Waldsassen, Ausbildungsbetrieb: Marco Gmeiner.

Stellvertretend für den gesamten Jahrgang blickte Jonas Christian Schön auf die gemeinsame Ausbildungszeit zurück. Er bezeichnete das Schornsteinfegerhandwerk als „das schönste Handwerk überhaupt“. Neben dem erworbenen Fachwissen seien vor allem die Freundschaften und der Zusammenhalt innerhalb des Jahrgangs prägend gewesen.

Sein Dank galt den Lehrkräften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ausbildungszentrums, die die jungen Schornsteinfeger während ihrer Ausbildungszeit begleitet hatten.

Für den musikalischen Rahmen der Freisprechungsfeier sorgte das Duo LakustikS aus Sinzing mit Steffi Adler und Leticia Kirchberger.

Die neuen Gesellinnen und Gesellen

Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben: David Baumgartner (Prackenbach), Bastian Bogner (Brunn), Simon Ebenspanger (Neutraubling), Simon Fischl (Zandt), Tim Gloßner (Thalmässing), Simon Göbel (Arnschwang), Dustin Gremmelspacher (Schierling), Leon Großhauser (Greding), Richard Heinemann (Schierling), Andrea Hubauer (Zandt), Benedikt Jähring (Waldsassen), Luis Lautenschlager (Illschwang), Jeremy Lindner (Neutraubling), Fabian Meixensberger (Breitenbrunn), Matthias Mosandl (Beilngries), Michael Renner (Birgland), Nicklas Scharl (Pilsach), Jonathan Schmidt (Schnufenhofen), Andreas Schneider (Schnaittenbach), Jonas Schön (Tirschenreuth), Franz-Xaver Schumann (Neukirchen), Laura Siller (Mitterteich), Veith Süttner (Weiherhammer), Tim Urban (Cham), Alexa Widmann (Parsberg) und Jonas Wiesinger (Bad Kötzting).

Mit der Freisprechung beginnt für die 26 Nachwuchskräfte nun der nächste Abschnitt ihres Berufslebens – in einem Handwerk, das wie kaum ein anderes traditionelle Aufgaben mit moderner Technik, Klimaschutz und Energieberatung verbindet.

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