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Die Nordoberpfalz hat gewählt: Offizielle Endergebnisse zur Bundestagswahl

Nordoberpfalz. Während in Deutschland die SPD die Nase leicht vorn hat, hat die Nordoberpfalz eher konservativ gewählt. Albert Rupprecht (CSU) holte die meisten Erststimmen. Aber auch Uli Grötsch (SPD) zieht wieder in den Bundestag. Wie haben die Nordoberpfälzer gewählt? Eine Übersicht.

Die Nordoberpfalz hat gewählt: Offizielle Endergebnisse zur Bundestagswahl

Bürgermeister Lothar Höher (CSU) (links) lobt das Wahlkampfteam der SPD. Weidens Oberbürgermeister Jens Meyer (SPD) (Mitte) und Bürgermeister Reinhold Wildenauer (FDP) (rechts) freuen sich über die Ergebnisse ihrer Parteien. Foto: Stadt Weiden/Gabi Schönberger

Die Bundestagswahl 2021 liegt hinter uns. Auch die vorläufigen Endergebnisse aus dem Wahlkreis 235 stehen mittlerweile fest. Besonders erfreulich ist die hohe Wahlbeteiligung. Sie liegt bei 79,8 Prozent. Im Landkreis Tirschenreuth lag sie sogar noch höher – bei 81,9 Prozent. Nur 0,6 Prozent der Wahlzettel waren ungülig. 

Die meisten Zweitstimmen holte die CSU mit 35,4 Prozent – ein Verlust von 7,7 Prozent. Die SPD gewinnt 3,4 Prozent hinzu und kommt auf 22,4 Prozent. Danach folgt die AFD (11,3 Prozent / -2,1 Prozent), die Freien Wähler (9,2 Prozent/ +5,3 Prozent) die FDP (7,3 Prozent / +0,8 Prozent), die Grünen (7 Prozent / + 2,0 Prozent) und die Linke (2,2 Prozent / -2,6 Prozent).

Höher (CSU) lobt SPD-Wahlkampfteam

Weidens Oberbürgermeister, Jens Meyer, von der SPD freute sich über das gute Wahlergebnis seiner Partei: “Dies liegt vor allem an unserem Spitzenkandidaten Olaf Scholz!”. Außerdem freue ihn das gute Abschneiden der Bundestagsabgeordneten der Region. Auch Bürgermeister Lothar Höher (CSU) lobte die Arbeit des SPD-Wahlkampfteams und gratulierte zum Ergebnis.

Er sagt: „Die Bürger und Bürgerinnen wählen uns in die Ämter. Eine Niederlage gehört zur Demokratie.” Bürgermeister Reinhold Wildenauer (FDP) freut sich: “Auch die FDP wird wohl dieses mal eine Rolle spielen. In Zukunft wird man mit uns rechnen müssen. Besonders freut mich der Zulauf von jungen Menschen, den wir verzeichnen können.“

Rupprecht (CSU) ist Wahlsieger

Albert Rupprecht (CSU) ist der klare Sieger der Bundestagswahl in der Nordoberpfalz. Er holte 38,9 Prozent der Stimmen im Wahlkreis. Das sind aber dennoch 7,8 Prozent weniger als bei der Wahl 2017. Die meisten Stimmen holte Rupprecht im Landkreis Tirschenreuth, hier kommt er sogar auf 42,2 Prozent. In seinem Geburtsort Waldthurn setzten bei ihm 40,5 Prozent der Wähler einen Haken.

Zweiter ist Uli Grötsch mit 22,5 Prozent. Er zeigte sich im BR-Interview zufrieden mit dem Ergebnis: “Es ist ein toller Abend für die SPD!”. Besonders überzeugend war er wohl in Weiden (26,4 Prozent) und seiner Heimat Waidhaus, 28,9 Prozent.

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26,7 Prozent für Konrad Dippel – im Wahlgebiet Pressath

Auf Platz drei liegt Manfred Schiller von der AFD: 10,3 Prozent der Erststimmen gingen an ihn. Die Kandidatin der Grünen, Anne Droste, erhielt 5,0 Prozent. Selbst in ihrem Wohnort Windischeschenbach kommt sie nur auf 6,1 Prozent. Tobias Groß von den Freien Wählern hat 7,1 Prozent der Wähler der Nordoberpfalz von sich überzeugt und 15,1 Prozent der Theisseiler – seine Heimatgemeinde. Silke Klotz (FDP) hat 4,8 Prozent erreicht, Christian Weidner (Die Linke) erhält 1,8 Prozent.

Der parteifreie Kandidat Konrad Dippel erreicht 7,1 Prozent der Stimmen. In der Verwaltungsgemeinschaft Pressath, zu der auch sein Heimatort Trabitz gehört, erreicht Dippel sogar 26,7 Prozent. Und überholte somit sogar Uli Grötsch. In einem Interview mit Oberpfalzmedien zeigt er sich dennoch enttäuscht vom Ergebnis: “Ich gebe mich vollkommen geschlagen und bin sehr, sehr enttäuscht.”

Der ebenfalls ohne Partei angetretene Helmut Bauer kommt auf 0,6 Prozent. Dietmar Assel (die Basis) holte 1,1 Prozent, Christian Wallmeyer (ÖDP) 0,7 und Roland Bayer (BP) 0,6 Prozent der Erststimmen.

Alle Ergebnisse im Detail und zu den einzelnen Orten der Region gibt es unter wahlen.weiden.de.