Madonna reist an die Sonnenseite des Fahrenbergs
Madonna reist an die Sonnenseite des Fahrenbergs
Gnadenbild mit besonderer Geschichte machte Station in Waldthurn – Lichterprozession und Pilgerversammlung
Hinter der Madonnenstatue steht eine besondere Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs fertigte der Künstler Neustifter in der Gnadenkapelle von Altötting vier Kopien der berühmten Gnadenmadonna an. Eine dieser Nachbildungen befindet sich heute im Besitz der Regensburger Diözesanfußwallfahrt und wird von Pilgerführer Bernhard Meiler aus Oberwildenau in Obhut genommen.
Um das Original möglichst genau nachbilden zu können, soll sich der Bildhauer damals nachts in der Altöttinger Gnadenkapelle einschließen lassen haben. Die Kopie wurde mit dem Original berührt und trägt damit eine besondere Verbindung zur berühmten Gnadenmutter von Altötting.
Bischof krönt Madonna
Am 8. September 2026, dem Fest Mariä Geburt, wurde die kopierte Madonna von Diözesanbischof Rudolf Voderholzer in der Altöttinger Gnadenkapelle gekrönt. Inzwischen ist diese Madonna selbst auf Wallfahrt unterwegs. Im Oktober besucht sie verschiedene Orte der Region, wo sie bei Andachten, Rosenkränzen und Lichterprozessionen im Mittelpunkt steht. Nach der ersten Station in Mehlmeisl führte die Reise nun nach Waldthurn. Elf weitere Stationen in der Region folgen.
Rosenkranz und Lichterprozession
Am Spätnachmittag wurde die Madonna in der Pfarrkirche St. Sebastian empfangen.
Am Abend begann der gestaltete Oktoberrosenkranz vor der Kopie der Altöttinger Gnadenmutter in der Pfarrkirche St. Sebastian. Zahlreiche Gläubige, darunter Fahnenabordnungen der Landjugend, des Landvolks, des Frauenbundes, der Kolpingsfamilie und der Marianischen Männer-Congregation (MMC) Waldthurn, hatten sich dazu eingefunden. Die Vorbeter waren Horst Pleyer, Christina Kellner, Maria Golla, Sieglinde Ertl und Lisa Käs. Sandro Reil umrahmte den Madonna-Rosenkranz musikalisch an der Orgel.
Durch die Straßen von Waldthurn
Anschließend wurde die Madonna unter großer Beteiligung der Gläubigen durch die Straßen von Waldthurn getragen. Josef Schwab (Spielberg), Herbert Kick, Georg Kleber und Hannah-Sophia Anzer (alle Waldthurn) trugen das Gnadenbild. Angeführt wurde die Prozession von Pfarrer Norbert Götz und Pilgerführer Bernhard Meiler.
Der Weg führte über den Marktplatz und die Hauergasse zurück zur Pfarrkirche. Dort sprach Pfarrgemeinderatssprecherin Birgit Bergmann die Fürbitten.
Der Waldthurner Pfarrer Norbert Götz, stellvertretender geistlicher Leiter der Regensburger Diözesanfußwallfahrt, leitete den Rosenkranz und die anschließende Andacht. Gemeinsam sangen die Gläubigen das Wallfahrtslied der Regensburger Diözesanfußwallfahrer sowie „Segne du, Maria“.
Verbindung zwischen Altötting und der Oberpfalz
Die Geschichte der „reisenden Madonna“ verbindet damit mehrere Jahrzehnte Wallfahrtsgeschichte. Was einst aus Sorge um den Schutz des berühmten Altöttinger Gnadenbildes entstand, ist heute selbst zu einem besonderen Zeichen der Wall-fahrt geworden.
Pilgerversammlung im Lobkowitzschloss
Nach dem religiösen Teil des Abends ging es ins Waldthurner Lobkowitzschloss. Dort fand die Pilgerversammlung der Regensburger Diözesanfußwallfahrt statt, die von Pilgerführer Bernhard Meiler aus Oberwildenau geleitet wurde. „Bei der Altöttinger Madonna kann man nicht nur bitten und danken, sondern auch seine Freude loswerden“, betonte der Pilgerführer. Eingeladen waren neben aktiven und ehemaligen Wallfahrern aus der Umgebung auch die gesamte Bevölkerung und alle, die sich für die Regensburger Diözesanfußwallfahrt interessieren
Hierbei wurde auch eine Ehrung vorgenommen.
Alois Ernstberger aus Erbendorf nahm bereits zum 40. Mal an der Altötting – Fußwallfahrt teil. Theresia Kahl-Ernstberger (Erbendorf) konnte in diesem Jahr auf ihre 25. Teilnahme an der Altötting-Fußwallfahrt zurückblicken.
















