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Kreisliga Nord: Tabellenführer und Schlusslicht gewinnen

Nordoberpfalz. Während der SV Grafenwöhr wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt ist, hat der Tabellenletzte aus Eschenbach endliche den ersten Saisonsieg einfahren können.

Kreisliga Nord: Tabellenführer und Schlusslicht gewinnen

Tremmersdorf (blau) verteidigte seht gut gegen die Gastgeber aus Vorbach (weiß). Foto: Jürgen Masching

Kreisliga Nord, 13. Spieltag

Samstag, 17.10.2026

SV TuS/DJK Grafenwöhr – FC Weiden-Ost II 2:1 (0:0)

Der Tabellenführer aus Grafenwöhr hat die Niederlage in Tremmersdorf gut verdaut, brauchte am Ende aber auch das nötige Glück. In der ersten Halbzeit zeigte die Mannschaft von Trainer Turan Bafra guten Fußball, ohne sich dafür zu belohnen: „Wir haben in der ersten Halbzeit guten Fußball gezeigt, nur eben keinen Treffer gemacht.“ Dabei hatte man sogar Glück, dass die Gäste aus Weiden nicht bereits früh in Führung gingen. Nach der torlosen ersten Hälfte verwandelte Anton Schepelew einen berechtigten Strafstoß zum 0:1 für Weiden-Ost II. Grafenwöhr drückte danach auf den Ausgleich, der spät durch Xavier Siemski fiel. Als schon alles auf ein Unentschieden hindeutete, sorgte Kassire Landrou in der fünften Minute der Nachspielzeit für den vielumjubelten Siegtreffer.

„Die Jungs wollten den Sieg, und mich freut es für Kassire, dass er getroffen hat. Vielleicht wäre ein Unentschieden am Ende gerecht gewesen“, so Bafra. Weidens Trainer Tim Schlesinger war verständlicherweise enttäuscht: „Wenn man die letzten Spiele von uns beschreiben müsste, würde das hier genau passen. Wir betreiben viel Aufwand, aber die Jungs belohnen sich einfach nicht. Einen Punkt hätten wir verdient gehabt.“ Grafenwöhr bleibt damit Spitzenreiter der Kreisliga Nord.

TSV Eslarn – TSV Erbendorf 0:0

Das Kirwa-Heimspiel des TSV Eslarn fiel nicht so aus, wie es sich Spieler und Fans erhofft hatten. In der Begegnung neutralisierten sich beide Mannschaften über die gesamten 90 Minuten, sodass die Partie torlos endete. Eslarns Spielertrainer Peter Rackl zeigte sich dennoch einigermaßen zufrieden: „Die Einstellung und der Kampfgeist meiner Jungs sind zuletzt echt klasse. Der Kirwa-Lucky-Punch blieb leider aus. Dennoch bin ich zufrieden, dass wir es erneut geschafft haben, hinten die Null zu halten und die gefährliche Offensive der Erbendorfer im Keim zu ersticken.“ So habe man weiter Anschluss nach oben und könne sich die Kirwagans schmecken lassen.

Auch in Erbendorf ist man mit dem Ausflug an die Grenze nicht ganz unzufrieden. Trainer Roland Lang sprach von einer durchwachsenen Leistung: „Von der 25. bis zur 65. Minute waren wir deutlich überlegen und hatten auch gute Chancen, einschließlich eines Lattentreffers. Da hätte man einfach ein Tor machen müssen. Ansonsten war unser Spiel zu sehr von Ungenauigkeit und zu wenig Bewegung geprägt.“ Mit dem Punkt bleibt Erbendorf in der oberen Tabellenregion.

SpVgg Trabitz – FC Dießfurt 2:0 (0:0)

Der hartnäckigste Verfolger von Spitzenreiter Grafenwöhr, die SpVgg Trabitz, musste lange zittern, um den nächsten Dreier einzufahren. Der Aufsteiger aus Dießfurt hielt lange gut dagegen und brachte die Gastgeber das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten, auch weil Dennis Paulus in der 40. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte sah. Trabitz‘ Christian Recht lobte seine Mannschaft: „Bemerkenswert war, dass man uns die Unterzahl über die gesamte restliche Spielzeit kaum anmerkte. Wir blieben die klar spielbestimmende Mannschaft, während sich Dießfurt weit zurückzog und mit großem Einsatz sowie einer disziplinierten Defensivleistung dagegenhielt. Trotz langer Unterzahl haben wir das Spiel kontrolliert, geduldig auf unsere Möglichkeiten gewartet und uns letztlich für unseren Aufwand belohnt.“

In der zweiten Halbzeit brachte der eingewechselte Leon Grimm Trabitz in Führung. Nach der nächsten Roten Karte, diesmal für den Dießfurter Michal Hlavsa, stellte Marek Ruda mit einem Eigentor den 2:0-Endstand her. Henry Schraml vom FCD sagte: „Der FC Dießfurt konnte gut dagegenhalten und ließ nicht viele Chancen zu. Die Rote Karte gegen Hlavsa spielte Trabitz in die Karten. Am Ende war der Sieg von Trabitz verdient.“

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Sonntag, 18.10.2026

SV Altenstadt/WN – TSV Reuth 4:2 (1:2)

Der SV Altenstadt/WN bleibt zu Hause weiterhin eine Macht. Nach einem 1:2-Pausenrückstand drehte die Mannschaft von Trainer Marvin Häffner die Partie und gewann am Ende mit 4:2. Daniel Weigl brachte die Gäste aus Reuth in Führung, Anselm Ogbonnaya glich aus, doch Justus Bader stellte noch vor dem Pausenpfiff auf 1:2. Häffner räumte ein: „Reuth war sehr zweikampfstark und ging auch verdient in Führung. Der Auftritt in der ersten Hälfte war nicht das, was wir uns vorgenommen hatten, also ging die Führung für Reuth in die Halbzeit völlig in Ordnung.“

Nach Umstellungen drehten die Gastgeber im zweiten Durchgang auf und siegten durch Tore von Ogbonnaya und zweimal Vehbi Zogaj. „Man merkte, wir wollten das Heimspiel als Sieger beenden. Spieler des Spiels war für mich Benjamin Eder, was für eine Leistung. Eine super Moral meiner Jungs, das macht mich stolz. Und wieder vier Tore für unsere Fans auf eigenem Rasen“, so Häffner. Reuths Spielertrainer Martin Bächer sagte: „Wir haben eine ordentliche erste Halbzeit gespielt und waren leicht überlegen. Dann haben wir unerklärlicherweise aufgehört, nach vorne zu spielen, und nur noch reagiert. Das hat den Gegner stark gemacht. Aufgrund der verschlafenen zweiten Hälfte ist die Niederlage verdient.“

SV Kulmain – ASV Haidenaab 2:2 (1:0)

Vor über 300 Zuschauern gab es im Derby am Ende keinen Gewinner. Zunächst ging der SV Kulmain durch Torjäger Julian Lautner in Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. In der 61. Spielminute glich Christian Scherm für die Gäste aus, doch Lautner stellte mit seinem zweiten Treffer die Führung wieder her. Der Haidenaaber Scherm legte jedoch ebenfalls seinen zweiten Treffer nach, sodass es beim 2:2 blieb. Stephan Veigl vom ASV dazu: „Wir müssen mit dem Punkt leben, weil wir es nicht geschafft haben, von der ersten Spielminute an konzentriert zu spielen. In der ersten Halbzeit können wir uns bei unserem Keeper bedanken, dass es nur 0:1 stand. In der 2. Halbzeit waren wir besser und müssen eigentlich in Führung gehen. Am Ende ein wohl gerechtes Unentschieden.“

Florian Greger vom SV Kulmain sagte: „Nach einer guten Leistung und der späten Führung konnten wir uns für unseren Aufwand leider nicht belohnen. Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, waren von Beginn an präsent und gut im Spiel. In beiden Halbzeiten waren spielerisch überzeugende Kombinationen dabei. Vor allem die Chancen aus der ersten Halbzeit hätten wir besser nutzen müssen. Das wollen wir im nächsten Spiel besser machen. Der Weg stimmt, und daran wollen wir weiter anknüpfen.“ Kulmain nimmt trotz des verpassten Sieges viel Positives aus dem Derby mit.

FC Vorbach – FC Tremmersdorf-Speinshart 0:5 (0:3)

Das Derby vor knapp 300 Zuschauern war schnell entschieden. Wie schon gegen Grafenwöhr stach Stürmer Jonas Frank und erzielte früh das 0:1 für die Gäste. Danach ließ Tremmersdorf etwas die Zügel schleifen, Vorbach kam besser in die Partie. Einen Foulelfmeter der Hausherren in der 20. Minute hielt Tremmersdorfs Torwart Nikolas Wiesnet. Das gab den Gästen neuen Schwung: Patrick Dittner und Michael Diepold per Strafstoß erhöhten bis zur Pause auf 0:3. Mit einer Gelb-Roten Karte für Nico Lautner ging es für Vorbach in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber griffiger und aktiver, die Treffer erzielten aber erneut die Gäste: Diepold schnürte mit zwei weiteren Toren zum 0:5-Endstand einen Dreierpack.

Vorbachs Trainer Manuel Lautner haderte: „Unglücklicher hätte die erste Hälfte nicht laufen können, die Gegentore, die Gelb-Rote Karte, der verschossene Elfmeter, der das Spiel vielleicht verändert hätte. In der zweiten Halbzeit haben wir uns verkauft, nur die beiden letzten Treffer wurmen mich etwas.“ Tremmersdorfs Trainer Robert Schäffler sagte: „Der Sieg war auch in der Höhe verdient, auch wenn wir nach dem 1:0 für 20 Minuten den Faden verloren haben. Wir haben das Spiel beherrscht, und ein Derby will man immer gewinnen.“

TSV Pleystein – SC Eschenbach 2:4 (1:2)

Endlich ist er da, der erste Sieg für den Tabellenletzten aus Eschenbach, und das am letzten Spieltag der Hinrunde. Zunächst gingen die Hausherren schnell durch Patrick Schneider in Führung. Valentin Schieder traf dann noch vor der Pause doppelt und brachte Eschenbach mit 2:1 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel stellte Manuel Bittner auf 3:1, ehe Murat Kyarov mit seinem zweiten Treffer für Pleystein noch einmal Spannung aufkommen ließ. Doch Arthur Quast erlöste den SC Eschenbach in der 81. Minute mit dem 4:2.

Pleysteins Trainer Alexander Schön sagte: „Wir können aktuell den Schalter einfach nicht so umlegen, wie wir wollen, obwohl wir die ersten zehn Spielminuten sehr präsent waren. Danach haben wir einfach schlecht gespielt, und Eschenbach hatte zu den Toren noch viele weitere Möglichkeiten. Es war ein verdienter Sieg für Eschenbach.“ Spielertrainer Benjamin Scheidler und der gesamte Verein waren überglücklich: „Der Knoten ist endlich geplatzt! Die Mannschaft hat über die gesamten 90 Minuten konzentriert und diszipliniert Fußball gespielt. Jetzt gilt es, weiterzumachen, aber es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung! Der Sieg ist auch in dieser Höhe absolut verdient!“

Kreisliga Nord

Weitere Infos gibt es auf den Seiten des BFV.