Weltrekord im Hochsprung für Manfred Ziegler vom TB Weiden
Weltrekord im Hochsprung für Manfred Ziegler vom TB Weiden
Frankfurt. Vier auf einen Streich, vier Rekorde mit einem Sprung: Bayernrekord, Deutscher Rekord, Europarekord, Weltrekord. Manfred Ziegler erfüllte sich in Frankfurt seinen Traum der Hallen-Weltbestmarke Hochsprung M65.
Die Deutschen Hallenmeisterschaften der Masters in Frankfurt sind Geschichte: Erfolgreiche Geschichte auch vor allem für zwei Athleten aus Neustadt/WN, die zusammen zweimal Deutsches Meisterschaftsgold, eine Silbermedaille und als herausragendes Ereignis einen Hallen-Weltrekord einfuhren.
Sportevent im XXL-Format
Mit etwa 1.000 Teilnehmenden aus über 500 Vereinen und über 1.600 Starts kam die Indoor-Veranstaltung allerdings auch an organisatorische Grenzen. Für die Rekordleistung der dreitägigen Veranstaltung sorgte Hochspringer Manfred Ziegler. Der Athlet des TB Weiden hätte seine Hallen-Saison nicht besser beenden können. Vorausgegangen waren für den Oberpfälzer bereits die Meetings in Erfurt, Fürth und Hof, bei denen er jeweils die M65 Weltrekordhöhe von 1,68 Metern auflegen ließ. Immer gab es kleine Unstimmigkeiten, minimale Fehler oder einfach nur fehlendes Glück, um die Latte auf den Auflegern zu halten.
Ziegler gelang dann endlich am Sonntag bei seiner letzten Möglichkeit eine erstklassige Serie mit fünf gültigen Versuchen jeweils im ersten Durchgang. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz war mit 23 Zentimetern im Endergebnis enorm – seine 1,68 Meter hätten auch in der M50, M55 und M60 Sieg und Deutsches Gold bedeutet. „Kein Wackeln, kein Touchieren, kein Verrutschen der Latte, endlich alles richtig gemacht,“ freute er sich über seinen gelungenen Coup.
Weltrekord!
Gemeinsam mit dem Slowenen Dušan Prezelj teilt er sich nun den Hallen-Weltrekord, der ebenso hoch im Jahr 2015 kam. Einem strengen Protokoll folgend wurde die M65 Weltbestmarke der WMA (World Masters Athletics) von der Wettkampfleitung festgehalten und wird jetzt vom Deutschen Leichtathletikverband bei der WMA zur Ratifizierung und Anerkennung eingereicht.
Nicht weiter teilen muss er jetzt seinen Deutschen Hallenrekord aus dem Vorjahr, als er in Dortmund mit 1,65 Metern mit Thomas Zacharias gleichzog. Zacharias war schon bei den Olympischen Spielen in Mexiko 1968 am Start und wurde 1971 in der Weltrangliste des Hochsprungs auf Platz 1 geführt.
Ziegler will noch mehr
Neue Ziele hat Manfred Ziegler für die Freiluft Saison bereits definiert: „Im Freien steht der M65 Europarekord bei 1,67 Meter und der Weltrekord, wie in der Halle, bei 1,68 Meter. Bleibe ich gesund, möchte ich natürlich versuchen, auch hier meine Grenzen auszutesten.“
Teamkollege Christian Balke war sowohl für den Hürdenlauf als auch dem Hochsprung der Altersklasse M40 gemeldet. Im 60 Meter Hürdensprint erwischte er einen schnellen Start und kämpfte sich geschickt über die fünf 99 Zentimeter hohen Hürden. Bei 9,07 Sekunden blieben für ihn die Uhren stehen, Platz zwei und verdiente Silbermedaille.
Im Hochsprung machte sich eine noch nicht überstandene Erkältung durch mehrere Fehlversuche bemerkbar. Lag Balke nach übersprungenen 1,78 Metern noch auf Platz zwei, benötigte er für Gold und den Titel des Deutschen Meisters einen gültigen Sprung über 1,81 Meter. Nachdem die ersten beiden Versuche misslangen, wurde es richtig spannend im letzten Durchgang. Mit einem gültigen Sprung verwies er die Konkurrenz aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt auf die Plätze zwei und drei.




