Jetzt Tickets für die kommenden Jahn-Spiele sichern!
Garten Punzmann – Bäume
Garten Punzmann – Bäume

Spektakuläres 3:3: Weiden trotzt Bamberg mit Leidenschaft und Mut

Weiden. SpVgg SV startet mit einem furiosen 2:0, muss sich trotz dreimaliger Führung am Ende aber mit einem Punkt begnügen – Trainer Michael Riester spricht von einem verdienten Unentschieden.

Spektakuläres 3:3: Weiden trotzt Bamberg mit Leidenschaft und Mut

Jahi Sylemani ging vor der Eintracht Bamberg nicht in die Knie und traf zwei Mal. Foto. D. Nachtigall

Was für ein Auftakt in die Rückrunde der Fußball-Bayernliga! Die SpVgg SV Weiden und der FC Eintracht Bamberg lieferten sich im Sparda-Bank-Stadion einen offenen Schlagabtausch mit sechs Treffern, wechselnden Spielphasen und reichlich Spannung bis zum Schlusspfiff. Am Ende stand ein 3:3 (2:2), mit dem die Gastgeber aufgrund ihrer engagierten Leistung durchaus zufrieden sein durften.

Traumstart: Weiden führt früh mit 2:0

Dabei erwischten die Weidener einen Traumstart. Bereits in der zweiten Minute setzte sich Jahi Sylejmani mit einer starken Einzelaktion gegen die Bamberger Defensive durch und traf aus rund 14 Metern zur frühen Führung. Die Gastgeber blieben mutig und legten nach: In der 13. Minute schickte Paul Gebhardt mit einem langen Ball Moritz Hügel auf die Reise. Dieser bediente Sylejmani, der den Ball zum 2:0 über die Linie schob. Der Auftakt nach Maß war perfekt. Doch Bamberg zeigte, warum die Mannschaft zu den spielstarken Teams der Liga gehört. Die Gäste übernahmen zunehmend die Kontrolle und kamen in der 19. Minute zum Anschlusstreffer. Nach einem Durchbruch über die linke Seite musste der Ball aus kurzer Distanz nur noch eingeschoben werden. Weiden hatte nun deutlich mehr Defensivarbeit zu verrichten. Kurz vor der Pause nutzte Tobias Linz eine Unachtsamkeit in der Weidener Hintermannschaft und stellte mit einem platzierten Abschluss aus zehn Metern auf 2:2 (43.).

Hügel trifft erneut – Bamberg schlägt zurück

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv. Beide Mannschaften suchten den Weg nach vorne. Moritz Hügel hatte bereits in der 46. Minute die erneute Führung auf dem Fuß, setzte den Ball nach Zuspiel von Patryk Bytomski jedoch über das Tor. Auch Paul Brand verpasste wenig später per Kopf nur knapp. In der 58. Minute durften die Weidener Anhänger dann erneut jubeln: Nach einer Ecke von Friedrich Lieder stieg Moritz Hügel am höchsten und köpfte zum 3:2 ein. Doch die Freude währte nur kurz. Bamberg erhöhte den Druck und kam bereits vier Minuten später nach einer Ecke durch Luca Leistner zum erneuten Ausgleich.

Die Gäste blieben am Drücker. In der 70. Minute landete ein Freistoß von Luca Leistner sogar an der Latte. Auch Paul Kraußold und Luis Nüßlein hatten weitere Möglichkeiten, während Weiden mit großem Einsatz dagegenhielt. In der Schlussphase bot sich Jakob Höfler noch eine gute Gelegenheit für die Gastgeber, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen. Nach sechs Minuten Nachspielzeit pfiff der Schiedsrichter die umkämpfte Begegnung ab.

Riester stolz auf seine Mannschaft – Salewski sieht verpassten Sieg

Weidens Cheftrainer Michael Riester zeigte sich trotz des verpassten Heimsieges stolz auf seine Mannschaft: „Großen Respekt an die Mannschaft. Auch wenn du stets in Führung warst und es am Ende nicht über die Zeit bringst, hat jeder gesehen, dass wir es unbedingt wollten. Wir waren zu jeder Zeit sehr mutig im Spiel gegen ein spielstarkes Bamberg und haben uns das Unentschieden mehr als verdient.“

Auch Torschütze Moritz Hügel sah eine starke Vorstellung seiner Mannschaft: „Das war eines unserer besten Spiele. Wir haben viel nach vorne gearbeitet, haben eine klare Linie gehabt und als Einheit agiert. Bamberg war der erwartet überragende Gegner. Wir haben körperlich ein sehr gutes Spiel gezeigt.“

Grammer Solar
Grammer Solar

Felix Kühner konnte mit dem Punkt ebenfalls leben: „Mit dem 3:3 können wir zufrieden sein. Es war ein extrem guter Gegner. Drei Tore zu kassieren ist ärgerlich. Nächste Woche gegen Cham haben wir nichts zu verlieren.“

Bambergs Trainer Patrick Salewski sah dagegen durchaus verpasste Chancen auf den Auswärtssieg: „Am Ende haben wir uns die Gegentore selbst eingeschenkt. Weiden war enorm effektiv, drei Mal aufs Tor zu und drei Treffer. Trotzdem sollte man nicht drei Mal in den Rückstand geraten. In der zweiten Hälfte, wenn wir nicht so viele Chancen verstolpern, hätten wir den Sieg festmachen müssen. Aber ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen. Nach der schnellen 2:0-Führung wieder ins Spiel zu finden, Respekt. Wir waren aber klar die spielbestimmende Mannschaft.“

So blieb unter dem Strich ein spektakuläres Unentschieden, das beiden Teams einiges abverlangte. Weiden überzeugte mit Mut, Einsatz und Effizienz, Bamberg mit spielerischer Qualität und zahlreichen Chancen. Für die SpVgg SV ist der Punktgewinn gegen einen starken Gegner ein durchaus positives Signal zum Rückrundenauftakt.

Hermann-Otto Horst im Tor der Bamberger hatte viel zu tun. Foto: D, Nachtigall
Friedrich Lieder war ein wichtiger Spieler im WEidener Mittelfeld gegen Bamberg. Foto. D. Nachtigall
Moritz Hügel traf per Kopf in der zweiten Hälfte. Foto: D. Nachtigall
Jubel bei Sahi Sylemani auf grund seiner zwei Treffer. Foto. D. Nachtigall