Chiara Schultes jubelt mit dem ECDC Memmingen über den siebten Meistertitel
Chiara Schultes jubelt mit dem ECDC Memmingen über den siebten Meistertitel
Sie sammeln Titel wie die Eichhörnchen Nüsse: Die Eishockeyfrauen der Memmingen Indians triumphierten im Finale gegen die Mädels der Eisbären Berlin mit einem „Sweep“ (drei Siege in Folge): 6:1, 3:0 und 4:2 hieß es am Ende für die Allgäuerinnen. Mittendrin war mit Chiara Schultes eine Oberpfälzerin: Die junge Frau aus Fuchsmühl hat beim EHC Stiftland und bei den Blue Devils Weiden das Eishockeyspielen gelernt.
Vierte Meisterschaft in Folge
Mit der insgesamt siebten Deutschen Meisterschaft – der vierten in Folge – krönten die Memminger Mädels die Spielzeit 2025/26. Nachdem sie schon ihre ersten beiden Finalspiele bei den Eisbären Juniors Berlin mit 6:1 und 3:0 gewinnen konnten, machte am Samstag ein 4:2-Heimerfolg die Titelverteidigung perfekt. Knapp 2700 begeisterte Zuschauer in der ALPHA-Cooling-Arena am Memminger Hühnerberg sorgten dabei für eine würdige Kulisse.
Nach der Schlusssirene stürmten alle Indians-Frauen zu ihrer Torfrau Chiara Schultes und feierten ihren Triumph ausgelassen. Die junge Sportsoldatin glänzte in den sechs Play-off-Spielen mit erstklassigen Leistungen, musste nur fünfmal hinter sich greifen und kam auf eine beeindruckende Fangquote von 96,5 Prozent. Musste sie sich im vergangenen Jahr im Tor noch mit der österreichischen Nationalkeeperin Selma Luggin abwechseln, war sie in der abgelaufenen Saison die klare Nummer 1 beim besten deutschen Eishockey-Frauenteam.
Gefeiert bis in die Morgenstunden
ECDC-Kapitänin Daria Gleißner freute sich: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Auch bei dieser Finalserie hat sich gezeigt, dass wir hier richtig gutes Eishockey spielen und wir eine starke Mannschaft sind. Deshalb sind wir richtig happy, wieder den Titel geholt zu haben, und freuen uns jetzt alle auf die Meisterfeier.“ Peter Gemsjäger, sportlicher Leiter der ECDC-Frauen: „Das Vorurteil, dass niemand Fraueneishockey sehen möchte, haben wir jetzt schon mehrfach widerlegt. Vom Interesse und der Stimmung her war es nochmals eine Steigerung zum Vorjahr und unsere Freude über den Titelgewinn entsprechend nochmals größer.“
Ihren großartigen Erfolg feierten die Frauen bis in den frühen Morgen, doch viel Zeit zum Feiern oder Abschalten bleibt den meisten ECDC-Damen nicht. Bereits Ende April stehen schon wieder Länderspiele gegen die Schweiz auf dem Programm. Auch in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft ist Chiara Schultes ein fester Bestandteil, stand schon bei den Olympischen Spielen in Italien im Aufgebot. Auch wenn sie dort nicht zum Einsatz kam, denkt sie gerne an die Spiele zurück: „Dieses Erlebnis kann mir niemand nehmen. Das war einfach großartig.“ Das nächste Ziel hat Chiara auch schon vor Augen: die Weltmeisterschaft in Dänemark im November.







