SC Luhe-Wildenau: Bezdicka-Doppelpack ebnet den Weg zum Landesliga-Heimsieg

SC Luhe-Wildenau: Bezdicka-Doppelpack ebnet den Weg zum Landesliga-Heimsieg
Der SC Luhe-Wildenau feiert am 5. Spieltag der Landesliga Mitte einen ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen die DJK Vornbach und belohnt sich für einen dominanten Auftritt. Trotz prominenter Ausfälle überzeugte die Heimelf mit spielerischer Klasse, versäumte es jedoch bei sommerlichen Temperaturen, das Ergebnis vor 180 Zuschauern noch deutlicher zu gestalten.
Vornbach beginnt druckvoll – dann schlägt Bezdicka zweimal zu
Die ersten sechs Minuten gehörten ausschließlich der DJK Vornbach. Die Gäste setzten den SC Luhe-Wildenau von Beginn an unter Druck und schnürten die Gastgeber regelrecht in deren eigener Hälfte ein. Doch bereits mit dem ersten Vorstoß über die Mittellinie schlug der SC eiskalt zu. In der 7. Minute setzte sich Spielertrainer Benjamin Urban auf der rechten Seite durch und bediente den mitgelaufenen Johannes Gradl. Dieser servierte David Bezdicka eine punktgenaue Flanke auf den linken Fuß. Bezdicka nahm den Ball gefühlvoll und platzierte ihn unhaltbar im Tor. DJK-Schlussmann Elias Weiß war bei diesem technisch sehenswerten Abschluss machtlos.
Noch nicht einmal zwei Minuten später legte der SC nach. Wieder war Johannes Gradl auf der rechten Seite der Ausgangspunkt. Der Außenbahnspieler fand den hoch aufgerückten Innenverteidiger Arian Miftaraj, der seine ungewohnte Rolle als Außenstürmer hervorragend ausfüllte und erneut David Bezdicka bediente. Der SC-Angreifer ließ noch einen Vornbacher Gegenspieler aussteigen und schob souverän zum 2:0 ein.
Vornbach war nach diesem Doppelschlag offensiv praktisch nicht mehr präsent. Stattdessen erspielte sich der SC weitere Großchancen. David Bezdicka und Benedikt Meckl scheiterten jeweils am starken Elias Weiß, der sich immer mehr zum besten Vornbacher entwickelte. Auch Felix Diermeier hatte gleich zwei hervorragende Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt. Zur Pause hätte die Führung der Gastgeber deshalb deutlich höher ausfallen müssen.
Drückende Überlegenheit & Premierentor: Carswell macht den Deckel drauf
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild kaum. Der SC Luhe-Wildenau blieb die spielbestimmende Mannschaft und erarbeitete sich Chance um Chance. Immer wieder war es David Bezdicka, der den dritten Treffer auf dem Fuß hatte, doch DJK-Torwart Elias Weiß verhinderte mit starken Paraden eine Vorentscheidung. Auch Felix Diermeier vergab seine mittlerweile dritte Großchance.
Pech hatte der SC zudem bei einem Sololauf von Matthew Carswell über die rechte Seite. Nach einem tollen Steckpass des zuvor eingewechselten Julius Richter zog Carswell in den Strafraum und traf aus spitzem Winkel nur die Latte. Vornbach kam nur selten gefährlich vor das Tor. Die erste wirklich gute Möglichkeit der Gäste nach der Anfangsphase hatte Paul Löw, der knapp über das Lattendreieck verzog.
In der 72. Minute war es schließlich soweit: Kapitän Fabian Magerl, der den rotgesperrten Nico Argauer als Führungsspieler vertrat, schickte Matthew Carswell mit einem perfekt getimten Steckpass durch die Vornbacher Abwehr. Carswell tauchte frei vor Elias Weiß auf, bewahrte die Ruhe und vollendete eiskalt zum viel umjubelten 3:0. Für den Neuzugang war es zugleich der erste Treffer im Trikot des SC Luhe-Wildenau.
Kurz vor dem Schlusspfiff bot sich Luis Hager noch die Chance, die Gäste zurück ins Spiel zu bringen, doch sein Schuss strich denkbar knapp am Pfosten vorbei. Auf der anderen Seite bewahrte Elias Weiß seine Mannschaft mit einer weiteren starken Parade gegen David Bezdicka vor einem noch deutlicheren Rückstand.
Trainer loben SC-Sieg – Fenzl sieht spät Gelb-Rot
„Gratulation zum Sieg, völlig verdient für den SC. Nach den Großchancen hätte es auch noch höher ausgehen können“, erkannte Vornbachs Trainer Jonas Moser die Überlegenheit der Gastgeber an. „In den ersten Minuten waren wir gut im Spiel. Wenn man zwei Treffer in kürzester Zeit fängt, dann ist das für die Mannschaft nicht einfach.“
Auch SC-Co-Trainer Stefan Grünauer zeigte sich zufrieden: „Wir wollten eine Reaktion zeigen im Vergleich zum Spiel in Straubing. Das ist uns gelungen. Wir wollten mehr in die Zweikämpfe rein.“ Gleichzeitig sah Grünauer noch Verbesserungspotenzial: „Es ist immer noch Luft nach oben. Wenn man das Haar in der Suppe suchen will, dann ist das die Chancenauswertung. Der Sieg ist schlussendlich verdient.“
In der 90. + 1. Minute sah Paul Fenzl die Gelb-Rote Karte. Die Entscheidung von Schiedsrichter Farin Münchhoff sorgte bei vielen Zuschauern für Unverständnis, da Fenzl aus ihrer Sicht eindeutig den Ball gespielt hatte und eine Verwarnung daher nicht gerechtfertigt gewesen sei. Nach den neuen Regeln ist Fenzl damit auch im Amateurfußball im kommenden Spiel gesperrt.
Der SC Luhe-Wildenau musste gegen Vornbach neben dem rotgesperrten Kapitän Nico Argauer auch auf den verletzten Jamal Dubois verzichten. Mit dem verdienten Heimsieg klettert der SC auf sechs Punkte und hält sich auf Rang zwölf. Die DJK Vornbach bleibt mit vier Punkten auf Platz 15 und hat bereits am Dienstag gegen den FC Dingolfing die Gelegenheit, eine Reaktion zu zeigen. Der SC Luhe-Wildenau reist im nächsten Spiel zum Nachbarschaftsduell beim SV Schwandorf-Ettmannsdorf.
















