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Trauer in Kaltenbrunn um Marianne Gräf

Kaltenbrunn. Viele Menschen nahmen am Montag Abschied von Marianne Gräf, deren offenherziges, aufrichtiges Wesen weit über den Markt hinaus geschätzt wurde. Pfarrer würdigte ihr 84-jähriges Leben und ihren tiefen Glauben.

Kaltenbrunn. Viele Menschen nahmen am Montag Abschied von Marianne Gräf, deren offenherziges, aufrichtiges Wesen weit über den Markt hinaus geschätzt wurde. Pfarrer würdigte ihr 84-jähriges Leben und ihren tiefen Glauben.
Foto: Familie Gräf

Trauer in Kaltenbrunn um Marianne Gräf

Marianne Gräf war wegen ihres offenherzigen und aufrichtigen Wesens über den Markt hinaus beliebt. Dies zeigte die große Anteilnahme am Montag in Kaltenbrunn.

Pfarrer Varghese Puthenchira würdigt das Leben von Marianne Gräf

Pfarrer Varghese Puthenchira betrachtete das Leben und Sterben von Marianne Gräf im Licht des Weihnachtsliedes „Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben“. Dies drücke aus, was sie als Ehefrau, Mutter, Oma nach 84 irdischen Jahren in ihrem Sterben gefunden hat und erleben durfte: hintreten mit der ganzen Lebensgeschichte, geprägt von ihrem tiefen Glauben, mit der Liebe und geleisteter Fürsorge, mit aller Fröhlichkeit, Hilfsbereitschaft, Freude an der Arbeit, Fleiß und Güte.

Familie und Lebensstationen

Marianne Gräf wurde am 2. April 1941 als drittes Kind der Eheleute Anton und Maria Kraus geboren. Sie hatte nicht das Glück, ihren Vater kennenzulernen, der in russischer Gefangenschaft verstarb. Auch ihre älteste Schwester verlor sie mit nur drei Jahren. Ihre Mutter heiratete später Johann Schieder, der für Marianne wie ein guter Vater war. Im Mai 1962 feierte sie ihre kirchliche Trauung mit Josef Gräf.

63 Jahre durften sie eine glückliche Ehe führen, aus der Adolf, Thomas, Brigitte und Renate hervorgingen. Große Freude bereiteten neun Enkelkinder und zwei Urenkel. Im Dezember 1995 musste Marianne Abschied von ihrer Mutter nehmen, 2020 auch von ihrer Schwester Erna.

Glaube, Engagement und Trost im Rosenkranz

Puthenchira würdigte Gräfs stilles und bescheidenes Leben, in dem die Familie ihr Ein und Alles war. Besonders wichtig war ihr der Glaube. Mit ihrem Ehemann zählte sie zu den treuen Betern des Rosenkranzes an den Samstagen vor dem Gottesdienst – auch in Dürnast oder Freihung. Der Rosenkranz schenkte ihr immer wieder Kraft, besonders in den letzten Jahren, in denen sie einige gesundheitliche Rückschläge zu bewältigen hatte. Ihr offenherziges, aufrichtiges Wesen erlebten viele Mitmenschen immer als beglückende Begegnung. Bis zur Auflösung hielt sie dem KAB-Ortsverband die Treue. „Und so wünschen und erbitten wir heute, dass auch die vierte Strophe des Liedes ganz Wirklichkeit geworden ist, dass sie ihren Gott nun schauen darf und über diese Liebe staunen kann.“

Tenorsolist Hans Liedl sang, begleitet von Armin Spies an der Orgel, „Mit Jesus auf dem Weg“, „Heilige Jungfrau Maria“ und „Meine Seele ist stille in dir“.

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