Zant ist raus, Junge Liste dabei: Sieben OB-Kandidaten und neun Stadtratslisten stehen in Weiden zur Wahl

Zant ist raus, Junge Liste dabei: Sieben OB-Kandidaten und neun Stadtratslisten stehen in Weiden zur Wahl
Wie die Sprecherin der Stadt Weiden, Christina Liedl, mitteilt, hat der Stadtwahlausschuss in seiner Sitzung am 20. Januar 2026 unter Vorsitz von stellvertretendem Stadtwahlleiter Reinhold Gailer einstimmig folgende Vorschläge zugelassen:
Zur Wahl des Oberbürgermeisters treten an:
- Dr. Benjamin Zeitler, Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU)
- Ferdinand Adam, Alternative für Deutschland (AfD)
- Laura Weber, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
- Jens Meyer, Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
- Jürgen Meyer, Bürgerliste Weiden e.V. (BLW)
- Florian Vogel, Freie Demokratische Partei (FDP)
- Robyn Arnold, Die Linke (Die Linke)
Für die Wahl des Stadtrates gehen folgende Parteien mit Listen ins Rennen:
- Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (CSU)
- FREIE WÄHLER Bayern – Freie Wähler Weiden (FREIE WÄHLER – FWW)
- Alternative für Deutschland (AfD)
- BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (GRÜNE)
- Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)
- Bürgerliste Weiden e.V. (BLW)
- Freie Demokratische Partei (FDP)
- Die Linke (Die Linke)
- Junge Union Bayern (JU Bayern)
Unterstützungsunterschriften und ungültige Vorschläge
Neue Wahlvorschlagsträger benötigen in Weiden 215 Unterstützungsunterschriften für die Gültigkeit ihrer Wahlvorschläge. Die Junge Union Bayern (JU Bayern) erreichte mit 326 gültigen Unterstützungsunterschriften für die Wahl des Stadtrates das notwendige Quorum.
Anders bei „Soziale Bürger Weiden e.V.“ (LSBW): Hier kamen bis zum Ablauf der Eintragungsfrist am 19. Januar 2026 um 12 Uhr nur 165 gültige Unterstützungsunterschriften für die Wahl des Oberbürgermeisters und 172 gültige Unterstützungsunterschriften für die Wahl des Stadtrates zusammen. Das reicht nicht. Die Wahlvorschläge von LSBW für die Wahl des Oberbürgermeisters und des Stadtrates wurden daher vom Stadtwahlausschuss einstimmig für ungültig erklärt.
Einzelne Kandidaten scheitern am Wohnsitz
Die Wahlvorschläge von CSU, Freie Wähler, SPD, Bürgerliste Weiden sowie JU Bayern für die Wahl des Stadtrates wurden jeweils teilweise für ungültig erklärt. Der Stadtwahlausschuss erklärte die Kandidatur jeweils eines Bewerbers in den Wahlvorschlägen von SPD und Bürgerliste mangels Wählbarkeit für unzulässig, da die Betroffenen keinen Wohnsitz in Weiden vorweisen können.
Im Fall von CSU und Freie Wähler fehlte für einen Ersatzbewerber der CSU und eine Bewerberin der Freien Wählern die nötige Zustimmungserklärung. Ein Ersatzbewerber hat ferner bei der JU Bayern nicht die für eine Kandidatur mit Nebenwohnsitz notwendige Bescheinigung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen für die Wählbarkeit seines Hauptwohnsitzes vorgelegt.
Fristen für Einwendungen und öffentliche Sitzung
Gegen die Entscheidungen des Stadtwahlausschusses können die Beauftragten der betroffenen Wahlvorschläge bis 26. Januar 2026 um 18 Uhr Einwendungen bei der Stadtwahlleiterin erheben. In einem solchen Fall verhandelt der Stadtwahlausschuss in einer öffentlichen Sitzung am 27. Januar 2026 um 13 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Neuen Rathauses über die Einwendungen.
Statement der Jungen Liste
Mit 328 eingereichten Unterstützungsunterschriften hat die Junge Liste die gesetzlich erforderliche Hürde von 215 deutlich übertroffen. „Das ist kein bloßes bürokratisches Ereignis, sondern ein politisches Statement“, erklärt Lukas Frey von der Jungen Union in einer Pressemitteilung am Vormittag.
„328 Bürgerinnen und Bürger haben bewusst unterschrieben, weil sie spüren, dass Weiden in den vergangenen Jahren zu oft auf der Stelle getreten ist. Diese Zahl zeigt klar: Viele wünschen sich neue Impulse und einen echten Aufbruch für unsere Stadt.“ Die Junge Liste wertet die hohe Unterstützerzahl als deutliches Signal aus der Bevölkerung. In zahlreichen Gesprächen während der Unterschriftensammlung sei immer wieder der Wunsch nach mehr Zukunftsorientierung, mehr Tempo und klaren Entscheidungen geäußert worden.
„Wir haben gemerkt, wie groß die Frustration über Stillstand und das bloße Verwalten bestehender Probleme ist“, so Lukas Frey weiter. „Gleichzeitig haben uns viele Menschen ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen.“




