Paneuropa Union diskutiert über Desinformation im Netz und Extremismus
Paneuropa Union diskutiert über Desinformation im Netz und Extremismus
Die Flut von Informationen auf Social-Media-Plattformen und die Anonymität erschwerten die Identifizierung von kriminellen Personen und schafften den Nährboden für Falschinformationen und Einflussnahme. Das war die Quintessenz der Diskussion nach dem Referat des Politik-Wissenschaftlers Florian Hartleb. Besonders durch die Corona-Pandemie und kriegerische Auseinandersetzungen habe dieser Trend an Dynamik gewonnen. Gaming und Imageboards verwischten die Grenzen zwischen Spaß und Ernst, was zu Radikalisierung und Nachahmern führe.
Unübersichtlich und schwer zu kontrollieren
Die Situation sei sehr unübersichtlich und schwer zu kontrollieren. Kontrollorgane seien personell unzureichend ausgestattet und mit der Dynamik überfordert. Falschnachrichten könnten durch die Prüfung seriöser Quellen enttarnt werden, doch oft seien diese Information kostenpflichtig. Bei Kindern und Jugendlichen sollte man genauer hinsehen,
auf welchen Gaming-Plattformen sie unterwegs sind, und deren Medienkompetenz
stärken. Ein Vorbild könnte Estland sein, wo Schüler als “IT-Lotsen” agierten und gefährliche Szenen transparent würden.
Die Europawahl bekomme in Deutschland zu wenig Aufmerksamkeit, was gezielte Einflussnahmen und europafeindliche Aktivitäten begünstige. Die Veranstaltung endete mit dem gemeinsamen Singen der Europahymne, begleitet von Alexandra Wildenauer.


