Kreisklasse West: Da waren es nur noch zwei ungeschlagene Mannschaften
Kreisklasse West: Da waren es nur noch zwei ungeschlagene Mannschaften
Kreisklasse West, 8. Spieltag
Freitag, 11.09.2026
SV Neusorg – SV Waldeck 4:3 (1:1)
Ein spektakuläres Flutlichtspiel bekamen die Zuschauer in Neusorg geboten. Zunächst hatte die Heimelf zwar mehr Ballbesitz, tat sich aber schwer, zwingende Torchancen zu kreieren. In der 33. Minute brach Simon Heser schließlich den Bann: Nach starker Vorarbeit von Christopher König staubte er per Abpraller zur 1:0-Führung ab. Doch Aufsteiger Waldeck zeigte sich wenig beeindruckt. Nach einer sehenswerten Einzelaktion von Ricardo Burger (42.) fiel noch vor der Pause der überraschende 1:1-Ausgleich.
Was nach dem Seitenwechsel geschah, war an Dramatik kaum zu überbieten. Neusorgs Trainer Patrick Müller bewies mit der Einwechslung von Rene Hupas ein glückliches Händchen. Nach dessen feinem Zuspiel hämmerte Thomas Küffner (51.) den Ball zur erneuten Führung in die Maschen. Waldeck antwortete kurios: Ein Befreiungsschlag des Neusorger Torhüters prallte vom anlaufenden Burger unglücklich zum 2:2 ins Tor. Nur 60 Sekunden später schockte Liebner die Heimelf komplett, als er unbedrängt zum 2:3 für die Gäste traf. Doch Neusorg zeigte unglaubliche Moral. Simon Heser avancierte per Doppelschlag (60., 61.) zum Matchwinner und krönte seine überragende Leistung mit einem Dreierpack zum 4:3-Endstand.
SVN-Trainer Patrick Müller atmete nach dem Spiel tief durch: „Zunächst einmal Respekt an einen wirklich starken Aufsteiger aus Waldeck. Wir hatten heute phasenweise nicht den richtigen Zugriff und haben dadurch drei Gegentore bekommen. Was die Mannschaft aber an Moral gezeigt hat, war richtig stark. Wir gehen zweimal in Führung, geraten in Rückstand und schaffen es trotzdem, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen. Ein besonderes Lob an Simon Heser. Drei Tore in so einem Spiel sprechen für sich.“
TSG Weiherhammer – VfB Mantel 2:2 (2:1)
Mehr als 300 Zuschauer sorgten am Freitagabend in Weiherhammer für eine großartige Derbykulisse. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn beide Teams lieferten sich ein intensives und packendes Nachbarschaftsduell, das am Ende mit einem gerechten Unentschieden endete. Die Gäste aus Mantel erwischten dabei den deutlich besseren Start und gingen durch einen Treffer von Mirco Dobner verdient mit 1:0 in Führung.
Doch die TSG Weiherhammer zeigte sich keineswegs geschockt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Dominik Härning markierte den wichtigen Ausgleich und brachte die Hausherren wieder ins Spiel. Noch vor dem Pausenpfiff drehte die Heimelf das Derby dann sogar komplett, als Tobias Scheibel zum viel umjubelten 2:1 traf. Nach dem Seitenwechsel drängte der VfB Mantel mit aller Macht auf den Ausgleich. Der Einsatz wurde belohnt, als Andreas Mark den verdienten 2:2-Ausgleich erzielen konnte. In der Schlussphase drängten beide Teams auf den Derbysieg, ein weiterer Treffer wollte jedoch auf keiner Seite mehr fallen.
Mantels neuer Trainer Bernd Rast zeigte sich mit dem Punktgewinn auswärts zufrieden: „Wir haben es uns nach dem Pausenrückstand auch verdient.“ Auch bei der TSG Weiherhammer konnte man mit dem Remis am Ende gut leben. Torschütze Tobias Scheibel bilanzierte pragmatisch, dass das 2:2 nach intensiven 90 Minuten absolut in Ordnung gehe und den Spielverlauf gerecht widerspiegele.
Sonntag, 13.09.2026
SV Hahnbach II – DJK Ebnath 1:0 (1:0)
In einer hart umkämpften Partie feierte die zweite Mannschaft des SV Hahnbach einen knappen, aber am Ende verdienten 1:0-Heimsieg gegen die DJK Ebnath. Das goldene Tor des Tages erzielte Jonas Rösch in der 34. Spielminute nach einem sehenswert herausgespielten Angriff. Hahnbachs Trainer Holger Fleck zeigte sich nach dem Schlusspfiff hochzufrieden: „Unser Ziel waren drei Punkte, und den Heimsieg haben wir insgesamt völlig verdient erreicht. In der ersten Halbzeit konnten wir vor allem das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Die Führung war nur eine Frage der Zeit und auch wirklich klasse herausgespielt. Einziges Manko: Dass wir leider nicht das 2:0 nachgelegt haben.“ Auch in der zweiten Hälfte ließen die Gastgeber defensiv kaum etwas anbrennen, verpassten es aber weiterhin, für die Vorentscheidung zu sorgen. Fleck lobte sein Team: „Gratulation an meine Mannschaft, auch aufgrund der Mentalität und des Willens.“
Aufseiten der DJK Ebnath, die weiterhin ohne Auswärtspunkt bleibt, überwog die Enttäuschung. Trainer Florian Horn sah eine couragierte Leistung seiner Elf, die jedoch nicht belohnt wurde: „Leider mussten wir kurzfristig umstellen. Hahnbach hatte in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz und ist verdient in Führung gegangen. Nach der Pause haben wir alles versucht, um den Ausgleich zu erzielen, leider wollte der Ball nicht ins Tor. Die Mannschaft hat wieder Moral gezeigt. Jetzt heißt es Mund abwischen und weitermachen. Mit dieser Einstellung holen wir bald den ersten Auswärtsdreier.“
SC Kirchenthumbach – SG Seugast/Freihung 1:2 (0:1)
Erste Saisonniederlage für den SC Kirchenthumbach: Gegen eine taktisch hervorragend eingestellte SG Seugast/Freihung musste sich die Heimelf knapp geschlagen geben. Timo Nürnberger brachte die diszipliniert auftretenden Gäste vor der Pause in Führung, Alex Schlosser erhöhte nach dem Seitenwechsel auf 2:0. Zwar machte es Nico Schart (67.) mit dem Anschlusstreffer noch einmal spannend, doch die SG-Defensive hielt dem Druck stand.
SC-Trainer Christian Ringler haderte mit dem Resultat: „Wir mussten gegen einen ab der Mittellinie äußerst kompakt stehenden Gegner unsere erste Saisonniederlage hinnehmen. Aus unserer Sicht wäre ein Unentschieden aufgrund des Spielverlaufs durchaus gerechtfertigt gewesen. Leider wurde uns zudem ein reguläres Tor aberkannt. Glückwunsch an Seugast zum Sieg! Wir werden die Fehler aufarbeiten.“
Florian Weiß von der SG lobte sein verletzungsgeplagtes Team: „Wir haben mit den Mitteln, die wir noch zur Verfügung hatten, das Optimale erzielt. Kirchenthumbach hatte zwar mehr Ballbesitz, hat aber überwiegend mit langen Bällen agiert, worauf wir uns gut eingestellt haben. Wir haben die Drangphase vor der Pause wegverteidigt und dann durch einen Konter das 2:0 gemacht.“ Weiß sah sogar noch die Chance auf die Vorentscheidung, bevor Kirchenthumbach der Anschluss gelang: „Wir hatten die Möglichkeit durch einen Elfmeter den Deckel drauf zu machen. Das 1:2 war dann eine Art Zufallstreffer. Am Ende haben wir die drei Punkte mitgenommen, weil wir den Kampf angenommen haben.“
SVSW Kemnath – SV Riglasreuth 4:0 (3:0)
Der SVSW Kemnath untermauert seine Vormachtstellung an der Tabellenspitze und entschied das Derby gegen den SV Riglasreuth souverän mit 4:0 für sich. Bereits in der ersten Halbzeit sorgte die gefährliche Kemnather Offensive für klare Verhältnisse: Erdzhan Yozkan, Serhat Kaya und Guido Menzel schossen eine komfortable 3:0-Pausenführung heraus. Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte schließlich Markus Holzner.
SVSW-Co-Trainer Tobias Gradl zog ein absolut zufriedenes Fazit: „Nächster verdienter Sieg für unsere Jungs und bereits das vierte Spiel in Folge ohne Gegentor. Riglasreuth wurde zu Beginn zwar zwei-, dreimal gefährlich, insgesamt hatten wir die Partie aber jederzeit unter Kontrolle. Mit der 3:0-Führung zur Halbzeit war das Spiel weitgehend entschieden. Auch nach der Pause sind wir konzentriert geblieben und haben nachgelegt. Am Ende steht ein weiterer guter Auftritt der gesamten Mannschaft.“
Gästetrainer Lukas Emmerich erkannte die Überlegenheit des Spitzenreiters fair an: „In den ersten 15 Minuten hatten wir einige gute Torchancen, um in Führung zu gehen. Leider konnten wir diese nicht nutzen. Im Anschluss zeigte die starke Offensive des Gegners, was in ihr steckt. Letztendlich eine absolut verdiente, wenn auch bittere Niederlage für uns. Der Gegner war uns in nahezu allen Belangen überlegen. Jetzt heißt es: Krone richten und den Fokus auf das nächste schwere Heimspiel legen.“
TSV Pressath – SV Wildenreuth 5:4 (4:1)
Der Trainerwechsel hat beim TSV Pressath sofortige Wirkung gezeigt: In einem spektakulären Neun-Tore-Wahnsinn feierte das Team den erlösenden ersten Saisonsieg. Die Hausherren spielten eine furiose erste Halbzeit und führten schnell deutlich. Fabian Waldmann, Timo Schmid (2), Dominik Rau und Korbinian Fischer trafen für den TSV. Für die Gäste markierten Elias Dobner, Lean Beyerlein, Matthias Mehlhase und David Frischholz die Treffer.
Markus Zibell vom TSV Pressath fiel ein Stein vom Herzen: „Man merkte jedem die Erleichterung an. Wir haben in der ersten Halbzeit fast nichts zugelassen und unsere Chancen endlich genutzt. Mit dem 5:1 sollte das Spiel eigentlich entschieden sein. Leider haben wir nach 60 Minuten die Spielkontrolle verloren und Wildenreuth durch individuelle Fehler eingeladen. Daran müssen wir arbeiten. Über die gesamte Spielzeit war es aber ein absolut verdienter Sieg, und am Ende interessieren nur die Punkte.“
Wildenreuths Trainer Thomas Bayer analysierte die bittere Auswärtsniederlage enttäuscht: „Wenn man 50 Minuten verschläft und einem Vier-Tore-Rückstand hinterherläuft, holt man selten noch etwas Zählbares. Die Moral im Anschluss war lobenswert, aber leider nicht mehr vom Ausgleich gekrönt. Wir müssen uns eingestehen, dass die Tabelle nach einem Drittel der Saison aussagekräftig ist und wir derzeit völlig zurecht am Tabellenende stehen.“
Germania Amberg – SV Immenreuth 2:1 (1:1)
Germania Amberg sichert sich im Heimspiel gegen den SV Immenreuth einen knappen 2:1-Arbeitssieg. Die Gäste gingen dabei zunächst durch Tim Stauffer in Führung, ehe Adrian Mayer noch vor der Halbzeit für Amberg ausgleichen konnte. Im zweiten Durchgang war es dann Patrick Donhauser (52.), der den entscheidenden Siegtreffer für die Hausherren erzielte.
Ambergs Heimtrainer Remigiusz Szewczyk blickte auf ein umkämpftes Spiel zurück: „Das Spiel war anfangs ausgeglichen. Wir haben es nicht geschafft, das Spiel im letzten Drittel zu kontrollieren. Nach einem Abspielfehler nutzte Immenreuth einen sauber ausgespielten Konter zum 0:1. Wir haben aber nicht aufgegeben und kurz vor der Halbzeit den verdienten Ausgleich erzielt. Nach der Halbzeit kamen wir sehr gut ins Spiel und konnten durch ein Kopfballtor die Führung übernehmen. Es war ein kampfbetontes Spiel. Am Ende haben wir aufgrund der deutlich besseren zweiten Halbzeit verdient gewonnen.“
Immenreuths Gästetrainer Matthias Müller, der notgedrungen erneut das Tor hüten musste, zeigte sich trotz der knappen Niederlage stolz auf seine junge Truppe: „Amberg war die spielbestimmende Mannschaft, aber es tut mir unheimlich leid, dass nicht zumindest ein Punkt rausgesprungen ist. Kampf und Leidenschaft waren top. Manchmal macht man trotz einer Niederlage einen Schritt nach vorne, und das war am Sonntag definitiv der Fall. Jetzt heißt es Mund abputzen und volle Konzentration auf das nächste Spiel.“
Kreisklasse West
Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.




