Schulumbau für Ganztagsbetreuung in Eslarn beschlossen

Schulumbau für Ganztagsbetreuung in Eslarn beschlossen
„Aller guten Dinge sind drei.“ Drei Varianten lagen dem Marktgemeinderat in der jüngsten Sitzung zum Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter vor. „Alle drei haben wir der Regierung der Oberpfalz vorgeschlagen“, sagte Bürgermeister Reiner Gäbl. „Sie geben auch das Raumangebot her.“ Besonders hob der Rathauschef neben der positiven Nachricht aus Regensburg das großzügige Förderprogramm mit 90 Prozent Zuwendung hervor. Außerdem verwies er auf den ab 1. August 2026 bestehenden Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung von Kindern, die in die erste Klasse eingeschult werden. „Dieser wird schrittweise auf die Klassenstufen zwei bis vier ausgeweitet, sodass bis zum Schuljahr 2029/2030 alle Kinder der Klassen eins bis vier Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben“, ergänzte er.
Ganztagsbetreuung in Eslarn: Drei Varianten und hohe Förderung
Laut Axel Weidner vom Planungsbüro Weidner Architektur „sind die Planungen perspektivisch auf die nächsten Jahre angelegt“. Einen Neubau habe man dabei zu keiner Zeit in Erwägung gezogen. Bei der schließlich vom Marktgemeinderat beschlossenen Variante drei können die teilweise leer stehenden Räume im Kellergeschoss des Schulgebäudes genutzt werden. Dazu kommt ein möglicher barrierefreier Zugang von außen. Erforderlich ist allerdings die vollständige Sanierung der Kellerräume. „Die Regierung ginge mit“, sagte Weidner zur geringen Unterschreitung der grundsätzlich erforderlichen Flächen nach dem Raumprogramm.
Variante drei nutzt Kellerräume – barrierefreier Zugang möglich
Die Gesamtkosten bezifferte der Architekt auf rund eine Million Euro. Als zuwendungsfähige Kosten nannte der Bürgermeister 929.000 Euro. „Das ergibt nach den aktuellen Konditionen eine Fördersumme von 836.100 Euro.“ Am Ende stand das einstimmige Votum mit dem Auftrag an die Verwaltung, den Förderantrag zu stellen und den Architektenvertrag vorzubereiten.
„Der demografische Wandel macht sich auch in Eslarn bemerkbar“, leitete Petra Brenner ihren Bericht zum Quartiersmanagement ein. In diesem wies die Referentin neben der Gründung der Arbeitsgruppe „Quartiersmanagement im Markt Eslarn“ unter anderem auf die Vernetzung mit bestehenden Organisationen und den damit verbundenen Angeboten und regelmäßigen Treffen hin.
Quartiersmanagement: Ehrenamt, Vernetzung und steigende Nachfrage
Besonders hob Brenner dabei die Einbindung von ehrenamtlich Tätigen hervor und freute sich über die große Resonanz bei den Veranstaltungen, darunter der monatliche „Generationen-Stammtisch“. Gut angenommen werde auch das Projekt „Eslarner helfen Eslarnern“. Als einen ihrer Schwerpunkte nannte die Quartiersmanagerin die personenbezogene Betreuung und Unterstützung. „Vom 1. September bis 30. November waren es 32“, ließ sie wissen. „Und die Tendenz ist steigend.“
Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Marktgemeinderat für den Neubau eines Einfamilienwohnhauses auf einem Grundstück in der Gemarkung Eslarn. „Die Erschließung ist gesichert“, sagte Gäbl. Das galt auch für einen Antrag nach dem Denkmalschutzgesetz für Voruntersuchungen bei einem Bauernhaus in der Gemarkung Eslarn.
Infrastruktur: Hausanschluss und Flächennutzungsplan
Außerdem befürwortete das Kommunalgremium die Herstellung eines Hausanschlusses für die öffentliche Wasserversorgungsanlage mit dem Abschluss einer Sondervereinbarung. An den Bauausschuss verwiesen die Ratsmitglieder den Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung einer Sonderfläche für Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien.
Hans-Jürgen Schnappauf wird nach dem ebenfalls einstimmigen Beschluss das Amt des Gemeindewahlleiters bei den Kommunalwahlen am 8. März 2026 übernehmen. Dazu beschloss der Marktgemeinderat zwei Urnenwahlvorstände und drei Briefwahlvorstände und legte als Erfrischungsgeld 40 Euro, auch für eine eventuelle Stichwahl, fest.




