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Taxi-Zentrale Weiden
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Der SpVgg SV Weiden fehlte das Quäntchen Glück

Weiden. Es war ein Abend, an dem bei der SpVgg SV Weiden vieles stimmte – und am Ende doch das entscheidende Quäntchen Glück fehlte.

Der SpVgg SV Weiden fehlte das Quäntchen Glück

Im Weidener Strafraum war immer eine Menge los. Foto. D. Nachtigall

Gegen den Regionalliga-Absteiger SV Viktoria Aschaffenburg erkämpfte sich die Truppe von Trainer Michael Riester ein 1:1 (0:0)-Unentschieden und zeigte dabei über weite Strecken eine engagierte und kämpferisch überzeugende Leistung. Nach dem Führungstreffer von Jahi Sylejmani in der 73. Minute sah es sogar nach dem erhofften Heimsieg aus. Doch nur drei Minuten später schlug Aschaffenburg durch Jonathan Witzel zurück. Für Aufmerksamkeit auf den Rängen sorgte SV-Sportvorstand Felix Magath, der die Partie von der Tribüne aus verfolgte.

Sportvorstand Felix Magath und der Vereinsvorsitzende Michael Kurz. Foto. D. Nachtigall

Weiden hält Aschaffenburg in der ersten Hälfte in Schach

Weidens Coach Riester musste nach seiner Gelb-Roten Karte in Regensburg die Partie von der Tribüne aus verfolgen. Für ihn coachte Co-Trainer Jonas Heimerl das Gastgeberteam. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung, in der sich beide Mannschaften zunächst weitgehend neutralisierten. Weiden brauchte einige Minuten, um richtig in die Partie zu finden. Danach bekam die SpVgg SV immer besseren Zugriff und ließ den Gästen nur wenig Raum zur Entfaltung. Vor allem defensiv überzeugten die Gastgeber. „Wir waren in der ersten Hälfte gut im Spiel und haben Viktoria keine Torchance gestattet“, bilanzierte Heimerl nach der Partie. Tore wollten vor der Pause nicht fallen. Mit einem 0:0 ging es in die Kabinen.

Sylejmani lässt die 559 Zuschauer jubeln

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild etwas. Aschaffenburg wurde zunehmend offensiver, während Weiden tiefer agierte. „In den zweiten 45 Minuten standen wir tiefer und hatten nur noch die Option, lange Bälle zu spielen“, erklärte Heimerl. Auf beiden Seiten wurde personell nachjustiert. Bei der Viktoria kam Jakob Hammerbacher für Moritz Emmerich und wenig später brachte Trainer Felix Luz zudem Jonathan Witzel, der noch eine entscheidende Rolle spielen sollte. Zunächst aber gehörte das Momentum der SpVgg SV Weiden. In der 73. Minute brachte Jahi Sylejmani die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Die Weidener unter den 559 Zuschauern durften auf den zweiten Heimsieg ihres Teams hoffen. Und das hatte sich die Führung mit einer konzentrierten und leidenschaftlichen Vorstellung durchaus verdient. Doch die Freude währte nicht lange.

Lukas Schaller ein echter Unruheherd. Foto. D. Nachtigall

Witzel antwortet prompt

Nur drei Minuten nach dem Weidener Führungstreffer schlug Aschaffenburg zurück. Jonathan Witzel traf in der 76. Minute zum 1:1 und stellte die Partie damit wieder auf null. Die Gastgeber mussten den Rückschlag verdauen, blieben aber engagiert und suchten in der Schlussphase noch einmal die Entscheidung. In der letzten Minute dann eine Szene, über die nach dem Schlusspfiff heiß diskutiert wurde. Die Weidener hatten aus ihrer Sicht ein Handspiel der Gäste auf der Torlinie gesehen und forderten Strafstoß – doch der Pfiff blieb aus.

„Aktuell fehlt uns das Quäntchen Glück, das zeigt sich an zwei Schlüsselszenen: Beim 1:1 bekommen wir keinen Zugriff, und in der 90. Minute, als der Aschaffenburger Verteidiger mit der Hand auf der Linie klärt. Wahnsinn, dass der Schiri nicht auf den Punkt zeigt“, sagte Cheftrainer Michael Riester. Auch Heimerl sah die Szene kritisch: „Leider haben wir den Handelfmeter nicht bekommen. Aber ich bin stolz, wie die Mannschaft aufopferungsvoll gekämpft hat.“

Riester sieht einen Schritt nach vorne

Trotz des verpassten Sieges wollte Riester seine Mannschaft nicht mit hängenden Köpfen sehen. Für den Chefcoach war die Vorstellung vielmehr ein Zeichen dafür, dass die Entwicklung in die richtige Richtung geht. „Nach den ersten zehn Minuten waren wir gut im Spiel und hatten unsere Momente“, so der Chefanweiser. „Es war ein Schritt nach vorn und wenn wir so weitermachen, kommt auch wieder das nötige Glück dazu.“

Grammer Solar
Grammer Solar

Auch Kapitän Felix Behnke konnte mit der Leistung der Mannschaft grundsätzlich leben. „Wir haben kein schlechtes Spiel abgeliefert, haben viel gekämpft und hatten die Chancen zum 2:1. Aber man muss gegen einen Regionalliga-Absteiger mit einem Punkt leben“, so sein Fazit. Kurz vor Schluss nahm Weiden noch einen Doppelwechsel vor: Josef Rodler und Jakob Höfler kamen für Sylejmani und Patryk Bytomski. Am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr.

Felix Behnke hielt seine Abwehr sicher. Foto: D. Nachtigall

Ein Punkt, der Mut machen soll

Am Ende stand ein 1:1, das angesichts des Spielverlaufs durchaus als gewonnener Punkt gewertet werden kann – auch wenn angesichts der Chancen in der Schlussphase mehr möglich gewesen wäre. Die SpVgg SV bleibt damit mit drei Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen auf dem 13. Tabellenplatz. 19 erzielten Treffern stehen allerdings 28 Gegentore gegenüber. Für die SpVgg SV bleibt primär die Erkenntnis: Der Auftritt gegen Aschaffenburg war ein Schritt nach vorn.