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Bezirksliga Nord: Kantersieg für Etzenricht gegen Schwarzhofen

Etzenricht. Der SV Etzenricht schlägt den SV Schwarzhofen trotz starker Gäste mit fünf zu eins und feiert den achten Saisonsieg, der Platz zwei in der Bezirksliga Nord bringt. Mirko Griesbeck trifft doppelt, Johannes Janker dreimal.

Bezirksliga Nord: Kantersieg für Etzenricht gegen Schwarzhofen

Ben Kippes bremst Schwarzhofens Torjäger Christoph Gietl vor dem Strafraum aus IMG_9400 - Kopie - Kopie.JPG
Foto: Rudi Walberer

Tore: 1:0 (16.) Mirko Griesbeck, 1:1 (45.) Felix Weiß, 2:1 (55.) Johannes Janker, 3:1 (59.) Mirko Griesbeck, 4:1 (65.) und 5:1 (70.) Johannes Janker – SR: Adrian Kohn (Amberg) – Zuschauer: 150

Im Verfolger-Duell der Bezirksliga besiegte der SV Etzenricht den Tabellennachbarn SV Schwarzhofen mit 5:1. Dabei sah es vor der Pause ganz und gar nicht nach einem so deutlichen Heimerfolg aus. Die Elf aus dem Landkreis Schwandorf zeigte zunächst die bessere, reifere Spielanlage und erarbeitete vor dem Wechsel zunehmend Vorteile.

Bereits in der siebten Spielminute visierte SVS-Akteur Stefan Voith aus 40 Metern das Etzenrichter Tor an. Sein Fernschuss tanzte auf der Latte. Nach dieser Schrecksekunde folgte zunächst eine Viertelstunde lang ein offener Schlagabtausch, und im Rahmen dieser Phase kamen die Gastgeber zum Führungstreffer. Eigentlich monierte die Etzenrichter Bank ein Foulspiel, der Schiri ließ weiterspielen, und Mirko Griesbeck hämmerte den zweiten Ball mit einem Aufsetzer präzise in die für den Torwart unerreichbare Ecke. Den Rückstand steckte Schwarzhofen unbeirrt weg, zog über die Flügel, und mit dem stets gefährlichen offensiven Duo Christoph Gietl und Bastia Graf wurden vielversprechende Angriffe – bis zum Seitenwechsel verbunden mit guten Strafraumaktionen – aufgezogen. Bei Torhüter Dominik Pautsch mussten sich seine Vorderleute und Trainer Andy Wendl – er stand nach seinem Aussetzen in Hahnbach wieder im Abwehrzentrum – für das Halten des Ergebnisses bedanken. Vor allem mit zwei tollen Paraden (18. und 37. Minute) sicherte der Keeper den knappen Vorsprung bis in die Nachspielzeit von Halbzeit eins.

Schwarzhofen drückt – SVE hält dagegen

Was sich längst andeutete, realisierte der hochgewachsene Felix Weiß bei einem fälligen Eckball von links. Mit der Stirn veränderte er die Flugrichtung des hohen Balles und traf zum überfälligen Ausgleich.

Die Kräfteverhältnisse blieben im zweiten Spielabschnitt ähnlich. Schwarzhofen blieb tonangebend, machte das Spiel. Die Tore machten allerdings die im Angriffszentrum clever und effektiver auftretenden Etzenrichter. Per Entlastungsangriff erzielte Johannes Janker nach einer Körpertäuschung und einem strammen Schuss das 2:1. Der vorbereitende Steilpass kam von Finn Lenz. Keine fünf Minuten später vollendete Mirko Griesbeck den nächsten Angriff zum dritten Treffer und vollzog damit wohl auch die vorentscheidende Szene. Die Gäste bemühten sich weiterhin, allerdings nicht mehr mit dem zuvor öffnenden und flotten Passspiel. So stand der SVE hinten sicher, hatte nun immer mehr Raum für Konter und nutzte diese auch im Gegensatz zur Vorwoche in Hahnbach aus.

Janker setzte mit seinen zweiten und dritten Treffern seine Duftmarke, erhöhte seine Saisonerfolge auf nunmehr zwölf Tore. Stephan Herrmann legte mit einem perfekt getimten Heber das besonders sehenswerte 5:1 auf.

Grammer Solar
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Foto: Rudi Walberer

Stimmen zum Spiel

Die Einschätzung des Spielverlaufs von Spielertrainer Wendl hörte sich so an: „Wir haben es geschafft, dass wir in der zweiten Halbzeit den Schalter umgelegt haben. Dann waren wir auf einmal da und es war eine andere Mannschaft auf dem Platz. Dass wir das Spiel auf unsere Seite drehen konnten, hatte nach dieser ersten Halbzeit wahrscheinlich keiner gedacht. Dementsprechend sind wir mehr als glücklich. Auch unser Keeper hat uns die eine oder andere Situation gerettet. Das 5:1 spiegelt jedoch auf keinen Fall die Kräfteverhältnisse dieses Spiels wider und ist zu hoch.“

SVS-Coach Adolf Götz begründete die Niederlage durch extreme, individuelle Fehler und wird so zitiert: „Dadurch haben wir Etzenricht mehr oder weniger zum Toreschießen eingeladen. Unterm Strich absolut ernüchternd. Es hat mal wieder gezeigt, dass die bessere Abwehr nicht nur Meisterschaften gewinnt, sondern wie heute auch Spiele gewinnt.“ Etzenricht nimmt durch den Dreier Platz zwei mit zwei Punkten weniger hinter der Zweiten der SpVgg SV Weiden ein und vergrößert den Abstand zu Schwarzhofen auf vier Zähler.

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