DEL2 startet mit Rekorden und neuen Partnern in Düsseldorf

DEL2 startet mit Rekorden und neuen Partnern in Düsseldorf
Die Deutsche Eishockey Liga 2 hat in Düsseldorf bei der Saisoneröffnung im Club MTV in der PSD Bank Arena die Weichen für die Spielzeit 2026/27 gestellt. DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch zog mit Clubvertretern und Partnern eine positive Bilanz der Entwicklung, kündigte Neuerungen an und blickte auf eine sportlich dichte Saison bis zum Start am Freitag, den 18. September.
Wirtschaft: Rekord-Betriebsleistung und stabile Planungen
Alle 14 teilnehmenden Clubs bestanden die Lizenzprüfung ohne größere Einschränkungen. Getragen von regionalen Vermarktungserfolgen und weiterem Zuschauerzuwachs an nahezu allen Standorten erzielten die Standorte in der vergangenen Saison eine Betriebsleistung von 81,7 Millionen Euro, ein Plus von über zehn Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Für die kommende Hauptrunde kalkulieren die Vereine solide mit Gesamtetats von nahezu 75 Millionen Euro. Zugleich bestätigte die Liga ihre starke Publikumsbasis: Über 1,5 Millionen Fans besuchten 2025/26 die DEL2-Arenen, was einem Hauptrundenschnitt von über 3.700 Zuschauern pro Spiel entspricht.
Zu den Kennzahlen lieferte René Rudorisch eine Einordnung: „Eine Betriebsleistung von 81,7 Millionen Euro an 14 Standorten ist für eine zweite Liga im deutschen Mannschaftssport ein absoluter Spitzenwert. Seit der Saison 2022/2023 legen unsere Clubs jährlich um rund zehn Millionen Euro zu. Neben steigenden Zuschauerzahlen sind es vordergründig die Vermarktungserlöse, die die Clubs jährlich steigern können, was die Attraktivität der gesamten Liga unterstreicht. Mit über 1,5 Millionen Fans in den Hallen sind wir zudem die zuschauerstärkste zweite Eishockeyliga in Europa. Um die Authentizität unseres Sports zu schützen, führen wir die Diving List ein. Eishockey lebt von Härte und Ehrlichkeit, nicht von übertriebenen Schauspieleinlagen.“
Sportliche Regeln: Kapitänsmodell, Faceoffs und „Diving List“
Zur neuen Saison übernimmt die DEL2 Anpassungen des Weltverbandes IIHF. Künftig entscheiden die Teams flexibel, ob sie mit dem klassischen Modell mit einem Kapitän und zwei Assistenten oder mit mindestens drei gleichberechtigten Assistenzkapitänen antreten. Beim Faceoff entfällt die Verwarnung, fehlerhaft ausführende Bully-Spieler wechselt unmittelbar ein Mitspieler ab. Ein klares Signal gegen Unsportlichkeiten setzt die Liga mit der Einführung einer „Diving List“ nach dem Vorbild der PENNY DEL; die Verantwortlichen sichten Vorgänge mit Schwalben oder Theatralik im Nachgang, sprechen diese mit den Spielern und ahnden Wiederholungen. Dazu betonte Rudorisch: „Eishockey ist ein ehrlicher Sport, der von gesunder Härte und Respekt lebt. Diese Authentizität werden wir konsequent bewahren“.
Die Liga stärkt zudem das Schiedsrichterwesen gemeinsam mit einem neuen Partner. Junited Autoglas engagiert sich künftig unter anderem sichtbar auf Helmen, Trikots und an den Toren und unterstützt Maßnahmen für mehr Sachlichkeit im Umgang. Der Geschäftsführer von junited Autoglas, Michael Schnitzler, sagte: „Profisport funktioniert nicht ohne Schiedsrichter. Sie müssen in Sekundenschnelle unter hohem Druck faire Entscheidungen treffen. Diese Leistung verdient höchsten Respekt und gesellschaftliche Anerkennung. Unsere Partnerschaft mit der DEL2 soll helfen, Verständnis für die Unparteiischen zu schaffen und Emotionen positiv zu lenken.“ Parallel bereitet die Liga Disziplinarentscheidungen und Sperren künftig mit Videosequenzen öffentlich auf, um Transparenz zu erhöhen.
Teams, Aufsteiger und Erwartungen an die Spitze
Sportlich erwartet die Fans ein dichtes Feld. Mit den Dresdner Eislöwen kehrt ein etablierter Traditionsclub in die DEL2 zurück, der Oberliga-Meister ECDC Memmingen bringt mit der Atmosphäre am Hühnerberg zusätzliche Energie in die Liga. Der sportliche Leiter der Kassel Huskies, Daniel Kreutzer, und DEG-Kapitän Max Faber stellen ein enges Rennen an der Tabellenspitze mit sechs bis sieben potenziellen Spitzenmannschaften in Aussicht.
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„Die Leistungsdichte ist noch einmal spürbar gestiegen; es gibt fünf bis sieben Teams, die auf Augenhöhe agieren. Wir haben uns gezielt verstärkt und wollen ganz oben angreifen. Für uns gilt unverändert: Wenn wir die Meisterschaft gewinnen, nutzen wir die Chance zum Aufstieg zu einhundert Prozent“, erklärte Daniel Kreutzer. Ergänzend ordnete Max Faber die Herausforderung aus Sicht der Spieler ein: „Das sportliche Niveau in der DEL2 hat im Vergleich zu früheren Jahren gewaltig zugelegt. An jedem Spieltag sind Überraschungen an der Tagesordnung und jede Begegnung verlangt vollen Einsatz. Für uns als Team stehen Geschlossenheit und eine stabile Defensive an erster Stelle.“
Infrastruktur, Professionalisierung und Nachwuchs
Die DEL2-Kommission Sport und Wirtschaft verweist auf Fortschritte neben dem Eis. Vorsitzender Andreas Ortwein sagte: „Die Clubs haben in den vergangenen Jahren nicht nur in Beine auf dem Eis investiert, sondern massiv in die Infrastruktur an ihren Standorten. Unser gemeinsames Ziel ist ein nachhaltiges Wachstum ohne wirtschaftliche Abenteuer. In der Kommission arbeiten wir zudem intensiv ligaübergreifend an Konzepten zur Förderung des deutschen Nachwuchses.“ In diesem Zusammenhang nannte er auch Lukas Haack und Sebastian Stolz aus der DEL2-Zentrale und hob die gewachsene Struktur hervor: „Wir haben einen der besten Geschäftsführer im deutschen Sport an der Spitze unserer Liga. Das muss man an der Stelle auch mal sagen. Wir haben mit Lukas Haack, Sebastian Stolz und den weiteren Kollegen in der DEL2-Zentrale mittlerweile eine sehr gute Mannschaft innerhalb der Verwaltung. Das heiß das Ligaumfeld hat sich professionalisiert und entwickelt. Wir bekommen zudem Unterstützung auch aus der Penny DEL, aber haben natürlich selbständig sehr viel in den vergangenen Jahren auch eigenständig richtig gemacht.“
Den Auftakt zur neuen DEL2-Saison bestreiten die Teams am Freitag, den 18. September. Die komplette Pressekonferenz mit allen Aussagen steht ab dem 16. September 2026 auf dem YouTube-Kanal der DEL2 bereit.
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