Bürgerversammlung in Eslarn: Diskussion über Kostensteigerungen und Gemeindeprojekte
Bürgerversammlung in Eslarn: Diskussion über Kostensteigerungen und Gemeindeprojekte
Die jüngste Bürgerversammlung in Eslarn war enttäuschend besucht, da sie laut Bürgermeister Reiner Gäbl nur an der Anschlagtafel am Rathaus bekannt gegeben wurde. Geschäftsführer Georg Würfl erklärte zusätzlich, dass das Versäumnis, Informationen in der Presse und in sozialen Medien zu veröffentlichen, für die geringe Teilnahmerate verantwortlich war. Eine weitere Bürgerversammlung ist bereits für Januar geplant, um die gleichen Themen erneut zu diskutieren.
In Eslarn verzeichnete die Bevölkerungszahl einen Anstieg von 2746 im Vorjahr auf 2761. In den letzten drei Jahren gab es mehr Zuzüge als Wegzüge und insgesamt 49 Kirchenaustritte.
Infrastruktur- und Bauprojekte
In Bezug auf Infrastruktur und Bauprojekte erwähnte Bürgermeister Gäbl mehrere, die der Gemeinde bevorstehen. Zu den bemerkenswerten Projekten gehört der Ausbau der Straßeninfrastruktur. Der Straßenausbau in Schellenbach, der bereits abgeschlossen ist, kostete insgesamt 2.565.000 Euro, wurde aber durch eine Förderung von 600.000 Euro unterstützt. Der Ausbau der Passenriether Straße und des Tillyplatzes sind bereits abgeschlossen, und beide Projekte erhielten großzügige finanzielle Unterstützung von der Initiative “Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE)”.
Bau und Erweiterung von öffentlichen Einrichtungen
Außerdem ist die Gemeinde dabei, öffentliche Einrichtungen zu bauen oder zu erweitern. Eines dieser Projekte ist das Gästehaus, dessen Kosten durch unerwartete Umstände auf 3.550.000 Euro gestiegen sind, aber 80 Prozent davon werden durch subventioniert. Bei Fertigstellung werden in dem Gebäude sechs Wohnungen sowie Funktionsräume für Kindergruppen und Senioren zur Verfügung stehen.
Sanierungsprojekte
Die Gemeinde unternimmt auch erhebliche Anstrengungen in ihren Sanierungsprojekten. Die Sanierung der Stückbergquellen wird etwa 1.330.000 Euro kosten, aber sie wird als lohnenswertes Projekt eingestuft, da die hohe Wasserqualität und das Gefälle es ermöglichen, weniger Energie zu verwenden. Die Kläranlage wird voraussichtlich in der Mitte des Jahres 2024 mit geschätzten Kosten von 8.241 Millionen Euro und einer Förderung von 645.000 Euro saniert werden. Die Kosten werden auf die 1000 Haushalte in der Stadt umgelegt, wobei eine Ratenzahlung über drei bis vier Jahre vorgesehen ist.
Während Bürgermeister Gäbl seine detaillierten Informationen zu den verschiedenen kommunalen Initiativen und Finanzen vorstellte, gab es auch eine Reihe von Bürgern, die konstruktive Kritik äußerten, insbesondere zum Thema Kostenüberschreitungen bei öffentlichen Bauprojekten. Unternehmer Ludwig Bauriedl und Karl Schmid waren einige der Anwesenden, die sich zu Wort meldeten.
Die Zusammenkunft endete mit der Ankündigung einer weiteren Bürgerversammlung nach den Feiertagen im Januar mit den gleichen Themen auf der Tagesordnung. Es bleibt abzuwarten, wie sich die aktuellen Initiativen und Projekte der Gemeinde Eslarn in der nahen Zukunft entwickeln werden.







