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Kirchlicher Segen in Böhmischbruck für Tanja und Michael Meier aus Altentreswitz

Böhmischbruck. Sieben Jahre nach der standesamtlichen Hochzeit gaben sich Tanja und Michael Meier in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das kirchliche Ja-Wort. Familie und Feuerwehr gratulierten mit schönen Bräuchen.

Kirchlicher Segen in Böhmischbruck für Tanja und Michael Meier aus Altentreswitz

Tanja und Michael strahlen mit der Sonne um die Wette. Foto: Gabriele Buchbinder
Schlauchparcours der FFW Böhmischbruck. Foto: Gabriele Buchbinder
Tochter Mia, Bruder Ben, Neffe Jonas und Nichte Isabella bei den Fürbitten. Foto: Gabriele Buchbinder
Stolze Mama und Oma Anita Meier mit Enkelkindern Ben und Mia. Foto: Gabriele Buchbinder
Schola Böhmischbruck. Foto: Gabriele Buchbinder
Schlauchkegeln nach der Trauung. Foto: Gabriele Buchbinder
PS-starke Hochzeitskutsche. Foto: Gabriele Buchbinder
Pfarrer Liesaus erklärt, Gottes Liebe ist unerschütterlich. Foto: Gabriele Buchbinder
Hochzeitsminis Jonas, Lukas und Alexa. Foto: Gabriele Buchbinder
Hochzeitskerze. Foto: Gabriele Buchbinder
Gruppenbild mit der FFW Heumaden. Foto: Gabriele Buchbinder
Gruppenbild mit der FFW Böhmischbruck. Foto: Gabriele Buchbinder
Familien-Fürbitten. Foto: Gabriele Buchbinder
Arbeitskollegium gratuliert. Foto: Gabriele Buchbinder
Alter Brauch – das Schnüren. Foto: Gabriele Buchbinder

Ziemlich genau sieben Jahre nach ihrer standesamtlichen Eheschließung erfüllten sich Tanja und Michael Meier aus Altentreswitz den Wunsch nach der kirchlichen Trauung. In der festlich geschmückten Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Böhmischbruck empfing Pfarrer Ronald Liesaus das Brautpaar, das sich 2013 kennen und lieben gelernt hatte, an der Kirchenpforte. Begleitet von den Ministranten Alexa, Jonas und Lukas sowie den beiden Kindern Mia und Ben zog das Paar zu den feierlichen Klängen der Schola unter der Leitung von Daniela Bock mit Unterstützung von Sophia Simon und Carolin Bodensteiner an der Geige in die Kirche ein.

Pfarrer Liesaus erklärt, Gottes Liebe ist unerschütterlich. Foto: Gabriele Buchbinder

Kirchliche Trauung in Böhmischbruck: Predigt und Segen

In seiner Predigt bezeichnete Pfarrer Liesaus die kirchliche Trauung als einen großen Moment und einen neuen Abschnitt auf dem gemeinsamen Lebensweg. Vor Gott und der versammelten Gemeinde versprächen sich zwei Menschen ein Leben lang füreinander da zu sein. Familie, Freunde, Verwandte und die Dorfgemeinschaft seien dabei ein wertvoller Rückhalt. Mit Bezug auf das Paulus-Evangelium sprach er von der Liebe, die ihren Ursprung in Gott habe, leise, unaufdringlich und doch unerschütterlich. Mit einem Schmunzeln bemerkte er, dass die schönste Frucht ihrer Liebe mit den beiden Kindern Mia und Ben bereits sichtbar geworden sei.

Besonders eindrucksvoll war auch seine Ansprache zur Segnung der Hochzeitskerze. In jeder Ehe gebe es Ecken und Kanten, an denen man sich reibe, wie in der Natur vor einem Gewitter. Früher habe man eine Wetterkerze entzündet. So solle auch die Hochzeitskerze nicht im Sturm, sondern dann angezündet werden, wenn die Sonne wieder scheine. Ihre ruhige Flamme sei Sinnbild für Hoffnung, Versöhnung und den gemeinsamen Weg.

Schola Böhmischbruck. Foto: Gabriele Buchbinder

Fürbitten und Musik mit Schola

Die Fürbitten gestalteten Sohn Ben, Tochter Mia, Nichte Isabella sowie Neffe Jonas, der gleichzeitig auch als Ministrant den Gottesdienst mitgestaltete.

Musikalisch verliehen die Schola mit den Instrumentalisten dem Gottesdienst einen besonders feierlichen Rahmen. Viele berührende Lieder und Texte ließen nicht nur das Brautpaar, sondern auch zahlreiche Ehepaare unter den Gästen an ihren eigenen Hochzeitstag zurückdenken. Ein herzliches Bild boten zudem die vielen Kinder, die neugierig die liebevoll gestalteten Blumenschleifen und Blümchen an den Kirchenbänken während des Gottesdienstes näher „untersuchten“.

Schlauchparcours der FFW Böhmischbruck. Foto: Gabriele Buchbinder

Feuerwehr-Engagement und kreative Dekoration

Tanja und Michael engagieren sich beide seit Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr. Michael gehört der FFW Böhmischbruck an, Tanja zusätzlich noch bei ihrer Heimatwehr Heumaden. Darüber hinaus widmet sich Michael mit großer Leidenschaft der Landwirtschaft, wobei ihn seine Frau tatkräftig unterstützt. Mit ihrer „MT-Kreativwerkstatt“ bewies Tanja auch ihr kreatives Talent. Den gesamten Bank- und Altarschmuck sowie die dekorativen Herzen hatte sie gemeinsam mit ihrer Schwägerin Daniela Ogarek selbst gestaltet und der Kirche damit eine ganz persönliche und festliche Atmosphäre verliehen.

Pflege Oberpfalz
Pflege Oberpfalz
Gruppenbild mit der FFW Böhmischbruck. Foto: Gabriele Buchbinder

Traditionen und Glückwünsche am Pfarrhof

Nach dem feierlichen Auszug aus der Kirche wartete bereits die Freiwillige Feuerwehr Böhmischbruck mit einem Schlauchtunnel auf das frischvermählte Paar. Kommandant Andreas Sax überbrachte die Glückwünsche der Wehr und versicherte den beiden, dass sie jederzeit auf die Kameradschaft und Freundschaft der Feuerwehr zählen könnten. Anschließend meisterten Tanja und Michael gemeinsam das traditionelle Schlauchkegeln. Die Feuerwehr Heumaden stellte sie danach vor eine weitere Aufgabe. Gemeinsam durchbrachen sie ein Herz und löschten anschließend symbolisch einen kleinen Brandherd. Sinnbilder für Zusammenhalt und gemeinsames Handeln. Beide Aufgaben lösten sie mit Bravour.

Auch der Elternbeirat des katholischen Kindergartens Don Bosco überraschte das Brautpaar mit Glückwünschen, Blumen und einem Glas Sekt. Fotografin Raphaela hielt die vielen Momente mit ihrer Kamera fest.

Feier in der Mühlschleife bei Saubersrieth

Der eigentliche Gratulationsreigen setzte sich anschließend in der Mühlschleife bei Saubersrieth fort, wo gemeinsam mit Familie, Freunden und Wegbegleitern gefeiert wurde. Für die passende musikalische Stimmung sorgte das Musikertrio „De Bockad’n“.

PS-starke Hochzeitskutsche. Foto: Gabriele Buchbinder

Hochzeitszug und Dorftradition in Böhmischbruck

Nach den Aufgaben am Pfarrhof wurde das Brautpaar mit einem liebevoll zur Hochzeitskutsche umfunktionierten Bulldog durch Böhmischbruck gefahren. Die mit Schleifen geschmückte Auto-Gästekolonne folgte dem außergewöhnlichen Gefährt auf dem Weg zur Hochzeitsfeier. Ganz nach altem Brauch wurde der Hochzeitszug von den Dorfkindern mit einem gespannten Seil aufgehalten. Erst nachdem das Brautpaar und die Gäste ein kleines Wegentgelt entrichtet hatten, wurde der Weg wieder freigegeben: eine schöne Tradition, die bei allen Beteiligten für viele lachende Gesichter sorgte und den Gemeinschaftssinn im Dorf einmal mehr unterstrich.

Die Pfarr- und Dorfgemeinde Böhmischbruck wünschen Tanja und Michael Meier Gottes reichen Segen, Gesundheit, viele glückliche gemeinsame Jahre und stets die Gewissheit, dass die Liebe, getragen von Vertrauen, Zusammenhalt und Gottes Nähe, das stärkste Fundament ihres gemeinsamen Lebens bleibt.

Alter Brauch – das Schnüren. Foto: Gabriele Buchbinder
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