Kreisliga Nord: Das Topspiel steht an
Kreisliga Nord: Das Topspiel steht an
Kreisliga Nord, 11. Spieltag
Samstag, 03.10.2026
FC Weiden-Ost – FC Tremmersdorf-Speinshart
Das Topduell im oberen Tabellendrittel ist gleichzeitig ein richtungsweisendes Spiel: Nur der Gewinner bleibt den Spitzenteams der Liga auf den Fersen. Weidens Trainer Tim Schlesinger schätzt die Lage realistisch ein: „In unserer aktuellen Situation gibt es absolut keine einfachen Spiele. Wir werden trotzdem alles dafür tun, wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Gleichzeitig muss man ehrlich sein: Momentan ist einfach nicht viel mehr drin. Die Jungs leisten Woche für Woche ein brutales Pensum und unterstützen zusätzlich die erste Mannschaft sowie die U19. Dass sich das irgendwann bemerkbar macht, ist nur logisch. Umso wichtiger ist, dass wir ohne großen Druck in unsere Spiele gehen können. Die vielen Siege aus der bisherigen Saison geben uns den nötigen Rückhalt. Jetzt heißt es: weitermachen, zusammenhalten und irgendwann den Bock wieder umstoßen.“
Tremmersdorfs Trainer Robert Schäffler blickt optimistisch auf das schwere Auswärtsspiel: „Nach dem Spiel in Trabitz wurde unter der Woche wieder sehr intensiv gearbeitet. Nun möchte die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur. Mit Weiden-Ost kommt allerdings ein extrem starker Ligawechsler zu uns, der in der Kreisliga Nord sofort bewiesen hat, welche große spielerische Klasse in ihm steckt. Man merkt hier die sehr gute Jugendarbeit des Gegners. Dennoch wollen wir uns vor allem auf uns selbst konzentrieren und wieder einen Dreier mit aus Weiden heimnehmen. Personell gibt es bei uns aktuell noch das eine oder andere Fragezeichen.“
SV TuS/DJK Grafenwöhr – SpVgg Trabitz
Gipfeltreffen in Grafenwöhr! Im vergangenen Jahr elektrisierte diese Partie 1000 Zuschauer, und auch am Samstag wird eine gewaltige Kulisse erwartet. SV-Trainer Turan Bafra strotzt vor Selbstbewusstsein: „Wir spielen jetzt das absolute Topspiel. Beide Mannschaften haben sich dieses Highlight hart erarbeitet. Respekt auch vor Trabitz, die immer noch ungeschlagen sind. Wir erwarten eine stattliche Kulisse, vielleicht sogar wieder knapp 1000 Zuschauer. Wir werden definitiv rein gar nichts an unserem Spielsystem oder den Abläufen verändern. Meiner Meinung nach sind wir sogar leicht favorisiert. Wir haben zehn Siege eingefahren, der Gegner hat daher deutlich mehr Druck auf dem Kessel. Dementsprechend liegt der Ball bei Trabitz, wie sie dieses Spiel angehen möchten. Wir wollen einfach den elften Heimsieg in Folge, unabhängig davon, wer der Gegner ist. Wir lassen uns von Trabitz nicht beeinflussen und auch nicht davon abbringen, dass wir am Ende des Spieltags weiterhin souveräner Spitzenreiter bleiben werden. Gerade in unserer aktuellen Verfassung muss man uns erstmal schlagen.“
Aus dem Lager der SpVgg Trabitz schickt Christian Recht eine deutliche Kampfansage an den Ligaprimus: „Am Feiertag geht es zum souveränen Spitzenreiter. Ein echtes Topspiel – und genau für solche Spiele betreiben wir diesen immensen Aufwand. Wir wollen uns mit den Besten der Liga messen und zeigen, wo wir stehen. Für die passende Kulisse werden wir als Auswärtsmannschaft sicherlich wieder unseren Teil beitragen. Grafenwöhr steht absolut verdient an der Spitze. Trainer Bafra dürfte mittlerweile auch deutlich entspannter auf die Wechsel nach Trabitz blicken, die ihn im Sommer noch ziemlich aufgewühlt haben. Auf seine Danksagung warten wir noch – offenbar haben die Wechsel beiden Seiten am Ende ganz gutgetan. Sportlich gilt: Respekt ja, Ehrfurcht absolut nein. Fabian Helleder hat die Mannschaft auf ein neues Niveau gebracht. Unser Plan ist völlig klar: kompakt stehen, das Tempo hochhalten, unsere Offensive in Szene setzen und dem Spitzenspiel unseren Stempel aufdrücken. Wir fahren definitiv nach Grafenwöhr, um zu gewinnen.“
TSV Pleystein – TSV Erbendorf
Etwas im Schatten des großen Spitzenduells in Grafenwöhr findet die reizvolle Begegnung in Pleystein statt. Hier will der heimische TSV die bittere Derbyniederlage in Eslarn schnellstmöglich wettmachen, während die Gäste aus Erbendorf ihre starke Saison auswärts nahtlos fortführen wollen. Pleysteins Trainer Alexander Schön äußert sich respektvoll: „Da müssen wir natürlich wieder all unsere Grundtugenden zeigen. Erbendorf ist eine hervorragende Mannschaft, spielt schon seit Jahren in der Kreisliga und ist enorm gut bestückt. Wir müssen ganz wichtig unser eigenes Spiel aufzeigen. Wenn wir das schaffen, können wir ihnen vielleicht den Schneid abkaufen, um einen Punkt oder sogar einen Sieg mitzunehmen. Sie haben natürlich mit Hösl einen außergewöhnlich guten Stürmer, den wir zwingend in den Griff bekommen müssen. Wir haben leider sehr viele Verletzte, da müssen andere in die Bresche springen. Wir hoffen, dass wir am Ende etwas Zählbares mitnehmen können.“
Aus Erbendorf meldet sich Trainer Roland Lang zu Wort: „Die Reise geht für uns zum enorm starken Aufsteiger nach Pleystein, der mit beachtlichen Ergebnissen seine klare Kreisligatauglichkeit bereits mit Nachdruck bewiesen hat. Nach dem sehr schwachen Auftritt zuletzt in unserem Heimspiel müssen wir uns deutlich steigern, um nicht leer auszugehen. Personell schaut es bei uns erfreulicherweise recht gut aus. Bis auf die bekannten Langzeitausfälle sollten wir soweit vollzählig antreten können.“
Sonntag, 04.10.2026
SV Altenstadt/WN. – TSV Eslarn
Aufsteiger gegen etablierte Spitzenmannschaft – so lautet das spannende Duell am Sonntagnachmittag in Altenstadt. Dass die Gastgeber hervorragend mithalten können, haben sie bereits mehrfach in dieser Saison bewiesen. Auch den favorisierten Grenzstädtern aus Eslarn wollen sie die Punkte streitig machen. Altenstadts Trainer Marvin Häffner blickt voraus: „Das nächste ganz schwere Heimspiel steht vor der Tür! Mit Eslarn erwarten wir einen starken Gegner, der definitiv zu den absoluten Top-Teams der Liga gehört! Mit ihren sehr erfahrenen Spielern in den Reihen und vor allem mit ihrem brandgefährlichen Stürmer Striegl wird es eine ganz schwere Aufgabe für uns! Letzte Woche haben wir aber wieder bewiesen, zu was wir in der Lage sind, obwohl noch einige wichtige Leute gefehlt haben. Dieses Wochenende könnten sogar zwei Verletzte wieder zum Kader stoßen. Es wird schwer, aber wir bereiten uns bestens darauf vor.“
Eslarns Spielertrainer Peter Rackl warnt vor dem Aufsteiger: „Altenstadt ist ein äußerst schwieriger Gegner. Bereits in der diesjährigen Wintervorbereitung hat uns der SV mit seinen starken Individualisten vor große Herausforderungen gestellt. Dennoch reisen wir zum Auswärtsspiel, um den fünften Sieg in Folge einzufahren. Wenn wir wieder alle wichtigen Tugenden auf den Platz bringen, ist für uns definitiv was drin. Personell sind wir erfreulicherweise nahezu komplett – und das zum ersten Mal in dieser Saison.“
SV Kulmain – TSV Reuth
Beide Mannschaften stecken derzeit im ungemütlichen hinteren Drittel der Tabelle fest und benötigen dringend Punkte. Es wird ein umkämpftes Spiel auf Augenhöhe erwartet. Florian Greger vom SV Kulmain verdeutlicht den Ernst der Lage: „Nach den zuletzt extrem enttäuschenden Ergebnissen steht für uns ein sehr wichtiges Heimspiel an. Die Reuther liegen aktuell einen Zähler vor uns, während wir auf einen gefährlichen Relegationsplatz abgerutscht sind. Umso wichtiger ist es, vor heimischer Kulisse wieder zu punkten. Wir wissen um die enorme Bedeutung der Partie und wollen als Mannschaft absolut geschlossen auftreten. In den vergangenen Spielen haben wir uns immer wieder gute Torchancen erarbeitet, uns dafür aber viel zu selten belohnt. Wir wollen die positiven Ansätze mitnehmen, endlich unsere Chancen konsequenter nutzen und die drei Punkte in Kulmain behalten, um in der Tabelle wieder Boden gutzumachen.“
Aus Reuth schlägt Spielertrainer Martin Bächer ähnliche Töne an: „Weiter geht’s in Kulmain. Eine sehr heimstarke Mannschaft mit einer guten Mischung aus jungen und sehr erfahrenen Spielern. Ich rechne mit einem enorm knappen Ergebnis, wie es auch die letzten Male bei diesem direkten Duell der Fall war.“
FC Vorbach – ASV Haidenaab
Ein brisantes Derby unter Freunden, deren Freundschaft für 90 Spielminuten ruhen muss. Dazu ein Trainer, der als Gegner zu seiner alten sportlichen Liebe zurückkehrt. Das Abstiegsduell am Sonntag in Vorbach hat gleich mehrere hochspannende Facetten. FCV-Trainer Manuel Lautner dazu: „Am Sonntag steigt das nächste wichtige Derby in Vorbach. Da ist Haidenaab zu Gast. Haidenaab wird definitiv mit einer anderen Mannschaft auf dem Platz stehen als letztes Wochenende gegen Grafenwöhr. Wir sind also absolut gewarnt. Wir freuen uns extrem auf das Spiel und werden alles dafür tun, dass die eminent wichtigen drei Punkte auf jeden Fall in Vorbach bleiben. Das ist unser großes Ziel und darauf arbeiten wir unter der Woche hart hin.“
Michael Kaufmann, der ehemalige Erfolgstrainer des FC Vorbach und jetzige Trainer des ASV Haidenaab, blickt auf die Partie: „Leider hat uns die Krankheitswelle zuletzt brutal erwischt. Ich gehe davon aus, dass wir am Wochenende personell wieder deutlich anders aufgestellt sein werden und auch, dass ich selbst wieder an der Linie stehen kann. Für mich ist es natürlich immer ein ganz besonderes Spiel, aber am Wochenende ist es einfach nur wesentlich, dort zu punkten, alles andere wird davor absolut keine Rolle spielen. Für beide Teams ein enorm wichtiges Spiel im Tabellenkeller, daher wird es sicher eine sehr enge und kampfbetonte Nummer.“
FC Dießfurt – SC Eschenbach
Das nackte Abstiegsduell des 11. Spieltags: Der FC Dießfurt empfängt das bisher völlig punktlose Schlusslicht SC Eschenbach und will den direkten Konkurrenten unbedingt auf Distanz halten. „Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge muss der FC Dießfurt schauen, dass man wieder in die Erfolgsspur kommt. Im wichtigen Heimspiel gegen Eschenbach muss versucht werden, die drei Punkte zwingend einzufahren. Die Mannschaft hat es auf jeden Fall drauf. Wenn man den Gegner allerdings unterschätzt, wird das nicht klappen. Es muss wieder deutlich mehr Kompaktheit und Laufbereitschaft gezeigt werden“, so Henry Schraml vom FCD.
Eschenbachs verzweifelter Spielertrainer Benjamin Scheidler meint dazu: „Wir wollen gegen Dießfurt natürlich unbedingt die allerersten Punkte holen und unsere unfassbare Negativserie endlich beenden, auch wenn uns dort ein sehr schweres Spiel erwartet. Aktuell läuft einfach alles gegen uns, aber aufgegeben haben wir uns noch lange nicht! Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis, um auch wieder in die sportliche Spur zu finden und den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze irgendwie herzustellen! Wenn vielleicht noch das nötige Glück hinzukommt, bin ich absolut optimistisch, dass wir nicht mit leeren Händen nach Hause fahren werden!“




