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NEW Real Talk in Kirchenthumbach: Jugendliche reden – Politik hört zu

Kirchenthumbach. In Kirchenthumbach fand nun der siebte Real Talk im VierStädtedreieck statt, bei dem Jugendliche endlich laut werden konnten – und die Kommunalpolitik ganz genau zuhörte. Eingeladen hatten die ILE-Region VierStädtedreieck, der Kreisjugendring, die Kommunale Jugendarbeit sowie Jugendhilfeplanung Neustadt/WN.

NEW Real Talk in Kirchenthumbach: Jugendliche reden – Politik hört zu

Der NEW Real-Teak zeigt: Wenn Jugendliche mitreden dürfen, entstehen nicht nur Ideen, sondern echte Perspektiven. Foto: Petra Lettner
Das Projektteam leitete durch den Abend und munterte die Jugendlichen auf, ihre Meinung und Wünsche zu äußern. Foto: Petra Lettner
An der PIN-Wand wurden Meinungen gesammelt. Was ist „in“ und was ist „out“. Foto: Petra Lettner

Unter dem Motto „NEW Real Talk – Sei dabei und bring dich ein!“ bot das Projektteam Jugendlichen die Chance, ihre Anliegen unmittelbar an Bürgermeister und Gemeinderat zu richten.

13,7 Prozent der Zielgruppe

31 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren, das sind 13,7 Prozent der Zielgruppe folgten der Einladung – und sorgten für engagierte Diskussionen. Bürgermeister sowie sieben Gemeinderätinnen und Gemeinderäte nahmen nicht nur aufmerksam teil, sondern bewirteten die Jugendlichen sogar selbst – ein Zeichen auf Augenhöhe.

Moderiert – gesammelt – strukturier

Der Abend war bewusst interaktiv gestaltet: An drei Stationen – Infrastruktur, Vereine und Freizeit, Königsstation – konnten die Jugendlichen ihre Meinungen, Wünsche, Ideen und Bedürfnisse äußern. Welche Wünsche sind wirklich wichtig? Welche Themen drängen besonders? Das Projektteam moderierte, sammelte und strukturierte die Ergebnisse.

Kreative Alternativen

Bemerkenswert war die offene Atmosphäre. Nach der Stationen-Runde folgte die große Fragerunde, in der die Prioritätenliste gemeinsam durchgearbeitet wurde. Dabei wurde deutlich: Nicht jeder Wunsch ist realistisch, aber vieles durchaus möglich. So blieben Utopien wie Drogeriemarkt oder Fastfood-Kette fürs Erste Zukunftsmusik, und ein eigenes Kino wird wohl nicht kommen. Dafür wurden kreative Alternativen gesammelt: etwa ein Freilichtkino im Sommer oder organisierte Kinofahrten in nahegelegene Kinos.

Umsetzbare Wünsche

Ganz konkret umsetzbar ist dagegen der Wunsch nach einer Sitzbank an der Bergkirche – machbar und zeitnah realisierbar. Auch ein Fitnessstudio lässt sich zwar nicht verwirklichen, doch in Kooperation mit dem Sportclub und einem geeigneten Raum, könnte zumindest einige Fitnessgeräte ermöglichen. Für den Wunsch nach einem attraktiveren Basketballplatz gibt es ebenfalls konkrete Ansätze: Der bestehende Platz müsste lediglich überholt und neue Linien gezogen werden. Der Wunsch nach einem Jugendtreff  ist zwar verständlich, aber schwierig derzeit umzusetzen. Der Bürgermeister regte an, die KLJB Kirchenthumbach vielleicht mit neuem Leben zu erfüllen.

Attraktive Preise bei der Tombola

Zum Abschluss wurde noch die Tombola gezogen, die von ATP Autoteile, Kollmer Bohr- und Tiefbau, und Seemann Metalltechnik gesponsert wurde. Jeder Jugendliche erhielt beim Einlass ein Los. Den Hauptpreis, einen 100-Euro-Amazon-Gutschein, gewann Nikolas Buchmann; über 50 Euro freute sich Franziska Maul.

WITRON – Schnuppertage
WITRON – Schnuppertage

Reflexionsgespräch in einem Jahr

Am Ende des Abends stand fest: Der direkte Austausch funktioniert – und er soll nicht einmalig bleiben. In einem Reflexionsgespräch nach einem Jahr wird gemeinsam geprüft, was umgesetzt wurde und welche Schritte noch offen sind. Genau so sieht gelebte demokratische Meinungsbildung aus.