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Kreisliga Nord: Grafenwöhr und Trabitz setzen sich weiter ab

Nordoberpfalz. Man hat es vor der Saison bereits vermuten können, Grafenwöhr und Trabitz werden den Meister in der Kreisliga Nord vermutlich untereinander ausmachen.

Kreisliga Nord: Grafenwöhr und Trabitz setzen sich weiter ab

Benjamin Eder Tor für Altenstadt zum 4:1. Foto: Dagmar Nachtigall

Kreisliga Nord, 10. Spieltag

Freitag, 25.09.2026

ASV Haidenaab – SV TuS/DJK Grafenwöhr 0:7 (0:3)

Der absolute Tabellenführer aus Grafenwöhr demonstrierte am Freitagabend eindrucksvoll seine ungeheure Stärke und gewann bei stark ersatzgeschwächten Hausherren hochverdient mit 7:0. Die unaufhaltsamen Torschützen für die ungeschlagenen Gäste waren Marcello Siemski (3), Xavier Siemski (2), Johannes Renner und Luca Reiß.

Haidenaabs Vertreter Stephan Veigl schilderte die schwierige Situation der Hausherren: „Eigler, Böhmer, Winde, Pöllath, Reichenberger, Holl, Andreas Hübner, Kargi, Juli Veigl – Kreuzbandriss Rieß zähle ich gar nimmer –, Scherm, Langsteiner, Walter und Dötterl mit Beschwerden. Auch unser Trainer Michi Kaufmann war krankheitsbedingt leider zu Hause. Der 7:0-Sieg für Grafenwöhr ist auch in der Höhe absolut verdient. Wir hatten einfach nicht den geringsten Hauch einer Chance. Wir mussten sogar auf A-Klassen-Spieler der SG zurückgreifen. Wir haben zwar gekämpft, aber gegen Grafenwöhr hast du so definitiv keine Chance. Das ist für uns aber kein Weltuntergang. Mund abputzen und weiter geht’s.“

Grafenwöhrs Trainer Turan Bafra war rundum zufrieden mit seinem Team: „Wir haben gleich am Anfang das Tor gefunden, das hat uns in die Karten gespielt und wir haben folgerichtig nachgelegt. Zur Halbzeit war Haidenaab mit 3:0 noch gut bedient, wir müssen mindestens 5:0 oder 6:0 führen. Ab der 60. Minute haben wir dann schon einige Spieler geschont. Es ist momentan einfach Wahnsinn, wenn man in 10 Spielen starke 40 Tore schießt. Es ist eine herausragende, geschlossene Mannschaftsleistung. Respekt an die Einstellung und Motivation jedes Einzelnen.“

SpVgg Trabitz – FC Tremmersdorf-Speinshart 4:0 (3:0)

Vor beeindruckenden 500 Zuschauern entschied die gastgebende SpVgg Trabitz das brisante Derby gegen den FC Tremmersdorf klar mit 4:0 für sich. Miroslav Spirek (2), Christopher Fleischmann und Adam Cizek trafen für Trabitz. Tremmersdorfs Sven Kopp sah kurz vor Schluss noch die Rote Karte.

Trabitz-Interimscoach Fabian Helleder war überglücklich: „Wir merken jetzt, wie wir uns von Spiel zu Spiel entscheidend weiterentwickeln. Wir wollten dominant auftreten, wir wussten, dass Tremmersdorf ein sehr unangenehmer Gegner ist. Aber wir haben souverän mit 4:0 gewonnen und sind alle sehr zufrieden.“

Tremmersdorfs Trainer Robert Schäffler fasste die bittere Niederlage zusammen: „Leider sind wir überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen und bereits nach vier Minuten in Rückstand geraten. Nach weiteren sechs Minuten hat Trabitz dann erneut seine individuelle Klasse gezeigt. Beim 3:0 kann man diskutieren, ob ein Foul vorausgegangen ist. In der zweiten Halbzeit waren wir besser im Spiel, es ist uns aber nicht gelungen, unser eigenes Spiel aufzuziehen. Unterm Strich war Trabitz heute einfach besser. Meiner Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Die Rote Karte am Ende war aus unserer Sicht überflüssig, hier hätten wir uns mehr Fingerspitzengefühl vom Schiedsrichter gewünscht.“

Witron – Nachmittag der Ausbildung
Witron – Nachmittag der Ausbildung
Samstag, 26.09.2026

TSV Erbendorf – SV Kulmain 1:0 (0:0)

Das Kirwaspiel in Erbendorf war lange Zeit von taktischem Abtasten geprägt. In der 59. Spielminute erlöste Erbendorfs Torjäger Sandro Hösl die Heimfans und erzielte den entscheidenden Treffer des Tages.

TSV-Trainer Roland Lang war trotz des Derbysieges kritisch mit der Leistung: „Es war ehrlich gesagt unsere schlechteste Saisonleistung bisher. In der ersten Halbzeit waren wir zwar optisch überlegen, aber leider nicht zwingend genug. Bis zur 65. Minute waren wir dann besser im Spiel und haben das Tor gemacht. Danach sind wir aus mir völlig unerklärlichen Gründen komplett eingebrochen. Eine schwache Vorstellung, aber wir sind mit dem bisher Erreichten in der Saison doch sehr zufrieden.“

Die Kulmainer Alexander Schäffler und Marius Sokol waren nach dem Schlusspfiff extrem enttäuscht: „Aus unserer Sicht ist das eine sehr schmerzliche Niederlage und ein glücklicher Sieg für Erbendorf. Unsere junge Mannschaft hat sich gut präsentiert und sich Chancen erarbeitet. Leider war die mangelnde Chancenverwertung wieder der entscheidende Faktor. Der Mannschaft können wir hinsichtlich Einsatz keinen Vorwurf machen. Wir müssen einfach weiterarbeiten, an uns glauben und endlich den Knoten zum Platzen bringen.“

Sonntag, 27.09.2026

TSV Eslarn – TSV Pleystein 4:1 (2:1)

Vor 250 Zuschauern gewann der formstarke TSV Eslarn das Derby gegen Pleystein deutlich. Volkan Kuzpinari brachte die Gäste zunächst in Führung, doch Ondrej Kral und Johannes Beigler drehten das Spiel für Eslarn. Torjäger Sebastian Striegl schnürte im zweiten Durchgang noch einen Doppelpack.

Eslarns Spielertrainer Peter Rackl war voll des Lobes: „In den ersten zehn Minuten haben wir nicht recht ins Spiel gefunden, Pleystein ist verdient in Führung gegangen. Wir haben uns davon aber nicht unterkriegen lassen, das Heft in die Hand genommen und das Spiel danach komplett dominiert. Unterm Strich steht der vierte Sieg in Folge – und ein Derbysieg schmeckt natürlich doppelt so gut.“

Pleysteins Offizieller Daniel Vater haderte massiv mit den Umständen: „Wir sind gut reingekommen, machen das 1:0. Dann kassieren wir zwei Gegentore, denen jeweils ein absolut unberechtigter Freistoß vorausgeht. Die Genauigkeit im letzten Drittel hat uns zudem gefehlt. Ich will nicht schimpfen, aber die Leistung des Unparteiischen war sehr schlecht. Was besonders bitter ist: Wir haben heute wohl vier schwer verletzte Spieler, darunter Jonas Vögler mit einem erneuten Schlüsselbeinbruch.“

SV Altenstadt/WN. – FC Weiden-Ost II 6:4 (3:1)

Ein spektakuläres Derby mit satten zehn Toren sahen die Zuschauer in Altenstadt! Für die furios aufspielenden Gastgeber trafen Fabian Zaus (2), Mohamed Zouhri (2), Vehbi Zogaj und Benjamin Eder. Auf Seiten von Weiden-Ost netzten Tom Droste, Nico Herber, Bubacarr Jallow und Paul Sigert ein.

SV-Trainer Marvin Häffner war nach dem Schützenfest überglücklich: „Ein super Start für mich und meine Jungs! Wir haben ab der ersten Minute exakt das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Nach 22 Minuten stand es bereits 3:0 für uns. Für den neutralen Zuschauer war das ein absolut super Kreisligaspiel. Ein ganz wichtiger Heimsieg vor allem bei einer Kirwa. Ich bin so unglaublich stolz auf meine Truppe, da hat heute wirklich jeder für jeden gekämpft.“

Aufseiten des starken Aufsteigers FC Weiden-Ost II, der bislang eine hervorragende Saison im Tabellenmittelfeld spielt, richtet sich der Blick nach dieser torreichen und äußerst unglücklichen Niederlage nun auf die kommenden Aufgaben.

TSV Reuth – FC Dießfurt 4:2 (1:1)

Wichtiger Befreiungsschlag für den TSV Reuth im direkten Abstiegsduell! Justus Bader (2), Daniel Weigl und Michael Sonnberger trafen für die jubelnden Reuther, Miroslav Havel und Marek Ruda für die am Ende geschlagenen Gäste.

Reuths Spielertrainer Martin Bächer atmete nach dem extrem wichtigen Heimsieg auf: „Wir haben heute gegen einen sehr unangenehmen Gegner erfolgreich bestanden. Obwohl wir zweimal durch gefährliche Standards in Rückstand geraten sind, haben wir mutig weiter nach vorne gespielt und sind belohnt worden. Ein großer Unterschied war heute auch, dass wir durch starke Einwechslungen in der Schlussphase nochmal richtig nachschieben konnten.“

Dießfurts Funktionär Henry Schraml analysierte die bittere Niederlage aus Gästesicht: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Nach dem Rückstand bekam Reuth kurz vor der Pause einen Elfmeter zum 1:1. In der zweiten Halbzeit verwandelte Marek Ruda einen Freistoß hervorragend zum 2:1. Aber Reuth gab nicht auf, und wir ließen uns das Spiel aus der Hand nehmen. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Marek Ruda war die Entscheidung endgültig gefallen. Aufgrund der letzten 30 Minuten war Reuth der verdiente Sieger.“

SC Eschenbach – FC Vorbach 1:2 (1:0)

Das enorm brisante Abstiegsderby in Eschenbach entschied der FC Vorbach buchstäblich in letzter Sekunde für sich. Milan Seemann hatte Eschenbach in Führung gebracht, Christoph Fischer glich aus, ehe Lukas Barthelmann in der 95. Minute per Foulelfmeter den Last-Minute-Sieg für die Gäste perfekt machte.

Eschenbachs tief enttäuschter Spielertrainer Benjamin Scheidler rang nach Worten: „Eine sehr bittere Niederlage heute. Wir haben uns viel vorgenommen und das in der ersten Halbzeit gut umgesetzt. Aber leider haben wir das Spiel in der zweiten Halbzeit wieder einmal völlig aus der Hand gegeben und stehen nun wieder mit absolut leeren Händen da.“

Vorbachs Trainer Manuel Lautner feierte hingegen den extrem wichtigen Derbydreier: „Es war das erwartete Derby, es stand enorm viel auf dem Spiel. Zu Beginn machen wir unsere Chance nicht, Eschenbach trifft. In der Halbzeit haben wir taktisch umgestellt und die zweite Halbzeit dominanter gespielt. In der Nachspielzeit haben wir die Begegnung dann vollkommen gedreht – ein enorm wichtiger Dreier! Kompliment an meine gesamte Mannschaft.“

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.