Die Wundertüte Blue Devils startet am Wochenende in die Vorbereitung
Die Wundertüte Blue Devils startet am Wochenende in die Vorbereitung
Nicht nur die Fans der Blue Devils werden gespannt sein, wie sich das neu formierte Team am Samstag um 20 Uhr gegen den ungarischen Erstligisten Budapest Korong Akadémia HC und am Sonntag – je nach Ergebnis – gegen den Deggendorfer SC oder die Eisbären Regensburg schlägt. Trainer Dave Matsos wird das Turnier Deggendorfer SC und die Eisbären Regensburg nutzen, um Rückschlüsse auf die nächsten Partien und vor allem auf die am 18. September beginnende Hauptrunde in der DEL2 zu gewinnen.
Eine „Wundertüte“
Überhaupt gleicht die neue Weidener Truppe zum jetzigen Zeitpunkt einer „Wundertüte“. Unter dem Motto „Alles ist neu“ wird der kanadische Headcoach die insgesamt sechs Testspiele hauptsächlich dafür nutzen, Erkenntnisse zu gewinnen und die passenden Reihen zu finden. Da dürften die Ergebnisse erst einmal nebensächlich sein, wenn man natürlich auch diese Partien möglichst erfolgreich bestreiten will.
Zumindest so viel ist jetzt schon klar: Matsos wird großen Wert auf taktische Disziplin, Kampfgeist und das „Wir sind alle Blue Devils-Gefühl“ legen. Deutlich wird das angesichts der Aussage des neuen Trainers bei seiner Vorstellung vor wenigen Wochen. Dort schickte er eine Mahnung voraus: „Wenn der Spieler nicht unsere Kultur verinnerlicht, passt er nicht hierher.“ Man habe das Team hauptsächlich nach dem Kriterium Charakterstärke zusammengestellt. „Es muss jedem Spieler eine Ehre sein, für die Blue Devils auf dem Eis zu stehen“, betonte Matsos damals. Die Einstellung sei wichtig, ebenso müsse die Chemie in der Kabine stimmen.
Wie sieht die erste Reihe aus?
Besonders interessant wird sein, welche Formation David Matsos für seine ersten Reihen wählt. Gerade im Angriff haben die Blue Devils ihr Gesicht deutlich verändert. Viele neue Spieler müssen sich noch aneinander gewöhnen, Laufwege einstudieren und herausfinden, welche Kombinationen auf dem Eis funktionieren. Der neue Trainer steht damit vor der Aufgabe, aus unterschiedlichen Spielertypen eine Einheit zu formen. Matsos selbst bezeichnete die Zusammenstellung der Mannschaft einmal sinngemäß als eine Art Schachpartie: Jede Figur müsse am richtigen Platz stehen, damit am Ende ein funktionierendes Ganzes entsteht.
Kommt Tracey zum Einsatz?
Auch beim Blick auf den Kader gibt es vor dem Wochenende noch einige offene Fragen. Beim öffentlichen Training am vergangenen Samstag pausierten Brayden Tracey, Dominik Bohac und Torhüter Michael McNiven vorsichtshalber. Juma Grimm konnte krankheitsbedingt überhaupt nicht mitwirken. Besonders gespannt dürften die Fans auf Brayden Tracey sein. Der ehemalige Erstrundenpick der NHL ist zweifellos eine interessante Personalie für die neue Spielzeit. Matsos will bei dem Angreifer allerdings kein unnötiges Risiko eingehen. Nichts solle überstürzt werden.
Ohnehin sollten die ersten beiden Testspiele nicht überbewertet werden. Für Matsos und seine Mannschaft sind sie dennoch eine wichtige Standortbestimmung. Schließlich zeigt sich erst im Wettkampf, wie gut die vielen neuen Puzzleteile bereits ineinandergreifen. Und vielleicht wartet am Sonntag sogar schon ein besonderes Wiedersehen: Sollte es entsprechend laufen, könnten die Blue Devils in einem Oberpfalz-Duell auf Regensburg treffen – und damit auch auf den Ex-Weidener Tyler Ward.





