Gorilla bringt Bewegung an die Hans-Scholl-Realschule in Weiden
Gorilla bringt Bewegung an die Hans-Scholl-Realschule in Weiden
Bananen statt Schulaufgaben, wuchtige Beats statt stiller Sitzreihen: Das Gorilla-Team verwandelte am Mittwoch die Turnhalle der Hans-Scholl-Realschule in einen Ort zum Mitmachen. Rund 120 Jungen aus den siebten und achten Klassen erlebten einen Aktionstag voller Bewegung. Zugleich lernten sie, dass gesunde Ernährung hervorragend schmecken kann und Sport nicht viel Ausrüstung braucht.
Gorilla begeistert 120 Realschüler
Von 8.30 bis 15 Uhr standen für viele Schüler komplett neue Erfahrungen auf dem Programm. Etwa 30 Mitglieder des Motivationsteams waren nach Weiden gekommen. Schon beim Auftakt war die Begeisterung der Schüler deutlich zu spüren. Die Gäste stellten ihre verschiedenen Sportarten vor und luden die Jungen ein, sich auf unbekannte Bewegungen und neue Herausforderungen einzulassen.
Dabei halfen Musik, gemeinsames Klatschen und immer wieder die Aufforderung zum Mitmachen. Die tiefen Beats aus den Lautsprechern gaben den passenden Rahmen. Statt lange über Bewegung zu reden, machte das Team vor, wie sie aussehen kann. Die Vorführungen sollten neugierig machen und den Schülern Lust auf die anschließenden Workshops geben. Im Angebot waren Fußballakrobatik, Frisbeefreestyle, Breakdance, waghalsige Flips und verblüffende Skateboard-Kunststücke.
Doch zum Auftakt verteilten die Gorillasportler erst einmal Bananen. Das passte perfekt zum Namen „Gorilla“ und führte zugleich zum zweiten Schwerpunkt des Tages: gesundes Essen und Trinken.
Ein Ball, eine Frisbee und der Mut zum Ausprobieren
Auffällig war, wie wenige Geräte in der Halle aufgebaut waren. Dahinter steckte eine einfache Botschaft: Gesunde Bewegung muss nicht mit teuren Geräten durchgeführt werden. Ein Ball, eine Frisbeescheibe oder ein Skateboard reichen für viele Übungen aus. Beim Skateboard gehört selbstverständlich ein Helm dazu. Auch Breakdance kann mit einfachen Bewegungen beginnen, bevor schwierige Figuren folgen.
Besonders eindrucksvoll präsentierten sich die beiden Freestyle-Fußballer. Ein deutscher Meister und seine Kollegin zeigten akrobatische Kunststücke mit dem Ball. Gleichzeitig erklärten sie den Jungen, dass hinter solchen Fähigkeiten Übung und Ausdauer stehen. Wer begeistert mitmacht und fleißig trainiert, kann große Fortschritte erzielen.
Das Konzept setzt auf Vorbilder, die ihre Begeisterung unmittelbar weitergeben. Die Jugendlichen sollen erleben, dass ein erster Versuch bereits ein guter Anfang ist. Dabei zählen neben körperlichen Fähigkeiten auch Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen.
Gesundes Essen mit Geschmack und wenig Abfall
Während sich die Sportgruppen vorstellten, bereitete ein fünfköpfiges Foodteam im Hintergrund das Essen vor. Für die Pausen und das Mittagessen entstand ein Buffet mit gesunden, vor allem pflanzlichen Lebensmitteln. Dabei erläuterten die Verantwortlichen auch, worauf sie beim Einkauf achten: biologischen Anbau, regionale Herkunft und einen möglichst sparsamen Umgang mit Verpackungen.
So blieb Ernährung kein abstraktes Unterrichtsthema. Die Schüler konnten sich mit Lebensmitteln beschäftigen, die tatsächlich dann auch auf den Tisch kamen. Geschmack und praktische Erfahrungen standen im Mittelpunkt. Gleichzeitig gehörte die Frage dazu, wie sich Abfall vermeiden lässt.
Gorilla begleitet die Schule über zwei Jahre
Für Initiatorin bei der Hans-Scholl-Realschule Stefanie Müller war der Auftakt ein gelungener Start. Sie berichtete von großer Begeisterung bei den Jungen und freute sich, das Team nach Weiden geholt zu haben. In den kommenden zwei Jahren ergeben sich innerhalb des Gorillaprogramms weitere Möglichkeiten, die Schüler zu Bewegung und einem gesundheitsbewussten Alltag zu motivieren.
Stefanie Müller betonte dabei den Anspruch der Schule, Jugendliche ganzheitlich zu fördern. Neben der Vermittlung von Lehrplaninhalten sollen sie Anregungen für ihr eigenes Leben erhalten. Der Aktionstag bildet dafür den Auftakt. Auch Schulleiter Michael Meier ließ es sich nicht nehmen, in der Halle vorbeizuschauen und freute sich über die Begeisterung seiner Jungs.
Die Hans-Scholl-Realschule gehört zu den zehn bayerischen Schulen, die für die intensive Begleitung ausgewählt wurden. Insgesamt sollen dabei bayernweit rund 1.200 Jugendliche erreicht werden. Unterstützt wird die Aktion von der SBK Siemens-Betriebskrankenkasse und der Anton-und- Petra-Ehrmann-Stiftung.
Das Gesundheitsförderungsprogramm „Gorilla“ entstand 2010 in der Schweiz und kam 2015 nach Deutschland. Es richtet sich an junge Menschen und vermittelt seine Inhalte auf Augenhöhe. Im Schulprogramm ergänzen Unterrichtsmaterialien und digitale Angebote die persönlichen Begegnungen.
Nachhaltigkeit wird bei diesem Projekt in jeder Beziehung großgeschrieben.







